Aktuelles zum Thema Energie

Fördermittel - Aktionen - Projekte


2. BRENNPUNKT von fokus.energie zum Thema Wasserstoff

11. Oktober 2021 - 14:00 Uhr - online

Über 110 internationale Teilnehmer folgten der ersten Online-Veranstaltung zum Thema „Wasserstoff, Baustein der Energiewende“ (zum Bericht). Ob wissenschaftliche, technologische, wirtschaftliche, ökologische oder gesellschaftliche Gesichtspunkte: „Wichtig war, einzelne Teilbereiche zu beleuchten, Praxisbeispiele aufzuzeigen und auch dem Themenbereich Anwendungen einen entsprechenden Raum zu bieten“, so Hilmar F. John, fokus.energie-Geschäftsführer.

In Sachen Roadmap, Produktion, Infrastruktur und Transformation haben sich darüber hinaus zahlreiche weitere Fragestellungen ergeben, die fokus.energie in einem weiteren BRENNPUNKT am Montag, 11. Oktober, zum Thema Wasserstoff beleuchten möchte – in Kooperation mit dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. In kurzen Vorträgen berichten:

Vorläufiges Programm

14:00 Begrüßung und Moderation: Hilmar F. John, Geschäftsführer fokus.energie e.V.

Dr. Jan Stefan Roell, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags, Sprecher der Task Force Wasserstoff: Strategien und Hürden beim Wasserstoff-Markthochlauf

Franca Diechtl, Deutsche Energie-Agentur GmbH, Team Leader International Cooperation:
Deutsch-Französische Kooperation im Bereich Wasserstoff – Status quo und Perspektive

Lukas Haase, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Projektleiter H2Rivers:
HyPerformer H2Rivers - Entwicklung der MRN zur Modellregion Wasserstoff

Markus Wexel, TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Koordinator Energie:
Wege zu einer Wasserstoffstrategie für die TechnologieRegion Karlsruhe

Christian Pieper, DB Energie GmbH, Referent Alternative Antriebstechnologien, Projektleiter Infrastruktur H2goesRail

Dr. Markus Böhm, Siemens Mobility GmbH, Plattform Manager für Wasserstoff-Züge:
Wasserstoff als alternative Antriebsform für Züge

Diskussion und Zusammenfassung

ca. 16:00 Ende der Veranstaltung

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung auf den Seiten von fokus.energie


Kommunale Elektromobilitätskonzepte

80 Prozent Förderung für Kommunen - Frist 17. Mai 2021

Ganz egal, ob Sie die Elektromobilität vorantreiben oder die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge ausbauen möchten – als Kommune brauchen Sie ein umfassendes Konzept. Schaffen sie eine Grundlage für zukunftsorientiertes Handeln. Aktuell wird die Konzepterstellung sogar gefördert. Bei der TRK-vermitteln wir gerne die passenden Partner, die bei Antrags- und der Konzepterstellung unterstützen. Antragsfrist ist der 17.05.2021.


Was sind kommunale Elektromobilitätskonzepte?
Ein kommunales Elektromobilitätskonzept beinhaltet Maßnahmen zur gesamtsystemischen Integration der Elektromobilität in kommunalen bzw. regionalen Initiativen oder Konzepten. Das Elektromobilitätskonzept soll sowohl technisch geeignet als auch wirtschaftlich umsetzbar sein und darüber hinaus einen Nutzen für die Umwelt darstellen. Inhaltliche Themenpunkte sind zum Beispiel:

  • Elektrifizierung von Flotten und Fuhrparks (inklusive Ladeinfrastruktur)
  • Grundlagen zum Aufbau einer kommunalen / regionalen öffentlichen Ladeinfrastruktur
  • Integration von E-Fahrzeuge in intermodale Verkehrs- und Logistikkonzepte und Mobilitätsdienstleistungen


Wie profitiert meine Kommune durch ein kommunales Elektromobilitätskonzept?
Die Erstellung eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist nicht nur ein aktiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Sie stellen dadurch auch die richtigen Weichen, um Ihre Kommune zukunftsfähig zu gestalten. Ein solches Konzept hilft Ihnen, Ihre Investitionen im Bereich Elektromobilität zielgerichteter einzusetzen. Ein konkreter Handlungs- und Aktionsplan dient dabei als Orientierung für das zukünftige Vorgehen. Zudem schafft es Sicherheit bei den Verantwortlichen und Entscheidungsträgern.

Darüber hinaus werden im Rahmen der Bürgerbeteiligung (Informationsveranstaltungen, Events etc.) die spezifischen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger erfasst. Auf diese Weise können allgemein getragene, konkrete und verbindliche Vorstellungen zum Thema Elektromobilität in der Kommune festgelegt werden.

 


Welche Voraussetzungen müssen für ein kommunales Elektromobilitätskonzept erfüllt sein?
Ein kommunales Elektromobilitätskonzept eignet sich sowohl für einzelne Kommunen als auch für interkommunale Zusammenschlüsse oder Landkreise. Prinzipiell können die Themenfelder individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Dabei ist allerdings mindestens einer der zuvor genannten inhaltlichen Themenpunkte zu betrachten. Bei allen Maßnahmen, die im Rahmen des Konzeptes erarbeitet werden, wird zudem die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien vorausgesetzt. Wesentliche Bestandteile des Konzeptes sind die Analyse der lokalen Ausgangssituation, die Identifikation der Bedarfe und die Entwicklung von Maßnahmen für die Umsetzung der identifizierten Bedarfe. 

 

Die Förderquote beträgt bis zu 80 %, wobei die förderfähigen Ausgaben auf max. 100.000 € (netto) begrenzt sind.
Antragsfrist ist der 17. Mai 2021

Ansprechpartner: Markus Wexel, markus.wexel@technologieregion-karlsruhe.de

Weitere Informationen und zum Förderprogramm: PtJ: Elektromobilitätskonzepte


Reallabor-Projekt Smart East gestartet

Innovative Geschäftsmodelle für die smarte Energieversorgung im gemischten Quartier Karlsruhe-Oststadt

In dem Reallabor-Projekt Smart East wird in der Karlsruher Oststadt das gemischte Wohn- und Gewerbegebiet an der Innovations-Achse Haid-und-Neu-Straße in ein energieoptimiertes Quartier transformiert. Hierzu werden die Energiesysteme der direkt aneinander angrenzenden Wohn-, Büro- und Produktionsgebäude digitalisiert und vernetzt.
Der „Smart District“ in der Karlsruher Oststadt umfasst Wohn- und Bürogebäude, Labore, ein Mehrgenerationenhaus und drei Startup-Zentren:

  1. FZI House of Living Labs
  2. Technologiefabrik Karlsruhe
  3. Cyberforum Hightech-Unternehmer-Netzwerk
  4. Mehrgenerationenhaus Hoepfner-Areal
  5. Hoepfner iWerkx Smart Production Park
  6. Hoepfner-Villa

Im Projekt Smart East werden die Potenziale einer erneuerbaren klimaneutralen Energieversorgung in der Praxis evaluiert und wirtschaftlich bewertet. Diese entstehen durch die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität und ein integriertes Energiemanagement. Dabei wird auch untersucht, wie die gesetzlich initiierte Kommunikationsinfrastruktur der „intelligenten Messsysteme“ zu diesem Zweck genutzt werden kann.

Neben der digitalen Vernetzung und Optimierung des Betriebs adressiert Smart East die Entwicklung von Ge-schäftsmodellen zur energetischen Kooperation in Quartieren. Zukunftsträchtige Geschäftsfelder von Energie-quartieren, Energiegemeinschaften oder Stadtwerken sollen so in die Praxis umgesetzt und erprobt werden. Da alle betroffenen Stakeholder im Quartier im Projekt beteiligt sind (Immobilienbetreiber, Eigentümer, Mieter, Energieversorger) besteht im Projekt Smart East die einzigartige Möglichkeit, solche Geschäftsmodelle in der Realität zu erproben. Das Projekt soll auch als Blaupause für andere Quartiere dienen.

Das Projekt wird von einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Mögliche Anwender wie Kommunen, Wohnungswirtschaft, Immobilienentwickler, Gewerbeparkbetreiber oder öffentliche Liegenschaftsbetreiber lernen in Anwenderkreisen schon frühzeitig Projektergebnisse kennen. Sie können ihre Anforderungen und Verbesserungsvorschläge einbringen und bereits erste Erkenntnisse nutzen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der neu geschaffenen Kompetenzstelle „Smarte Quartiere“ der Smart Grids-Plattform BW e.V.

Das Vorhaben Smart East ist als Leuchtturmprojekt Teil der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK). Die TRK soll Modellregion für Energiewende und Klimaschutz und ein Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften bei der Gestaltung von Energiesystemen werden. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzender der Technologieregion Karlsruhe GmbH, Dr. Frank Mentrup, begleitet das Projekt Smart East als Schirmherr. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Verbundpartner:

  • FZI Forschungszentrum Informatik
  • Seven2one Informationssysteme GmbH
  • Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Automation und angewandte Informatik
  • Stadtwerke Karlsruhe GmbH

Assoziierte Partner:

  • Technologiefabrik Karlsruhe GmbH
  • Cyberforum e.V.
  • Badische Energie-Servicegesellschaft mbH
  • Hoepfner Bräu Friedrich Hoepfner Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
  • TechnologieRegion Karlsruhe GmbH
  • Smart Grids-Plattform Baden- Württemberg e.V.
  • fokus.energie e.V.

Kontakt:
Manuel Lösch, FZI Forschungszentrum Informatik: Tel. 0721 9654 564, loesch@fzi.de
Dr. Christoph Schlenzig, Seven2one: Tel. 0721 62714 111, christoph.schlenzig@seven2one.de


Das Machbare vor dem Möglichen

Lösungen für die kommunale Wärmeplanung finden - "R e-Action 1.5"  spricht mit Energieexperte Erwin Kober

Das neu gefasste Klimaschutzgesetz regelt seit Oktober 2020 die kommunale Wärmeplanung in Baden-Württemberg. Durch eine kommunale Wärmeplanung können alle Kommunen in Baden-Württemberg einen Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Jahr 2050 erarbeiten. Stadtkreise und großen Kreisstädte in Baden-Württemberg sind gesetzlich verpflichtet, bis Ende 2023 eine strategische Wärmeplanung zu erarbeiten.

Die kommunale Wärmeplanung soll die aktuelle Situation im Gebäudebestand und der Versorgungsstruktur berücksichtigen. In Kombination mit einer umfassenden Erhebung der vorhandenen Potenziale an erneuerbaren Energien wird dann ein Zielszenario entwickelt. Dieses beschreibt wo in der Kommune welche Wärmeversorgungsstruktur in den nächsten Jahrzehnten weiter ausgebaut wird.

Diese Strategie muss zuerst erarbeitet werden, aber dann auch in die kommunalen Planungsprozesse integriert werden. Wie die beste Herangehensweise ist und auf was Kommunen bei der strategischen Wärmeplanung beachten sollten, dazu hat "R e-Action 1.5"  mit Erwin Kober, Experte bei RBS wave GmBH für die Wärmeplanung in Kommunen gesprochen.

Die verpflichtende Wärmeplanung für größere Kommunen ist noch recht frisch. Bekommen Sie schon Anfragen von Kommunen und wo drückt dort der Schuh?
Erwin Kober: Ja, wir sind bereits in Kontakt mit einzelnen Kommunen. Klar ist, dass die Kommunen, auch die, die gesetzlich noch nicht dazu verpflichtet sind, die Wärmewende voll unterstützen. Doch viele sind verunsichert, wo sie beginnen und welche Maßnahmen sie tatsächlich ergreifen sollen, um den richtigen Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2050 einzuschlagen. Gerade hier sehen wir Beratungsbedarf.


Wie sollen Kommunen am besten starten?
Kober: Die Wärmeplanung soll Grundlagen und konkrete Randbedingungen für die Umsetzung und Steuerung der Wärmewende im Gebiet einer Kommune liefern. Wir raten Kommunen daher bei der Erstellung der Wärmeplanung auf einen hohen Praxisbezug zu achten und die wichtigen Akteure, z.B. den lokalen Versorger, von Anfang an mit ins Boot zu holen. Ganz wichtig ist auch, dass die Kommunen sich zu den eigenen Ressourcen und Zielen, die sie einbringen können und erreichen wollen, Gedanken machen. Der Wärmeplan muss sich immer konkret an den Zielen und Plänen der Kommune orientieren und maximale Umsetzbarkeit bieten.


Was sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren für die kommunale Wärmeplanung?
Kober: Es gibt eine sehr große Palette energie- und wärmeeffizienter Technologien. Für die Erstellung des Wärmeplans ist es wichtig, diese nicht nur in der Theorie zu kennen, sondern auch die Knackpunkte für deren erfolgreiche Umsetzung zu kennen. Neben Chancen und Hemmnissen bei der bautechnischen Umsetzung ist es immer wichtig, sich auch zu Betriebs- bzw. Betreiberkonzepten sowie zur Akzeptanz von konkreten Maßnahmen von vornherein Gedanken zu machen. Denn nicht immer ist das auf dem Papier technisch Mögliche unter den finanziellen und administrativen Randbedingungen umsetzbar. 
 

