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Kategorie:
Sonstiges

Psychoanalyse und Recht: Wie kommt das Gesetz in das Subjekt?

15.01.2020

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18 Uhr, Kleiner Hörsaal, Geb. 10.50,

(Bauingenieurwesen), Reinhard-Baumeister-Platz 1, 76131 Karlsruhe

Dr. phil. Dipl. Psych. Bernhard Schwaiger, Berlin

Als Psychologischer Psychotherapeut im Justizvollzug Neustrelitz/Mecklenburg und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Berlin. Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin. Veröffentlichungen: Das Begehren des Gesetzes; Zur Psychoanalyse jugendlicher Straftäter. Transcript, 2009.

Die psychoanalytischen Mythen Sigmund Freuds bieten aktuell wohl den beliebtesten Angriffspunkt, um die Analyse als wissenschaftlich obsolete oder gar als unwissenschaftliche Methode abzukanzeln. Es soll herausgestellt werden, dass Freud in den Naturwissenschaften tabuisierte Fragestellungen nachgegangen ist, um Fragen über die menschliche Sexualität und des Begehrens zu stellen.

Was passiert, wenn das Übertreten von Gesetzen vermeintlich zu einer Diagnose führt, die wiederum zu einem naturalistischen Fehlschluss führt, wenn sie naturwissenschaftlich gedeutet wird und das Subjekt mit der Pathologie gleichgesetzt wird?

Inhalt und Ziel einer Therapie oder „Straftataufarbeitung“ kann sein, eine Einsicht in diese Differenz von Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit zu gewinnen, um eine Auseinandersetzung damit zu beginnen. Die Entwicklung eines eigenen Begehrens, das Gesellschaftsnormen als notwendig und verbindlich begreifen lernt, wird dann möglich.

Weitere Informationen unter:

www.zak.kit.edu/psychoanalyse