Aktuelles zum Thema Energie

Fördermittel - Aktionen - Projekte

Energiegeladener Auftakt mit 1. Energiekongress zur TRK-Energiestrategie

Zum Auftakt des ersten Energiekongresses in der TechnologieRegion Karlsuhe (TRK) gab Oberbürgermeister Dr. Mentrup das ambitionierte Ziel der Veranstaltung vor: „Wir wollen unsere Region zu einer „Smart Energy Region“ umbauen.“ Wie das gelingen kann und welche Chancen und Mitwirkungsmöglichkeiten sich hierbei bieten wurde in dem über fünfstündigen Kongress an vielen Praxisbeispielen diskutiert und vorgestellt. Die meisten der rund vierhundert Teilnehmer hatten sich online zugeschaltet, konnten aber dank einer perfekten Übertragungstechnik fast genauso mitten im Geschehen sein, wie die etwa 50 Teilnehmer in der nach perfekten Hygienestandards hergerichteten Gartenhalle der Karlsruher Messegesellschaft.

Der 1. Energiekongress bildete den Auftakt dazu die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe in die Breite zu tragen. Als Hauptorganisatoren hatten das Energienetzwerk fokus.energie e.V, die PINK Event Service GmbH und die Karlsruhe Messe- und Kongress GmbH zusammen mit der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und Handwerkskammer Karlsruhe sowie vielen weiteren Partnern und Unterstützern die Vision und die vielfältigen Maßnahmen der TRK-Energiestrategie vorgestellt. Unter dem Motto: „Energiegeladen – Einladung zum Mitmachen“ begrüßte der Initiator Dr. Hans Hubschneider die Gäste in der Gartenhalle und rief dazu auf sich persönlich bei der Energiewende einzubringen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: „Jeder soll heute wenigstens fünf konkrete Anregungen mitnehmen, die er persönlich umsetzen kann“, betonte der Gründer und Vorstandsvorsitzende von fokus.energie.

Eine Botschaft die auch der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Mentrup gerne aufnahm und für die Energiestrategie warb: „Die Energiestrategie bietet vielfältige Möglichkeiten zum Mitmachen, es liegt in der Verantwortung aller, sich hier mit Projekten einzubringen.“ Einen Vergleich zur Pandemie zog Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, denn diese habe gezeigt, dass wir die Krise auch als Chance begreifen können. „In der Corona-Krise ist es gelungen, wissenschaftliche Fakten als Entscheidungsgrundlage heranzuziehen und dem Menschen nachvollziehbar zu vermitteln. Daher glaube ich, dass es gelingen kann und die allermeisten bereit sind ihr Denken und besonders ihr Handeln zu ändern", so Ehlgötz.

In fünf Diskussionspanels zu den Themenfeldern

  • (E-)Mobilität und Ladeinfrastruktur,
  • Energiewende in Unternehmen und Handwerk,
  • Nachhaltiges Gebäude,
  • Photovoltaik sowie
  • Stadt und Quartier

wurden in Kurzvorträgen und Expertendiskussionen über bereits laufende Projekte informiert, aber auch zahlreiche Anregungen geben, wie sich jeder Einzelne als Privatperson oder als UnternehmerIn dafür einsetzen kann, an der Vision der Energiestrategie mitzuwirken. IHK-Energieexperte Ilja Lifschiz: „Die Energiestrategie bietet ideale Möglichkeiten die verschiedenen bestehenden Projekte bekannt zu machen und neue Mitwirkende zu gewinnen. Er betonte dabei auch, dass nur durch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit die notwendigen großen Fortschritte erzielt werden können. „Ich wünsche mir von der Energiestrategie einen richtigen Schub“.

Prof. Eberhard Jochem, Senior Advisor am Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien sieht insbesondere bei Maßnahmen die die Jugend ansprechen eine lohnende Investition. Bei den EnergyScout-Projekten der IHK würden die jungen Auszubildenden in den Unternehmen für ein Leben lang für das Thema Energieeffizienz geprägt. Auch warb Jochem für eine andere Sichtweise der Unternehmen bei Investitionen in energieeffizientere Anlagen: „In Unternehmen muss anstelle einer Risikobewertung eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über die Laufzeit erfolgen, die Rentabilitäten sind enorm!“ Klaus Teizer, Leiter des Bereichs Technik und Innovation der Vollack Gruppe betonte, dass es bewiesen sei, dass die Energiewende möglich sei: „Die Techniken haben wir, wir müssen nur machen.“