Praxisbeispiel aus dem TRK-Gebiet:
Für die Stadtwerke Bruchsal plant und unterstützt RBS wave bei der Bauausführung einer multivalenten Erzeugungsanlage mit Holzverbrennung, einer Solarthermie-Freiflächenanlage, KWK und einem großen Pufferspeicher. Je nach Umgebungsbedingungen und Wärmebedarf soll die ökologisch und ökonomisch günstigste Wärmequelle für die Versorgung der Bruchsaler Südstadt genutzt werden. Ziel des Vorhabens, welches durch nationale Fördermittel unterstützt wurde, ist dabei, bis zu 90% der Wärme aus erneuerbaren Energien zu decken. 

 

Klimaschutzgesetz - kurz und bündig:

  • Novellierung Oktober 2020
  • Ziel 2050: klimaneutrale Wärmeversorgung aller Gebäude in Baden-Württemberg
  • Kommunale Wärmeplanung (KSG BW §7c):
    – Informationsgrundlage und Triebfeder für die lokale Wärmewende
    – Strukturiertes und koordiniertes Vorgehen aller Akteure
  • Verpflichtend für große Kreisstädte und Stadtkreise
  • Förderung für kleinere und kommunale Zusammenschlüsse

 

Weitere Infos unter:


Landesregierung beschließt Landesplattform Wasserstoff

Wasserstoffplattform „H2BW“ wird zentraler Partner für Forschungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen in Baden-Württemberg

Stuttgart, Karlsruhe, 27.01.2021. Die Landesregierung hat die Einrichtung der H2BW-Plattform beschlossen. Sie soll die Entwicklung einer klimafreundlichen, zukunftsfähigen Wasserstoffwirtschaft in Baden-Württemberg vorantreiben. Dabei steht die Umsetzung von Maßnahmen der Wasserstoff-Roadmap im Mittelpunkt, aber auch die Planung, Koordinierung und Umsetzung ergänzender Programme und Projekte.

„Die Plattform soll an der Schnittstelle zwischen Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Technologien und neuer Geschäftsmodelle eine zentrale Rolle spielen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller letzten Freitag in Stuttgart. „Die Plattform ist zentrale Anlaufstelle für Forschungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen, sie steuert, vernetzt und unterstützt. Es gilt, das Umsatzpotenzial der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Baden-Württemberg von etwa neun Milliarden Euro rasch zu erschließen.“ 

Mit Investitionen in „grüne“ Technologien wie Wasserstoff gebe es die große Chance, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schnell und nachhaltig zu überwinden, sagte Untersteller weiter.

Um die H2BW-Plattform aufzubauen und zu betreiben, stehen in den vier Jahren bis 2024 rund dreieinhalb Millionen Euro zur Verfügung. Die Plattform wird in Form einer Geschäftsstelle bei der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg e-mobil BW GmbH angesiedelt.

TechnologieRegion Karlsruhe koordiniert Vorgehen
Um die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) in diesem bedeutenden Schlüsselbereich zu positionieren sowie die vorhandenen Strukturen zu stärken und strategisch auszubauen braucht es auch in der TRK ein koordiniertes Vorgehen. Die TRK GmbH ist hierzu mit den Akteuren in Gesprächen. Interessierte sind zur Mitwirkung eingeladen – Kontakt: markus.wexel@technologieregion-karlsruhe.de. Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) hat mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Instituten eine sehr umfangreiche Kompetenz in der Wasserstoffforschung. Darüber hinaus haben zahlreiche Unternehmen aus der Wertschöpfungskette Wasserstoff einen Firmensitz in der TRK.


Umweltministerium und die KEA Klimaschutz-und Energieagentur Baden-Württemberg legen Leitfaden für kommunale Wärmeplanung vor

Dem Wärmesektor kommt beim Klimaschutz eine herausragende Bedeutung zu. Zentrale Akteure dabei sind die Kommunen des Landes. Förderprogramm in Aussicht gestellt

Stuttgart, 11.01.2021. Um den Kommunen bei einer solchen Planung zu helfen, haben Umweltministerium und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg einen Leitfaden zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. In ihm werden der Prozess von der Bestandsanalyse in einer Kommune bis hin zu einer auf mehrere Jahre angelegten Wärmewendestrategie für die jeweilige Kommune genau beschrieben. Umweltminsiter Untersteller: „Diese Strategie ist dann die Grundlage für eine systematische klimaneutrale Stadtentwicklung mit dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands.“

„Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen die Wärmewende vor Ort strategisch zu koordinieren“, appelliert der Umweltminister an die Kommunen in Baden-Württemberg. Der neue „Leitfaden kommunale Wärmeplanung“ diene dabei als Orientierung und Hilfestellung.

Außerdem kündigte der Umweltminister ein Förderprogramm an, um kleinere Kommunen bei ihrer Wärmeplanung finanziell zu unterstützen. Für die Stadtkreise und großen Kreisstädte, die gesetzlich zu einer Wärmeplanung bis Ende 2023 verpflichtet sind, wird ein finanzieller Ausgleich geschaffen. In den 12 Regionen des Landes sollen überdies „Beratungsstellen kommunale Wärmeplanung“ als Ansprechpartner für die Kommunen entstehen.

Zum Herunterladen und bestellen: Handlungsleitfaden Kommunale Wärmeplanung


Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ wird fortgeführt

Der Ministerrat der baden-württembergischen Landesregierung hat dies noch kurz vor dem Jahreswechsel beschlossen

Vorbehaltlich der Zustimmung des Finanzausschusses im Landtag könne das Umweltministerium für die Jahre 2021 und 2022 weitere zehn Millionen Euro einplanen. Das Geld stamme aus dem Maßnahmenpaket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ des zweiten Nachtragshaushalts 2020/21. Die Neuauflage des Förderprogramms soll am 1. März 2021 starten und spätestens am 31. Dezember 2022 enden.

Mit dem Förderprogramm wird auch die Mobilitätswende angeregt
„Mit der Neuauflage des Förderprogramms werden erhebliche Investitionen von rund 100 Millionen Euro ausgelöst“, betonte Minister Untersteller. Neben baden-württembergischen Verbraucherinnen und Verbrauchern werden auch Unternehmen aus verschiedenen Branchen (Photovoltaik, Speicher, Elektrotechnik, Energieberater) und heimische Gewerke (Elektroinstallateure, Dachdecker, Gerüstbauer usw.) profitieren. Insgesamt erwartet die Landesregierung ein Investitionsvolumen von 100 Mio. €, das von der Förderung ausgelöst wird.

