Damit Ideen auch umgesetzt werden

Wirtschaftsförderung und Handwerkskammer bieten Technologietransfer aus einer Hand


Um noch mehr wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte und Verfahren umzusetzen, haben Stadt und Handwerkskammer Karlsruhe gemeinsam ein Technologietransfermanagement eingerichtet, das die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen fördert.

Andrea Bühler (Wirtschaftsförderung) und Bodo Koltze (Handwerkskammer), die in der letzten Woche bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurden, teilen sich zunächst die Stelle, die zur Hälfte vom Land finanziert wird.

„In Karlsruhe gibt es über 15.300 Betriebe, davon sind über 99 Prozent kleine und mittlere Betriebe mit den Schwerpunkten Industrie, Dienstleistungen, Handel und Handwerk. Diesen Unternehmen kann Technologietransfer den Weg zu neuen Produkten Dienstleistungen und Märkten eröffnen“, sieht Bürgermeisterin Luczak-Schwarz in Karlsruhe mit seiner hohen Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen dafür „einen idealen Nährboden.“

Der bereits durch viele Netzwerke und Kooperationen geförderte Innovationsfluss werde damit auch ins Handwerk getragen. „Gerade kleinere Unternehmen haben Schwierigkeiten, Kontakte zu Hochschulen und Universitäten aufzubauen“, ist für Handwerkskammer-Präsident Joachim Wohlfeil die Kooperation von großer Bedeutung, „damit Ideen nicht in der Schublade bleiben“.

Die beiden Technologietransfermanager sehen sich in erster Linie als Vermittler und Brückenbauer. „Die Forschung und Entwicklung sucht nach Anwendungsmöglichkeiten, wobei das Handwerk bisher nicht besonders im Fokus stand“, sieht Bodo Koltze ebenso einen Ansatzpunkt wie darin, den Betrieben, die Hemmnis zu nehmen, mit Forschung und Entwicklung Kontakte zu knüpfen. Dazu sollen Expertenveranstaltungen, Technologietouren und die Mitwirkung in der Netzwerkarbeit beitragen, wie Andrea Bühler erläuterte.

„Die Wirtschaftsförderung und die angebundenen Kompetenznetzwerke in den Bereichen Informationstechnologie, Energie, Mobilität und Kreativwirtschaft verfügen bereits über gut eingespielte Kontakte zu den Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Karlsruhe und der Region“, ist für den Direktor der Wirtschaftsförderung Michael Kaiser das Technologietransfermanagement eine Stärkung des Dienstleistungsangebots, um den Wettbewerbsvorsprung des Wirtschaftsstandorts zu sichern. Für die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Brigitte Dorwarth-Walter ist es zudem eine sinnvolle Ergänzung für das bisherige Dienstleistungsangebot der Kammer und ihrer knapp 19.000 Mitgliedsbetriebe.


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