Karlsruhe und Elsass streben Klinikkooperationen an


Dank für das Karlsruher Klinikum von französischer Seite

v.l.n.r. Patrice Harster, Remi Bertrand, Prof. Uwe Spetzger und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup

Planungen zur Krankenhausversorgung enden an nationalen Grenzen, das benachteiligt oftmals diejenigen, die in unmittelbarer Grenznähe leben. Hier grenzüberschreitend auch die Versorgung mit hochspezialisierter Medizin auf beiden Seiten sicherzustellen, eine solche Konzeption soll ein Interreg-Projekt des Eurodistrikts PAMINA sicherstellen. Karlsruhe kann und will mit seinem Klinikum dabei sein.

Bei einem Arbeitstreffen im Karlsruher Klinikum mit PAMINA -Präsident Remi Bertrand und Direktor Patrice Harster mit Neurochirurgie-Chef Prof. Uwe Spetzger und OB Frank Mentrup wurde die Idee diskutiert, in Fachdisziplinen wie Neurochirurgie oder auch der Frühchenversorgung in der Kinderheilkunde die Kooperationen, die es bereits etwa zwischen dem Klinikum Karlsruhe und den südpfälzischen Krankenhäusern gibt, auf die Kliniken im Nordelsass auszudehnen. Das Treffen bot den französischen Partnern aber auch eine gute Gelegenheit, sich beim Klinikum Karlsruhe für die unkomplizierte und zügige Übernahme von vier Schwererkrankten aus Strasbourg auf dem Höhepunkt der COVID-19-Krise zu bedanken. Persönliche Kontakte von Spetzger zu französischen Kollegen hatten das letztlich ermöglicht.

In zukünftigen Krisenzeiten, so wurde vereinbart, soll das wieder so funktionieren, ganz im Sinne einer Zeichnung des unvergessenen Tomi Ungerer (siehe Foto) eine Zusammenarbeit, die für die PAMINA -Aktivisten dies und jenseits des Rheins eine europäische Selbstverständlichkeit darstellt.