Das Förderprogramm fördere Batteriespeicher ausschließlich in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, die neu errichtet werden. Zudem sei ein Bonus für diejenigen vorgesehen, die zusätzlich Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge einbauen. Umweltminister Untersteller sieht darin auch eine Unterstützung der Mobilitätswende und des Ressourcenverbrauchs, da durch den Batteriespeicher der erneuerbare Strom zwischengespeichert und zeitlich versetzt genutzt werden könne. Untersteller sagte: „Das ist sehr wichtig, um erneuerbare Ressourcen künftig effizienter einsetzen zu können.“

Ergänzende Informationen
Das Umweltministerium hat mit dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ zwischen März 2018 und Juli 2019 bereits Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaik-Anlage gefördert. Gewährt wurde ein Investitionszuschuss sowie ein Bonus für die Errichtung eines netzdienlichen, lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkts.

Derzeit wird die Verwaltungsgrundlagenvorschrift für das Förderprogramm noch erarbeitet. Weitere Informationen auch zur Antragsstellung finden Sie von Ende Februar 2021 an hier.

um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/informieren-beraten-foerdern/foerdermoeglichkeiten/pv-speicher/.


Energiebeirat der TRK verabschiedet neuen Markenauftritt der TRK Energiestrategie

Universität Landau stellt wissenschaftliche Arbeit im Energie- und Klimabereich vor

Zum Jahresabschluss trafen sich die Mitglieder des Energiebeirats der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) am vergangenen Freitag und stellten wichtige Weichen für die weitere Ausrichtung der TRK Energiestrategie. Damit die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe wirksamer werden kann hatten zahlreiche Vertreter aus dem TRK Energiebeirat über das Jahr hinweg Ziele, Zielgruppen und Botschaften geschärft und damit die Energiestrategie konkreter positioniert. Als sichtbares Zeichen dieser Neupositionierung wurden auf der Beiratssitzung Logo und Claim der Energiestrategie vorgestellt. Öffentlich bekannt gemacht wird der neue Markenauftritt Anfang kommenden Jahres zusammen mit der Broschüre zur TRK Energiestrategie.

Der thematische Schwerpunkt des Treffens, das leider nicht bei Weihnachtsgebäck und stimmungsvollem Ambiente, sondern nur virtuell als Videokonferenz stattfinden konnte, lag bei den Aktivitäten der Universität Landau – Koblenz. Prof. Dr. Frör, Leiter des Instituts für Umweltwissenschaften in Landau und Dr. Jergentz informierten über ihre zahlreichen Projekte im Bereich Klimaschutz und Energie. Die Präsentation stieß auf großes Interesse, da sich viele Ansatzpunkte für eine künftige Zusammenarbeit in der TRK über Rhein und Lauter hinweg ergaben.

Dass eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Südpfalz und dem baden-württembergischen Teil der TechnologieRegion ernstgemeint ist, unterstrich der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch in seinem Grußwort. Landau ist in diesem Jahr Gesellschafter der TRK GmbH geworden, nun gilt es auch die inhaltliche Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustauch zu intensivieren.


Erneuerbare Energien in BW 2019

Es geht voran aber viele Potenziale bleiben ungenutzt - Das Umweltministerium über die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor in Baden-Württemberg

Stuttgart, 13.11.2020. Im vergangenen Jahr ist der Endenergieverbrauch in Baden-Württemberg im Vergleich zu 2018 um 1,3 Prozent von 289 auf 292 Terrawattstunden (TWh) angestiegen, wobei der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch mit 5,1 Prozent einen deutlich höheren Zuwachs verzeichnet.

Insbesondere die Bruttostromerzeugung aus Erneuerbaren wies im Jahr 2019 einen deutlichen Anstieg um 7,2 Prozent (18,2 TWh) auf. Spitzenreiter war dabei die Photovoltaik, die im letzten Jahr mit 5,6 TWh den meisten Strom zur Verfügung stellte.

Insgesamt ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung im Jahr 2019 auf 31,5 Prozent angestiegen. Grund für dieses gute Ergebnis (im Jahr 2018 lag der Anteil bei 27,2 Prozent) ist jedoch nicht allein eine höhere Stromerzeugung aus regenerativen Energien, sondern auch die deutlich geringere Erzeugung von Strom in Steinkohlekraftwerken und die damit verbundene insgesamt rückläufige Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg im Jahr 2019 (-7,4 Prozent).

Im Bereich der Wärmeerzeugung wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr leicht an (von 15,7 Prozent auf 15,9 Prozent). Dabei leisten feste biogene Brennstoffe weiterhin den größten Beitrag (über 70 Prozent).

Im Verkehrssektor fiel der Anteil der erneuerbaren Energien geringfügig auf 4,6 Prozent.

„Für eine CO2-freie Energieversorgung müssen wir uns beim Ausbau der erneuerbaren Energien noch stärker anstrengen und dafür sorgen, dass die Energiewende auch im Wärme- und Verkehrssektor ankommt.“ Umweltminister Franz Untersteller 

Im Jahr 2019 wurden rund 17,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch die Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg vermieden.

Wie in der Vergangenheit hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) den Bericht im Auftrag des Umweltministeriums erstellt.

PM Umweltministerium Baden-Württemberg

Erneuerbare Energienin Baden-Württemberg 2019


EnBW strebt Klimaneutralität bis 2035 an

Drittgrößtes Energieversorgungsunternehmen in Deutschland mit Sitz in Karlsruhe wird Vorreiter

  • Halbierung der CO2-Emissionen bis 2030
  • Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2035, Prüfung von Fuel-Switch-Optionen
  • Umfassendes Maßnahmenpaket zur ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit

Karlsruhe. Der Vorstand der EnBW wird die Entwicklung des Unternehmens im Zuge der aktuellen Strategie „EnBW 2025“, aber auch darüber hinaus, konsequent an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichten. „Wir werden jede Entscheidung und jede Investition daran messen und dadurch unser zukünftiges Wachstum fest mit Nachhaltigkeit verbinden“, betont EnBW-Chef Frank Mastiaux. Im Vordergrund des 25 Maßnahmen starken Programms, das entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales ausgerichtet ist, steht das anspruchsvolle Ziel, bis 2035 die CO2-Emissionen des Unternehmens auf Netto-Null zu senken, in Teilbereichen sogar deutlich früher. Dabei hält sich die EnBW an die Vorgaben und Zielwerte des Pariser Klimaabkommens.

