Das TetRRIS-Projekt

... ein Teil des EU-Förderprogramms Horizon2020!

TetRRIS steht für „Territorial Responsible Research and Innovation and Smart Specialization“, zu Deutsch etwa Territoriale verantwortungsbewusste Forschung und Innovation und intelligente Spezialisierung. Die Idee des „Responsible Research and Innovation“ (RRI) ist aus forschungspolitischen Debatten in Europa und Deutschland hervorgegangen, und wurde dann von der EU-Kommission als eine Leitlinie des H2020-Förderprogramms übernommen. Der Grundgedanke des RRI ist, Innovations- und Entwicklungsaktivitäten stärker an praktischen Bedarfen (Nachhaltigkeit, demographischer Wandel, usw.) auszurichten, und Technologieakzeptanz zu stärken und Risiken und „Nebenwirkungen“ von Innovationen besser zu antizipieren indem Input von Nutzer- und Betroffenengruppen systematischer gesucht wird (Open Innovation) und Techniken der Vorausschau (Foresight) eingesetzt werden.

In TetRRIS sollen Pilotinitiativen mit RRI-Bezug in vier Regionen entwickelt und durchgeführt werden, um Erkenntnisse und good practices für unterschiedliche politisch-wirtschaftliche Kontexte zu generieren. Diese Pilotregionen sind Tampere (Finnland), die TechnologieRegion Karlsruhe, die Autonome Gemeinschaft Kantabrien (Spanien) und Szeged-Timisoara (Ungarn und Rumänien).

In TetRRIS sind insgesamt neun Partner aus sechs europäischen Ländern - Finnland, Spanien, Deutschland, Ungarn, den Niederlanden und Belgien - beteiligt. Die Rolle des Koordinators liegt beim dem Technischen Forschungszentrum Finnland VTT; EURADA (European Association of Development Agencies) leitet die Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten.

Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) beteiligt sich an TetRRIS mit ihren zahlreichen Innovationsaktivitäten im Bereich Mobilität und kooperiert dabei mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Mittels Workshops mit den TRK-Projektpartners sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen eruiert, analysiert und danach mit den Erkenntnissen der anderen drei Pilotregionen verglichen und interpretiert werden.

Im Einzelnen wird das Projekt folgende Aktivitäten durchlaufen:

a) Analyse bestehender Innovations- und Entwicklungsaktivitäten in der Region um Erfolgsfaktoren und Hemmnisse zu verstehen und mögliche Beiträge und Nutzen von RRI für diese Aktivitäten zu identifizieren;

b) gemeinsam mit lokalen Akteuren konkrete Bedarfe in ihrer Innovations- und Entwicklungsarbeit identifzieren bei denen RRI einen nützlichen Beitrag für ihre Arbeit leisten kann;

c) darauf aufbauend, gemeinsame Entwicklung von Pilotinitiativen;

d) Workshops und Treffen für lokale Akteure zum Austausch und Networking mit den anderen Pilotregionen.

TetRRIS baut dabei auf modernen Theorien zum Innovationssystem und zum systemischen und organisatorischen Wandel auf.

Mehr Informationen zum tetRRIS-Projekt und dessen Partner finden Sie hier: www.tetrris.eu/


Das neue „Praktiker*innen-Netzwerk für Bürger- und Stakeholder-Beteiligung“ tauschte sich Ende April auf seiner ersten Veranstaltung aus!

Mehr Informationen zum tetRRIS-Projekt und dessen Partner finden Sie hier.


Beim zweiten Workshop tauschte sich Ende Juli das Praktiker-Netzwerk über Herausforderungen und Ziele bei der Beteiligung aus!

Im zweiten Praxisworkshop des EU geförderten tetRRIS-Projektes, tauschten sich 20 Teilnehmer am Mittwoch, 20. Juli 2022 über Motivationen, Ziele und Erfahrungen verschiedener Anwender:innen und Teilnehmer:innen von Beteiligungsprozessen aus.
Der Workshop startete mit einigen einleitenden Impulsvorträgen aus der Perspektive von Verwaltung (Christian Eheim, Bürgermeister Graben-Neudorf), Wirtschaft (Rimbert Schürmann, PTV Group Karlsruhe) und Zivilgesellschaft (Dieter Bürk, DGB Stadtverband Karlsruhe). Im Anschluss beschäftigten sich die Teilnehmenden in einer vertrauensvollen Atmosphäre vertiefend mit spezifischen Fragen wie den Herausforderungen und Zielen und der Erfolgsmessung von Beteiligung.
Die Arbeitsgruppen wurden erfolgreich vom Fraunhofer ISI und sieber | wensauer-sieber | partner moderiert.