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NEO2010 - der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe geht an die Hydro-Energie Roth GmbH für ihr zukunftweisendes Wasserkraftwerk

EU-Kommisar Günther Oettinger übergab den mit 20.000 Euro dotierten Preis im Hauptsitz der EnBW Energie Baden-Württemberg in Karlsruhe

Der Gewinner des NEO2010 steht fest. Am Freitagabend erhielt die Hydro-Energie Roth GmbH aus Karlsruhe den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Konzernsitz der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für ihr bewegliches über- und unterströmendes Wasserkraftwerk. Laudator Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, würdigte in seiner Rede nicht nur die Leistung der Preisträger, sondern auch das Engagement der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK). "Der Preisträger des NEO2010 wie auch die vier nominierten Projekte stehen beispielhaft für den Innovationsreichtum der TechnologieRegion Karlsruhe. Diese Innovationen im Energiebereich können Bedeutung für ganz Europa haben und sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige und bezahlbare Energieerzeugung", hob EU-Kommissar Oettinger hervor. Der TRK-Vorsitzende, Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich, sagte: „Mit dem NEO zeichnet die TechnologieRegion Karlsruhe Menschen aus, deren Ideen und deren Werke für die innovative Schaffenskraft unserer Region stehen und die mit ihr verbunden sind. Der NEO ist gleichzeitig ein Signal, das über die Grenzen unserer Region hinweg auf die Qualitäten unseres Raumes aufmerksam machen soll“.

 

 

Mit Wasserkraft zum Gewinn

Das Systemwasserkraftwerk der Brüder Roth verbindet neue Technologien mit altbewährten Methoden zur Energiegewinnung. Ziel des Unternehmens: ein kostengünstiges und effizientes Wasserkraftwerk, das umfangreiche Umweltauflagen erfüllt und die Energierückgewinnung erhöht.

Das Kraftwerk sorgt für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes. Integrierte Ab- und Aufstiege halten die Wanderkorridore für Fische offen. Die Anlage ist außerdem extrem leise und aufgrund der schlanken Bauausführung fügt sie sich harmonisch in die Umgebung ein. Hauptvorteil des Systemkraftwerkes aber ist, dass es bis zu 30 Prozent weniger Kosten verursacht und bis zu 8 Prozent mehr Strom erzeugt als eine herkömmliche Anlage gleicher Größe. Damit werden Ökologie und Ökonomie in einer bisher unerreichten Weise miteinander vereint. Zudem ist das Kraftwerk vielseitig einsetzbar: Es kann nahezu weltweit an allen Fließgewässern mit Neigung in Betrieb genommen werden, auch bei sehr geringem Neigungswinkel.

Das Thema „Energie“ steht wie kaum ein anderes in der gesellschaftlichen Diskussion. Energiegewinnung und effiziente Energienutzung sind nur einige der Schlüsselfragen, deren Beantwortung für die Zukunftsfähigkeit unserer modernen Gesellschaften von entscheidender Bedeutung sind. Die Entwicklung künftiger Energiequellen und ihr Ausbau sind zugleich grundlegende Triebfedern für Wirtschaft und Industrie.

Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und seinem Zentrum Energie, dem für das European Institute of Innovation and Technology (EIT) in Karlsruhe koordinierten Projekt „InnoEnergy“, der „Stiftung Energieforschung“ der EnBW und zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region, ist die TechnologieRegion Karlsruhe einer der wichtigsten Energieforschungsstandorte in Europa.

Daher lobt die TechnologieRegion Karlsruhe den NEO für eine herausragende energietechnologische Innovation aus.

Die Ausschreibung

Die Bewerbungsfrist für den NEO2010 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe endete am 19. Juli 2010. Folgende Ausschreibungskriterien wurden beim Vergabeverfahren berücksicht:

Überzeugende Leitidee

 

Gesucht wurden Innovationen, denen eine überzeugende Leitidee zugrunde liegt. Die Innovation sollte einem breiten Publikum vermittelbar sein und einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer aktuell bedeutsamen energiefachlichen Fragestellung liefern. Eine reine Grundlagenforschung sollte nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Marktfähigkeit

 

Gesucht wurden Innovationen, die auf ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zielen. Produkte oder Dienstleistungen, die seit Jahren auf dem Markt erhältlich sind und im allgemeinen Bewusstsein keine Neuerung mehr darstellen, sollten nicht Thema der Bewerbung sein.