Ein zentraler Baustein der Energiewende ist der Energieverbrauch in unseren Wohnungen und Häusern. Daher kommt dem Umbau vorhandener Wohnquartiere und dem Neubau eine besondere Bedeutung zu. Jörg Schmidt, Technischer Leiter der evohaus IRQ GmbH stellte das Leuchtturmprojekt „Neue Mitte“ der TRK-Energiestrategie in Graben-Neudorf vor. „Wir bauen hier ein smartes Quartier mit einer kooperativenCO2-freien Energieversorgung -auch über Quartiersgrenzen hinweg. Die Energieversorgung erfolgt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Heizen, Warmwasser, uns Strom werden ganzheitlich betrachtet. Elektromobilität wird eingebunden.“ „Quartiere sind Impulsgeber für die lokale Energiewende“, betonte Tobias Kemmler; Manager Quartierentwicklung bei der EnBW AG. Aber die Produkte müssten einfach, verständlich und erlebbar vermittelt werden ergänzte Dietmar Miller von der Smart Grids Plattform Baden-Württemberg und Koordinator der Kompetenzstelle des Landes.

Michael Rausch, Geschäftsführer von fokus.energie e.V. und Cheforganisator zeigte sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: „Die Veranstaltung zeigt ganz klar, dass das Thema Energie insgesamt brennt. Die Energiefrage ist allgegenwärtig; in jedem unserer Lebensbereiche. Höchste Zeit, dass wir mit unserer Auftaktveranstaltung in der TechnologieRegion Karlsruhe gestartet sind. Und das macht mich sehr zufrieden.“

Die Vision der Energiestrategie „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ und weitere Informationen finden Sie hier: „Die TechnologieRegion Karlsruhe hat 2050 die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimakonferenz 2015 erreicht, ist Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energiesystemen und bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt.“  Informationen zum Energiekongress erhalten Sie auf den Seiten von fokus.energie

 

 

 

Spatenstich für Großbauprojekt "Neue Mitte" in Graben-Neudorf

Innovativ, nachhaltig, autofrei, architektonisch hochwertig, ein Quartier der kurzen Wege mit einer grünen Lunge. Dazu CO2-frei und vor allem auch bezahlbar für Bezieher mittlerer und kleinerer Einkommen. So kann das Modell für den Lebens – und Wirtschaftsraum von morgen aussehen. Ein solches Leuchtturmprojekt für smarte Quartiere entsteht jetzt in Graben-Neudorf.

Die Ausrichtung des Quartiers macht deutlich, dass es die Region mit ihrer neuen Energiestrategie „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ ernst meint. Mit beispielgebenden Projekten wie z.B. smarte Quartiere wollen wir darstellen wie mit Hilfe von neuesten Energietechnologien und innovativen Konzepte praxistauglich die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes erreicht werden können. Für die Konzeption und Umsetzung ist die evohaus GmbH und das Büro Hanen Architekten, beide aus Karlsruhe, verantwortlich. Sie sind die Spezialisten für CO2-freie und bezahlbare Wohnquartiere.

Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH ist stolz, bei diesem herausragenden Quartierskonzept als Projektpartner mitwirken zu können. Mit dem intelligenten vernetzten Energiekonzept setzen wir hier neue Standards, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz zur Grundlage für vorausschauenden innovativen Städtebau machen. Dieses Leuchtturmprojekt der Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) ist ein wichtiger Beitrag, die Klimaziele der TRK zu erreichen und ihre anwendungsorientieren Kompetenzen in den Themen Energie, Digitalisierung und Mobilität weit über die Region hinaus aufzuzeigen.“

Weitere Infos:

 

 

Städtebauförderung 2021 - Programm für die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung

Anpassung an den Klimawandel und ökologische Erneuerung sind wesentliche Förderschwerpunkte

Die Antragsfrist für die Programme der städtebaulichen Erneuerung für das Jahr 2021 läuft: Bis zum 1. Oktober 2020 können alle Städte und Gemeinden im Land beim Regierungspräsidium ihre Anträge für Zuschüsse aus der Städtebauförderung stellen.

Im Sinne eines ökologischen und sozialen Ausgleichs können mit ihrer Hilfe stadtklimatische und energetische Verbesserungen erreicht werden sowie qualitativ hochwertige Grün- und Freiflächen entstehen. Maßnahmen wie beispielsweise die energetische Sanierung von Altbauten, die Schaffung und der Erhalt von Grün- und Freiflächen sowie die Verbesserung des Stadtklimas durch Reduzierung von Lärm und Abgasen tragen in erheblichem Maße zu einer Stärkung der Kommunen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels bei.

Die Aufwertung des Wohnumfeldes, bauvorbereitende Maßnahmen sowie die energetische Modernisierung des Wohnungsbestandes sind besonders bedeutsame städtebauliche Aufgabenbereiche.

Die Städtebauförderung dient im Programmjahr 2021 seit 50 Jahren dem Abbau städtebaulicher Missstände und Entwicklungsdefizite sowie einer zeitgemäßen und nachhaltigen Weiterentwicklung gewachsener baulicher Strukturen.

Was wird gefördert?
Gefördert werden die Kosten der Vorbereitung und zügige Durchführung notwendiger städtebaulicher Erneuerungsmaßnahmen in einem von der Kommune abgegrenzten Gebiet (Gesamtmaßnahme) zur Behebung städtebaulicher Missstände.

Wer wird gefördert?
Gefördert werden die Kommunen in Baden-Württemberg.

Wie wird gefördert?
Die Kommunen können Anträge bis zum 1. Oktober 2020 beim jeweils zuständigen Regierungspräsidium stellen. Die Zuwendung erfolgt im Wege der Anteilsfinanzierung.

Weitere Infos zum Förderprogramm

KFW-Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung“
In diesem Zusammenhang ist auch das bewährte KFW-Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung“ zu erinnern. Für die Erstellung integrierter Quartierskonzepte für energetische Sanierungsmaßnahmen sowie für ein Sanierungsmanagement, das die Planung sowie die Realisierung der in den Konzepten vorgesehenen Maßnahmen begleitet und koordiniert gibt es Zuschüsse in Höhe von 65 % der förderfähigen Kosten.

 

 

 

Unternehmensappell für Krisenbewältigung und Zukunftsfähigkeit

Mit einem Klima-Konjunkturprogramm unsere Wirtschaft krisenfester machen.

Auf dem Erreichten aufbauen und die Ausgestaltung und Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen konsequent weiterzuführen – mit diesem Klimaschutz-Appell wandte sich anlässlich des Pertersberger Klimadialogs eine in der Stiftung „Stiftung 2 Grad“ vereinte Allianz von 68 Unternehmen, darunter einer der TRK GmbH Gesellschafter, die EnBW, an die Bundesregierung.

68 deutsche Unternehmen für ambitionierte Klimapolitik

Die Unternehmen – darunter viele Größen der deutschen Wirtschaft – setzen sich für eine ambitionierte Klimapolitik ein und drängen auf die ambitionierte Ausgestaltung eines „Green Deal“ sowie auf die Vorlage ambitionierter Klimaziele aller Staaten in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaschutzvertrag.

Mastiaux: „Beim CO2-Preis darf es kein Zurück geben“
„Eine wirksame CO2-Bepreisung ist wie ein Klimakompass, um Geschäftsmodelle nachhaltig aufzustellen“, so EnBW-Chef Frank Mastiaux. „Beim CO2-Preis darf es daher kein Zurück geben. Vielmehr muss eine sinnvolle Verzahnung mit einem Konjunkturprogramm für Klimaschutz und Nachhaltigkeit geschaffen werden.”

Unternehmen brauchen auch nach Corona-Krise Sicherheit
„Die Unternehmen brauchen auch nach der Corona-Krise Planungs- und Investitionssicherheit, denn sie haben damit begonnen, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich auszurichten“, sagte Stiftungsvorständin Sabine Nallinger. Diese Investitionen in sichere Arbeitsplätze, heimische Wertschöpfung, Ressourcen- und Gesundheitsschutz gelte es zu schützen.

Die enormen Anstrengungen von Staat und Gesellschaft im Zuge der Corona-Pandemie zeige, „was wir gemeinsam zur Bekämpfung einer globalen Bedrohung bewegen können“, ergänzte Stiftungspräsident Michael Otto.

Über die Stiftung 2 Grad
Die Stiftung 2 Grad ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, DEUTSCHE ROCKWOOL, Deutsche Telekom AG, Deutsche Wohnen SE, EnBW, Gegenbauer Holding SE & Co. KG, GLS Gemeinschaftsbank eG, GOLDBECK GmbH, Interseroh/ALBA, Otto Group, OTTO FUCHS KG, PUMA SE, Salzgitter AG, Schüco International KG, Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben, thyssenkrupp AG sowie Union Investment.