Ökologische Dimension: Anspruchsvolle Klimaschutzziele und ein klarer Weg zum Ausstieg aus der Kohleverstromung

Angesichts der weltweiten intensiven Diskussionen um die dringende Notwendigkeit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist die Klimaneutralität – so wie sie derzeit auch weit oben auf der Agenda der Bundesregierung und der Europäischen Kommission steht und vom Kapitalmarkt zunehmend eingefordert wird – das Top-Thema des Maßnahmenpakets. Mit dem Anspruch, bis spätestens 2035 als Gesamtunternehmen vollständig klimaneutral zu werden, hat sich die EnBW ein auch im Branchenvergleich ehrgeiziges Ziel gesetzt. Erste Konzerngesellschaften, etwa die Energiedienst Gruppe, sind bereits klimaneutral. Anfang 2021 folgt mit der Netze BW einer der ersten klimaneutralen Verteilnetzbetreiber in Deutschland. Bis 2030 will die EnBW ihre CO2-Emissionen halbieren. Finanzvorstand Thomas Kusterer: „Ein ehrgeiziges Ziel ist das eine, ein transparenter und jederzeit überprüfbarer Weg zum Ziel das andere. Gerade dies hat für uns im ständigen Dialog mit Gesellschaft und Politik einen hohen Stellenwert. Es gilt insbesondere aber auch mit Blick auf den Kapitalmarkt, der hier eine klare Linie verlangt. Deshalb setzen wir uns schon seit Jahren in internationalen Gremien für weltweit geltende Standards im Bereich der nachhaltigen Kapitalbeschaffung und Finanzierung ein, die wir bei der Begebung mehrerer grüner Anleihen angewendet haben.“

Das Ziel der Klimaneutralität erfordert den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung, der in Deutschland durch das Kohleausstiegsgesetz bis 2038 erreicht werden soll. Derzeit beträgt die kohlebasierte Erzeugungskapazität der EnBW 4,6 GW. Technikvorstand Hans-Josef Zimmer: „Wir haben uns bereits vor dem Kohleausstieggesetz freiwillig von 40 Prozent besonders CO2-intensiver Erzeugung getrennt, aus ökologischen wie wirtschaftlichen Gründen. Bis 2030 werden wir weitere 2.500 Megawatt aus dem Betrieb nehmen und dann bis 2035 den kompletten Ausstieg vollziehen.“ Parallel wird das Unternehmen die Möglichkeiten eines Fuel Switch prüfen, das heißt die Umstellung von Kohle auf zunächst klimafreundlichere Gase und im zweiten Schritt dann auf CO2-freie grüne Gase bzw. Wasserstoff. 

Weitere Informationen 


Weiterführende Informationen zum Nachhaltigkeitsprogramm der EnBW finden Sie hier online.
 


Bauleitfaden für den kommunalen Klimaschutz veröffentlicht

Leitfaden und Praxisbeispiele werden bei Online-Veranstaltung von Experten vorgestellt

Karlsruhe/Ettlingen. „Mit vielen wertvollen Impulsen und einem wörtlich genommen greifbaren Ergebnis, nämlich unserem Leitfaden, können wir nun unser gemeinsames Engagement für mehr Klimaschutz fortsetzen“, resümierte Verbandsdirektor Gerd Hager gestern (12.10.) bei einer Online-Veranstaltung. Unter dem Titel „Klimagerecht unterwegs – Stadt-, Wärme-, und Mobilitätsplanung vor dem Hintergrund des neuen Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg“ hatte der Regionalverband Mittlerer Oberrhein gemeinsam mit den drei Energieagenturen der Region nach Ettlingen eingeladen.

Dort präsentierten die Veranstalter ihren neuen Leitfaden mit dem Titel „Klimagerechte Bauleitplanung für die Region Mittlerer Oberrhein“ unter anderem anhand von Praxisbeispielen aus Graben-Neudorf und Bruchsal. „Da wir beim Bauen langfristig die Weichen für den Energieverbrauch stellen, gehört dieser Sektor zu den wirksamsten Hebeln der lokalen Klimapolitik“, unterstrich Hager. Vor diesem Hintergrund beleuchteten die Veranstalter die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten des klimagerechten Planens, um Kommunen auf ihrem Weg zu einer möglichst energieeffizienten Quartiers- und Siedlungsplanung zu unterstützen.

Praxisbeispiele weisen den Weg
Ergänzend dazu zeigten Prof. Dr. Christoph Hupfer von der Hochschule Karlsruhe unter den Stichworten „Klimamobilitätspläne“ und Markus Wexel von der TechnologieRegion Karlsruhe „Neue Mobilität im Quartier“ Beispiele aus dem Mobilitätsbereich auf. Die Entwicklung nachhaltiger Quartiere macht die Integration der vielfältigen und unterschiedlichen Fachkompetenzen erforderlich. „Die intelligente Vernetzung der regenerativen Energieerzeugung, Speichertechnologien, nachhaltige Mobilitätslösungen und städtebauliche Antworten auf die Verknüpfung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit, gepaart mit modernen Dienstleistungen erzeugt eine enorme Komplexität, die eine intensive Zusammenarbeit erforderlich macht,“ betont Wexel. Die TechnologieRegion Karlsuhe GmbH bereite daher gerade die Gründung des Arbeitsnetzwerks „Neue Chancen der Quartiersentwicklung“ vor. Auch das Landesnetzwerk der SmartGrids-Platform BW sei hier eingebunden.
Via Live-Stream verfolgten rund 100 Zuschauer das Programm aus der Buhlschen Mühle in Ettlingen.

Leitfaden und Präsentationen zum Download
Angesprochen waren die Planungsämter der Kommunen in der Region, aber auch Bauträger und Architekten. Wer sich im Nachgang zur Veranstaltung nochmals die gezeigten Präsentation anschauen möchte, findet diese unter https://reabw.de. Den Leitfaden können sich alle Interessierten hier oder auf der Seite www.region-karlsruhe.de des Regionalverbandes gebührenfrei herunterladen.

Das Programm in Ettlingen setzte die Reihe von Veranstaltungen fort, in der der Regionalverband und die Energieagenturen aus der Region seit dem Jahr 2017unter dem Stichwort „CO2-frei planen“ regelmäßig den Dialog mit den Kommunen suchen und Impulse für die kommunale Bauleitplanung geben. „Der Leitfaden bietet gewissermaßen die Essenz aus den Fachbeiträgen und Diskussionsergebnissen unserer Dialogveranstaltungen“ wirbt Hager. Die Online-Veranstaltung wurde gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung. Veranstalter waren die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, die Energieagentur Mittelbaden, die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein in Kooperation mit dem Verband der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen Baden-Württemberg.
 