Globale Relevanz, Internationalitä 

 

Gesucht wurden Innovationen, die eine globale Relevanz erwarten lassen und eine internationale Dimension entweder in ihrer Entstehung oder in ihrer Anwendung aufweisen. Produkte und Dienstleistungen, die regional begrenzt sind, sollten nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Bezug zur TechnologieRegion Karlsruhe

 

Gesucht wurden Innovationen, die in einer Einrichtung in der TechnologieRegion Karlsruhe entwickelt oder der maßgebliche Initiator / Entwickler in der TechnologieRegion geboren wurde, studiert hat, beschäftigt ist oder einen sonstigen Bezug zur Region hat.

 

Das Vergabeverfahren

Die Ausschreibung erfolgte zweistufig. Die Teilnehmer konnten sich bis 19. Juli 2010 über einen vorgegebenen Fragebogen bewerben. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury, wurden für zehn Bewerbungen weiterführende Ausarbeitungen angefordert. Von diesen Einreichungen, die bis 17. September 2010 zu übermitteln waren, nominierte die Jury fünf Arbeiten für die Preisverleihung.

Vorstellung der nominierten Projekte:

  • Das Geothermiekraftwerk in Bruchsal war der Bewerbungsgegenstand der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH. Die Anlage fördert aus 2.500 Metern Tiefe 120 Grad Celsius heißes Wasser, das für die Stromerzeugung verwendet wird – ohne dabei CO2 freizusetzen.
    www.ewb-bruchsal.de
  • Und auch das bewegliche, über- und unterströmende Wasserwerk von der Hydro-Energie Roth GmbH aus Karlsruhe konnte die Jury überzeugen.
    www.hydroenergie.de
  • Novatec Biosol AG aus Karlsruhe bewarb sich mit einer Solarthermie-Innovation. Durch das Solarkraftwerk zur Dampferzeugung werden die Kosten für Erzeugung von Solarenergie so niedrig wie bei fossilen Energien.
    www.novatec-biosol.com
  • Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Karlsbad im Landkreis Karlsruhe, bewarb sich mit einem multifunktionalen Vakuumröhrenkollektor mit semitransparentem Reflekto. Der Kollektor wird nicht nur zur Gewinnung von Solarwärme eingesetzt, er dient gleichzeitig als Sonnen- und Sichtschutz für große Glasfassaden.
    www.ritter-gruppe.com
  • wbk Institut für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bewarb sich mit der Energiewandler-Mikroturbine und Solarzellen. Dieser innovative Wasserhahnaufsatz ersetzt vollständig die bisher benötigten Batterien in elektrisch gesteuerten Wasserhähnen, indem die vorhandene Energie aus der Wasserkraft genutzt wird.
    www.wbk.kit.edu

Die Jury

Die Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat die fünf besten Einsendungen zu Energie-Technologien, -Produkten, -Dienstleistungen und -Verfahren nominiert.

Der Jury gehören folgende Mitglieder an:

  • Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg
  • Bernd Bechtold, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags
  • Prof. Dr. Volker Saile, Chief Science Officer des Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Prof. Wolfram Münch, Vorstand der Stiftung Energieforschung
  • Prof. Dr. rer. Nat. Karl-Heinz Meisel, Rektot der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
  • Dr. Thomas Schlegl, Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Energie
  • Prof. Dr.-Ing. Peter Elsner, Fraunhofer ICT Pfinztal

 

Die Preisverleihung 

Am 17. Dezember 2010 wurden die zum NEO2010 nominierten Arbeiten im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Konzernsitz der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe vorgestellt. Die Hydro-Energie Roth GmbH aus Karlsruhe erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) für ihr bewegliches über- und unterströmbares Wasserkraftwerk.

Im kommenden Jahr steht das Thema "Mobilität" im Fokus der Ausschreibung zum NEO.

NEO2010 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe wird unterstützt von: