Jugendliche Flüchtlinge in Ausbildung bringen

Großer Andrang bei der 1. Kontaktbörse für Flüchtlinge und Unternehmen im TRIWO Technopark Bruchsal


Großer Andrang herrschte bei der ersten Kontaktbörse „Jugendliche Flüchtlinge in Ausbildung bringen“ am gestrigen Montagabend im TRIWO Technopark Bruchsal. Mehr als 100 Teilnehmer verzeichneten die Veranstalter Agentur für Arbeit Bruchsal und Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH (WFG).

Chronischer Fachkräftemangel auf der einen, arbeitssuchende Flüchtlinge auf der anderen – da liegt es nahe, den Zustrom von Flüchtlingen als Chance für die deutsche Wirtschaft zu sehen. Viele Unternehmer der Wirtschaftsregion Bruchsal sind nach Angaben von Arbeitsagentur und WFG bereit, Praktika oder Ausbildungsplätze für geflüchtete Menschen anzubieten. Jedoch sind bei einer Einstellung einige formale Vorgaben zu beachten.

Licht ins Dunkle brachte nun die 1. Kontaktbörse „Junge Flüchtlinge in Ausbildung bringen“. Die ausstellenden Arbeitgeber erhielten nicht nur einen kompakten Überblick über die Einstellungsvoraussetzungen, sondern kamen auch gleich mit den anwesenden Flüchtlingen ins Gespräch. Zu den ausstellenden Firmen gehörten große ebenso wie kleine und mittelständische Betriebe aus den 13 Städten und Gemeinden der WFG.

Die Schlosserei Lackus aus Forst setzte bei ihrer Firmenpräsentation auf bewegte Bilder am Laptop. Geschäftsführer Stefan Lackus freute sich über wahre Menschentrauben an seinem Stand: „Wir suchen aktuell noch zwei Auszubildende. Ich werde einige Kandidaten der heutigen Kontaktbörse in den nächsten Tagen zu uns einladen“.

Auch Steffen Kruse von der Spedition Rothermel aus Östringen nimmt „aussichtsreiche neue Kontakte“ gerade auch für Berufe mit Bewerbermangel mit. „Macht mit, es lohnt sich“ lautet sein Resümee und Appell an andere Unternehmen der Region.

Ralf Bechthold von der gleichnamigen Fensterbau- und Solarunternehmen aus Kronau war mit der Veranstaltung „hochzufrieden“: „Ich habe mehrere Gespräche mit Kandidaten geführt, die passen könnten.“

Als Schlüssel zum erfolgreichen Berufseinstieg wertete Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick in ihrem Grußwort das Engagement ehrenamtlicher Begleiter. Die WFG-Vorsitzende zeigte sich erfreut darüber, dass die meisten Flüchtlinge mit ihren Betreuern zur Veranstaltung gekommen und in den berufsvorbereitenden Schulen auf die ersten Firmenkontakte vorbereitet worden waren.

„Die erste Kontaktbörse hat einen Beitrag geleistet, um den direkten Berufseinstieg zu erleichtern“, sagte Marianne Staudte, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Bruchsal.

Die Arbeitsagentur hatte im Vorfeld der Veranstaltung die Fach- und Deutschkenntnissen der Flüchtlinge systematisch erfasst. „Der große Zuspruch heute motiviert uns, die Veranstaltung zu wiederholen, um weitere Unternehmen anzusprechen“, so WFG-Geschäftsführer Stefan Huber.


Weitere Informationen unter:

www.wfg-bruchsal.de