Heiße Quellen für cooles Klima

Geothermie hat großes Potenzial für die Dekarbonisierung des Wärmesektors

Wenn es um Klimaschutz und nachhaltige, CO2-freie Energieversorgung geht, schauen viele Menschen auf die Stromerzeugung. Entscheidend für das Gelingen der Energiewende in Deutschland wird aber der Bereich Wärme sein! 
Die Industrie verbraucht zwei von drei Kilowattstunden für die Prozesswärme, die Privathaushalte verbrauchen 70 Prozent der Energie für Raumwärme (Energiebericht kompakt BW, 2019). 
Wenn bis zum Jahr 2050 die Treibhausgas-Emissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Wert von 1990 gesenkt werden sollen, muss auch die Geothermie eine wesentliche Rolle spielen! 
Die TechnologieRegion Karlsruhe könnte dank ihrer Lage im Oberrheingraben ein unerschöpfliches Reservoir geothermischer Quellen anzapfen. Beim Blick auf die Landkarte stellt man allerdings fest, dass Erdwärme bisher nur vereinzelt genutzt wird. In Bruchsal steht eine der wenigen Geothermie-Anlagen der Region.
Zu dieser Anlage haben wir Armin Baumgärtner befragt, den Geschäftsführer der Stadtwerke Bruchsal.

Wie kam es zu dem Bruchsaler Erdwärme-Projekt?
Baumgärtner: Die Geschichte der Geothermie in Bruchsal begann in den 1970er-Jahren während der Ölkrise. 1983 bohrte man dann gezielt nach Thermalquellen, um sie geothermisch zu nutzen. 
Ursprünglich standen hinter dem Projekt die Europäische Union, der Bund, das Land Baden-Württemberg sowie die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH. Die Investitionskosten beliefen sich auf 8,1 Millionen Euro. Damit wurden zunächst die Bohrungen finanziert. Wegen geringer finanzieller Erfolgsaussichten wurde das Vorhaben 1987 aber vorerst beendet.
Nachdem das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Kraft getreten war, nahm das Geothermieprojekt 2001 wieder Fahrt auf: Zirkulationsversuche mit einer starken Tauchkreiselpumpe stellten eine Erzeugung von jährlich 4.400 Megawattstunden Strom und damit eine Versorgung von rund 1.200 Haushalten in Aussicht. 
Mit dem Einstieg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG konnten im Jahr 2005 die Arbeiten zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks wieder aufgenommen werden. Das Kraftwerk wurde dann im Dezember 2009 eingeweiht. 
Seit Dezember 2019 versorgt die Geothermieanlage unter anderem auch die Bereitschaftspolizei Bruchsal über eine 400 Meter lange Nahwärmeleitung. 

Wo lagen die Vorteile für eine Kooperation mit der EnBW?
Baumgärtner: Die EnBW AG kann mit ihren finanziellen Möglichkeiten – sie hat ebenfalls noch einmal knapp 10 Millionen Euro in die Anlage investiert – und ihren Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Betrieb einen wichtigen Beitrag zu diesem Projekt leisten. 
Die Stadtwerke Bruchsal verfügen über das Know-how bei der Vor-Ort-Betreuung und bei der Gestaltung des Energiemix direkt am Kunden.

Man sagt: „Die Sonne schickt keine Rechnung“ – die Erde auch nicht?
Baumgärtner: Wir müssen natürlich bei Solaranlagen wie bei geothermischen Anlagen die Kosten für Investition, Wartung und Unterhaltung berücksichtigen. Unterm Strich muss das Ziel aber sein, eine regenerative Energieversorgung für die nachfolgenden Generationen zu etablieren. Denn fossile Primärbrennstoffe sind endlich und wir leisten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung.

Welche Schwierigkeiten gab es bei der Nutzung der Erdwärme?
Baumgärtner: Die hohen Gas- und Mineralgehalte des Tiefengrundwassers waren eine große Herausforderung. Sie können Korrosion und Ablagerungen an der Anlage verursachen. Heute steuern wir dem entgegen mit einem Druck von 22 bar im obertägigen Thermalwasserkreislauf. 
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit Universitäten wie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Universität Göttingen sowie Partnern aus der Industrie unterstützen die Optimierung der Anlage. 

Das Gespräch führte Markus Wexel.

Infos zum Geothermiekraftwerk Bruchsal

Inbetriebnahme:  2009
Gewonnene Energiemenge:  Strom 3.100 MWh, Wärme 2.800 MWh
Bohrtiefe: 2.540 m (Bohrung 1), 1.930 m (Bohrung 2)
Geförderte Wassermenge: 

24 l/s

Temperatur: 124 Grad Celsius
Nutzungsart:  Hydrothermal, Dubliette
Anlagentyp:    Kalina
Elektr. Leistung: 0,55 MW
Thermische Leistung:5,5 MW

Kontakt:
Armin Baumgärtner
Stadtwerke Bruchsal GmbH
Geschäftsführung
Schnabel-Henning-Str. 1a
76646 Bruchsal


Neues Förderprogramm für die energetische Gebäudesanierung

Das Umweltministerium und die L-Bank setzen mit dem Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ einen Anreiz für besonders effiziente energetische Sanierungen im Gebäudebestand. Das Förderprogramm startet am 1. September und hat eine Laufzeit bis Ende 2021.

In Zusammenarbeit mit der L-Bank hat das baden-württembergische Umweltministerium ein neues Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ aufgelegt. Mit den Mitteln des Landes wird die bestehende KfW-Förderung des Bundes für Sanierungen auf ambitionierte Effizienzstandards (KfW 55 und 70) aufgestockt. Damit ist für die Sanierung auf den KfW-Effizienzhausstandard 55 ein Tilgungszuschuss von bis zu 42,5 Prozent möglich. Das Förderprogramm startet am 1. September und hat eine Laufzeit bis Ende 2021. Es wird über die L-Bank abgewickelt.

Umweltminister Franz Untersteller sieht das neue Förderprogramm als Motivation für eine hochwertige Gebäudesanierung: „Unser Ziel ist es, im Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand im Land zu haben. Dafür müssen die Immobilien, die jetzt saniert werden, einen hohen Effizienzstandard erreichen. Damit das gelingt, müssen energetische Sanierungen attraktiv sein“, so der Minister. „Unser Förderprogramm soll Eigentümerinnen und Eigentümern einen Anreiz geben, ihre Häuser energetisch auf anspruchsvolle Niveaus zu bringen. Dafür stellen wir Mittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.“

Besseres Klima durch mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand
„Der Klimaschutz ist eine der zentralen Herausforderungen, nach denen wir unser Handeln ausrichten sollten“, ergänzte die Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, Edith Weymayr. „Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz können dabei einen wesentlichen Beitrag leisten. Hierzu besitzt insbesondere die Sanierung von Wohnimmobilien ein großes Potenzial. Mit dem Programm ‚Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren‘ möchten wir mit passenden Finanzierungsangeboten die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg dabei unterstützen, besonders effiziente energetische Sanierungsvorhaben anzugehen und unser Land Stück für Stück voranzubringen. Dabei setzen wir auf unser bewährtes Konzept, Bundes- und Landesförderung in einem transparenten und wirkungsvollen Förderprodukt zu bündeln.“

Umweltministerium: Förderprogramm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“

L-Bank: „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“

(Darüber hinaus stehen für die Beantragung und weitere Fragen auch die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der jeweiligen Hausbanken zur Verfügung.)
(Quelle: Baden-Württemberg.de)

 

 


Schwimmende PV-Anlage der Erdgas Südwest auf einem Baggersee in Leimersheim

Die Erdgas Südwest GmbH hat den Startschuss für den Bau ihres neuesten und bislang größten schwimmenden Photovoltaik-Projekts gegeben. In den nächsten Wochen entstehen auf einem Baggersee in Leimersheim (Rheinland-Pfalz) mit ca. 14.000 Quadratmetern und insgesamt etwa 1,5 MWpeak zwei schwimmende Photovoltaik-Anlagen. Noch in diesem Jahr soll eine der Anlagen in Betrieb genommen und der Strom für die Versorgung des dort schon in der fünften Generation betriebenen Kieswerks Pfadt GmbH Kieswerk - Baustoffe von Martin, Volker und Maximilian Pfadt genutzt werden.

Ein Jahr nach der Einweihung der ersten schwimmenden PV-Anlage folgt nun also das nächste Projekt. „Wir freuen uns, dass die Anlagen nach langer Planung und Vorbereitung jetzt in die Umsetzung kommen“, sagt Projektleiter Peer Köster, der das Projekt seitens Erdgas Südwest gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Gimmy betreut. In diesem Jahr mussten viele Herausforderungen gemeistert werden, denn das Projekt unterscheidet sich in vielem von dem Pilot in Renchen.

Erneuerbarer Strom für die Region
Insgesamt werden auf dem Baggersee in Leimersheim 3.744 Solar-Panele auf 6.500 Schwimmkörpern auf den See gebracht und mit einer Grundverankerung fixiert. Der See hat eine Fläche von 160.000 Quadratmeter, die Anlagen bedecken davon nur rund 8 Prozent. Ab Inbetriebnahme im Spätherbst 2020 werden zunächst 739,44 kWp an Leistung genutzt und etwa 780.000 kWh Strom erzeugt. Dieser wird zu etwa 40 Prozent zur Versorgung des Kieswerks Pfadt genutzt, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Politische Hürden erfordern schrittweise Inbetriebnahme
„Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen müssen wir die PV-Anlagen einzeln betrachten, um eine Zusammenlegung der Anlagen im Sinne des EEG zu vermeiden. Deswegen müssen wir die Inbetriebnahme zweiteilen“, erklärt Melanie Gimmy. „Aus unserer Sicht besteht hier dringender Handlungsbedarf seitens der Politik, denn es zählt jeder Tag, der mit Erneuerbarer Energie bestritten wird“, sagt sie. So schaltet Erdgas Südwest erst Ende 2021 die zweite Anlage mit derselben Leistung und demselben Erzeugungspotenzial hinzu. (Quelle: Erdgas Süwest GmbH)

 

 


Energiegeladener Auftakt mit 1. Energiekongress zur TRK-Energiestrategie

Zum Auftakt des ersten Energiekongresses in der TechnologieRegion Karlsuhe (TRK) gab Oberbürgermeister Dr. Mentrup das ambitionierte Ziel der Veranstaltung vor: „Wir wollen unsere Region zu einer „Smart Energy Region“ umbauen.“ Wie das gelingen kann und welche Chancen und Mitwirkungsmöglichkeiten sich hierbei bieten wurde in dem über fünfstündigen Kongress an vielen Praxisbeispielen diskutiert und vorgestellt. Die meisten der rund vierhundert Teilnehmer hatten sich online zugeschaltet, konnten aber dank einer perfekten Übertragungstechnik fast genauso mitten im Geschehen sein, wie die etwa 50 Teilnehmer in der nach perfekten Hygienestandards hergerichteten Gartenhalle der Karlsruher Messegesellschaft.

Der 1. Energiekongress bildete den Auftakt dazu die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe in die Breite zu tragen. Als Hauptorganisatoren hatten das Energienetzwerk fokus.energie e.V, die PINK Event Service GmbH und die Karlsruhe Messe- und Kongress GmbH zusammen mit der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und Handwerkskammer Karlsruhe sowie vielen weiteren Partnern und Unterstützern die Vision und die vielfältigen Maßnahmen der TRK-Energiestrategie vorgestellt. Unter dem Motto: „Energiegeladen – Einladung zum Mitmachen“ begrüßte der Initiator Dr. Hans Hubschneider die Gäste in der Gartenhalle und rief dazu auf sich persönlich bei der Energiewende einzubringen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: „Jeder soll heute wenigstens fünf konkrete Anregungen mitnehmen, die er persönlich umsetzen kann“, betonte der Gründer und Vorstandsvorsitzende von fokus.energie.

Eine Botschaft die auch der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Mentrup gerne aufnahm und für die Energiestrategie warb: „Die Energiestrategie bietet vielfältige Möglichkeiten zum Mitmachen, es liegt in der Verantwortung aller, sich hier mit Projekten einzubringen.“ Einen Vergleich zur Pandemie zog Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, denn diese habe gezeigt, dass wir die Krise auch als Chance begreifen können. „In der Corona-Krise ist es gelungen, wissenschaftliche Fakten als Entscheidungsgrundlage heranzuziehen und dem Menschen nachvollziehbar zu vermitteln. Daher glaube ich, dass es gelingen kann und die allermeisten bereit sind ihr Denken und besonders ihr Handeln zu ändern", so Ehlgötz.

In fünf Diskussionspanels zu den Themenfeldern

  • (E-)Mobilität und Ladeinfrastruktur,
  • Energiewende in Unternehmen und Handwerk,
  • Nachhaltiges Gebäude,
  • Photovoltaik sowie
  • Stadt und Quartier

wurden in Kurzvorträgen und Expertendiskussionen über bereits laufende Projekte informiert, aber auch zahlreiche Anregungen geben, wie sich jeder Einzelne als Privatperson oder als UnternehmerIn dafür einsetzen kann, an der Vision der Energiestrategie mitzuwirken. IHK-Energieexperte Ilja Lifschiz: „Die Energiestrategie bietet ideale Möglichkeiten die verschiedenen bestehenden Projekte bekannt zu machen und neue Mitwirkende zu gewinnen. Er betonte dabei auch, dass nur durch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit die notwendigen großen Fortschritte erzielt werden können. „Ich wünsche mir von der Energiestrategie einen richtigen Schub“.

Prof. Eberhard Jochem, Senior Advisor am Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien sieht insbesondere bei Maßnahmen die die Jugend ansprechen eine lohnende Investition. Bei den EnergyScout-Projekten der IHK würden die jungen Auszubildenden in den Unternehmen für ein Leben lang für das Thema Energieeffizienz geprägt. Auch warb Jochem für eine andere Sichtweise der Unternehmen bei Investitionen in energieeffizientere Anlagen: „In Unternehmen muss anstelle einer Risikobewertung eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über die Laufzeit erfolgen, die Rentabilitäten sind enorm!“ Klaus Teizer, Leiter des Bereichs Technik und Innovation der Vollack Gruppe betonte, dass es bewiesen sei, dass die Energiewende möglich sei: „Die Techniken haben wir, wir müssen nur machen.“

Ein zentraler Baustein der Energiewende ist der Energieverbrauch in unseren Wohnungen und Häusern. Daher kommt dem Umbau vorhandener Wohnquartiere und dem Neubau eine besondere Bedeutung zu. Jörg Schmidt, Technischer Leiter der evohaus IRQ GmbH stellte das Leuchtturmprojekt „Neue Mitte“ der TRK-Energiestrategie in Graben-Neudorf vor. „Wir bauen hier ein smartes Quartier mit einer kooperativenCO2-freien Energieversorgung -auch über Quartiersgrenzen hinweg. Die Energieversorgung erfolgt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Heizen, Warmwasser, uns Strom werden ganzheitlich betrachtet. Elektromobilität wird eingebunden.“ „Quartiere sind Impulsgeber für die lokale Energiewende“, betonte Tobias Kemmler; Manager Quartierentwicklung bei der EnBW AG. Aber die Produkte müssten einfach, verständlich und erlebbar vermittelt werden ergänzte Dietmar Miller von der Smart Grids Plattform Baden-Württemberg und Koordinator der Kompetenzstelle des Landes.

Michael Rausch, Geschäftsführer von fokus.energie e.V. und Cheforganisator zeigte sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: „Die Veranstaltung zeigt ganz klar, dass das Thema Energie insgesamt brennt. Die Energiefrage ist allgegenwärtig; in jedem unserer Lebensbereiche. Höchste Zeit, dass wir mit unserer Auftaktveranstaltung in der TechnologieRegion Karlsruhe gestartet sind. Und das macht mich sehr zufrieden.“

Die Vision der Energiestrategie „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ und weitere Informationen finden Sie hier: „Die TechnologieRegion Karlsruhe hat 2050 die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimakonferenz 2015 erreicht, ist Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energiesystemen und bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt.“  Informationen zum Energiekongress erhalten Sie auf den Seiten von fokus.energie

 

 


Spatenstich für Großbauprojekt "Neue Mitte" in Graben-Neudorf

Innovativ, nachhaltig, autofrei, architektonisch hochwertig, ein Quartier der kurzen Wege mit einer grünen Lunge. Dazu CO2-frei und vor allem auch bezahlbar für Bezieher mittlerer und kleinerer Einkommen. So kann das Modell für den Lebens – und Wirtschaftsraum von morgen aussehen. Ein solches Leuchtturmprojekt für smarte Quartiere entsteht jetzt in Graben-Neudorf.

Die Ausrichtung des Quartiers macht deutlich, dass es die Region mit ihrer neuen Energiestrategie „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ ernst meint. Mit beispielgebenden Projekten wie z.B. smarte Quartiere wollen wir darstellen wie mit Hilfe von neuesten Energietechnologien und innovativen Konzepte praxistauglich die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes erreicht werden können. Für die Konzeption und Umsetzung ist die evohaus GmbH und das Büro Hanen Architekten, beide aus Karlsruhe, verantwortlich. Sie sind die Spezialisten für CO2-freie und bezahlbare Wohnquartiere.

Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ist stolz, bei diesem herausragenden Quartierskonzept als Projektpartner mitwirken zu können. Mit dem intelligenten vernetzten Energiekonzept setzen wir hier neue Standards, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz zur Grundlage für vorausschauenden innovativen Städtebau machen. Dieses Leuchtturmprojekt der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) ist ein wichtiger Beitrag, die Klimaziele der TRK zu erreichen und ihre anwendungsorientieren Kompetenzen in den Themen Energie, Digitalisierung und Mobilität weit über die Region hinaus aufzuzeigen.“

Weitere Infos:

 


Unternehmensappell für Krisenbewältigung und Zukunftsfähigkeit

Mit einem Klima-Konjunkturprogramm unsere Wirtschaft krisenfester machen.

Auf dem Erreichten aufbauen und die Ausgestaltung und Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen konsequent weiterzuführen – mit diesem Klimaschutz-Appell wandte sich anlässlich des Pertersberger Klimadialogs eine in der Stiftung „Stiftung 2 Grad“ vereinte Allianz von 68 Unternehmen, darunter einer der TRK GmbH Gesellschafter, die EnBW, an die Bundesregierung.

68 deutsche Unternehmen für ambitionierte Klimapolitik

Die Unternehmen – darunter viele Größen der deutschen Wirtschaft – setzen sich für eine ambitionierte Klimapolitik ein und drängen auf die ambitionierte Ausgestaltung eines „Green Deal“ sowie auf die Vorlage ambitionierter Klimaziele aller Staaten in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaschutzvertrag.

Mastiaux: „Beim CO2-Preis darf es kein Zurück geben“
„Eine wirksame CO2-Bepreisung ist wie ein Klimakompass, um Geschäftsmodelle nachhaltig aufzustellen“, so EnBW-Chef Frank Mastiaux. „Beim CO2-Preis darf es daher kein Zurück geben. Vielmehr muss eine sinnvolle Verzahnung mit einem Konjunkturprogramm für Klimaschutz und Nachhaltigkeit geschaffen werden.”

Unternehmen brauchen auch nach Corona-Krise Sicherheit
„Die Unternehmen brauchen auch nach der Corona-Krise Planungs- und Investitionssicherheit, denn sie haben damit begonnen, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich auszurichten“, sagte Stiftungsvorständin Sabine Nallinger. Diese Investitionen in sichere Arbeitsplätze, heimische Wertschöpfung, Ressourcen- und Gesundheitsschutz gelte es zu schützen.

Die enormen Anstrengungen von Staat und Gesellschaft im Zuge der Corona-Pandemie zeige, „was wir gemeinsam zur Bekämpfung einer globalen Bedrohung bewegen können“, ergänzte Stiftungspräsident Michael Otto.

Über die Stiftung 2 Grad
Die Stiftung 2 Grad ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, DEUTSCHE ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Deutsche Wohnen SE, EnBW, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, GLS Gemeinschaftsbank eG, GOLDBECK GmbH, Interseroh/ALBA, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Salzgitter AG, Schüco International KG, Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben, thyssenkrupp AG sowie Union Investment.