Mobilitätsregion Karlsruhe: Die Modellregion für Mobilität in Europa

Was die Planung der Zukunft von Mobilität angeht, so sind die Stadt Karlsruhe und die TechnologieRegion Karlsruhe regional stark vernetzt und in internationalen Expertengremien bestens vertreten.

Karlsruher Modell, regiomove oder Testfeld Autonomes Fahren – mit diesen Projekten engagiert sich die Fächerstadt schon seit langem für die Gestaltung des Verkehrs der Zukunft. Mit der Themenpartnerschaft für das EU-Projekt „Städtische Mobilität“ bringt Karlsruhe sich auch auf europäischer Ebene in die urbane Agenda ein. Zusammen mit der Europäischen Kommission, Mitgliedsstaaten, Experten und Interessengruppen bearbeitet Karlsruhe vor dem Hintergrund seiner Forschungseinrichtungen und seiner Erfahrung in der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Verkehrskonzepte das Themenfeld „Urbane Mobilität“. Zudem koordiniert die Fächerstadt das für drei Jahre angelegte Projekt gemeinsam mit der Tschechischen Republik.

Als zwei Seiten einer Münze sind Transport und Mobilität Variablen, die stark von Siedlungsstruktur und Landnutzung abhängen. Somit muss Mobilität sowohl unter technologischem als auch sozialem Aspekt betrachtet werden. Ausschlaggebend für die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes sind letztendlich die Bedürfnisse der Menschen und ihre individuellen Lebenssituationen. So machen beispielsweise die Tatsache, dass Karlsruhe Carsharing-Hauptstadt und die zweite Fahrradhauptstadt Deutschlands ist, die Rolle der Stadt als Testfeld für die Entwicklung autonomen Fahrens und vor allem auch der vorbildliche Ausbau von Karlsruhes Straßenbahnsystem, das weltweit Anerkennung findet, den internationalen Vorbildcharakter der Mobilitätsregion Karlsruhe deutlich.

Die TechnologieRegion Karlsruhe präsentiert regelmäßig gemeinsam mit Partnern die Mobilitätskompetenzen und macht so die Vorreiterstellung der Region im nationalen und internationalen Umfeld sichtbar:

4. Regionalkonferenz Mobilitätswende - neuer Termin am 7. Juli 2021

Aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus müssen wir leider die ursprünglich für den 16. Juni 2020 geplante Regionalkonferenz Mobilitätswende verschieben.

Der neue Termin ist am Mittwoch, 7. Juli 2021. Ab 9:00 Uhr findet im Kongresshaus Baden-Baden die 4. Regionalkonferenz Mobilitätswende unter dem Motto "Mobilitätswende – Wo bleibt die Wende im Kopf?" statt.

Die Mobilitätswende stellt uns vor große Herausforderungen. Diese enden nicht an Deutschlands Grenzen. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns gemeinsam mit unseren französischen Nachbarn auf den Weg machen und auf der nächsten Regionalkonferenz Mobilitätswende aktiv nach Lösungen für grenzüberschreitende Aspekte suchen. Weiterhin werden Experten detaillierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Thema Mobilität geben.

Geplante Themenschwerpunkte in den Panels am Vormittag werden grenzüberschreitende Aspekte der Mobilitätswende, Herausforderungen in der Umsetzung und die Sensibilisierung der Bevölkerung in Bezug auf Mobilitätsverhalten sein. Am Nachmittag haben Sie dann die Gelegenheit, in Fachforen Themen zu vertiefen. Die Schwerpunkte werdenbei der nächsten Konferenz auf den Potenzialen und Herausforderungen des autonomen und vernetzten Fahrens, dem Wasserstoff als alternative Antriebsenergie und den Chancen aus der Mobilitätswende für die Kommunen liegen.

Erstmals sdieoll auch die Jugend eine eigene Plattform innerhalb unserer Konferenz bekommen. Mit Unterstützung von Mentoren ist geplant, dass vier Schülerteams bereits im Vorfeld der Veranstaltung Konzepte zu Mobilitätsideen der Zukunft erarbeiten, die am Veranstaltungstag in einem eigenen Jugendforum aufbereitet werden. In einem Pitch stellen die Teams dann zum Abschluss der Konferenz ihre Antworten auf die Fragen der Mobilitätswende vor.

Weitere Informationen zum Programm der ganztägigen Konferenz und zur Begleitausstellung aktualisieren wir hier im kommenden Jahr.

KVV startet die Testversion der regiomove App

3 – 2 – 1 - Start: Die neue Mobilitäts-App „regiomove“ wurde am 4. März 2020 in den Räumlichkeiten des Karlsruher Verkehrsverbunds offiziell gelaunched. „Mit regiomove bieten wir den Menschen in der TechnologieRegion Karlsruhe einen einfachen Einstieg in die umfängliche Nutzung verschiedener Mobilitätssysteme und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Bei einer Pressekonferenz demonstrierten der Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV), Dr. Alexander Pischon und Projektleiter Dr. Frank Pagel, wie KVV-Kunden künftig mit wenigen Klicks auf dem Smartphone ihre ganz individuelle Reisekette mit verschiedensten Verkehrsmitteln finden und direkt in der neuen App buchen können. „Damit möchten wir vor allem die Stadt-Umland-Fahrten attraktiver und umweltschonender gestalten und bieten alles, außer beamen“, ergänzt Verbandsdirektor Prof. Gerd Hager vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein. „Ab sofort werden wir regiomove mit interessierten Testnutzern aus der Bevölkerung dem Praxis-Check unterziehen, um der App den letzten Feinschliff zu verpassen. Im September, das ist unser erklärtes Ziel, soll die App dann für Alle in den AppStores von Google und Apple verfügbar sein“, kündigte Pischon an.

Weitere Informationen finden Sie hier und unter https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/Vernetzte-Mobilitaet-in-der-Region-Karlsruher-Verkehrsverbund-startet-Regiomove-App,regiomove-106.html

Das EU-geförderte Leuchtturmprojekt efeuCampus macht Gütermobilität im urbanen Raum emissionsfrei, generationengerecht und wirtschaftlich tragfähig – mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) bei den Themen autonomes Fahren, Smart City und künstliche Intelligenz eine Vorreiterrolle zu verschaffen.

Die Verteilung von Gütern – vor allem auf der letzten Meile – beansprucht den öffentlichen Raum und betrifft fast jeden in unserer Gesellschaft. Vor allem der Online-Handel und Essenslieferdienste lassen die Güter-Mobilität und die Verkehrsbelastung stark anwachsen. Die Folgen: Höhere Schadstoff- und Lärmbelastung sowie Staus in den Innenstädten. Das wirkt sich negativ auf die Gesundheit und die Umwelt aus – es besteht ein akuter Handlungsbedarf. Das Projekt efeuCampus soll hierzu beitragen.

In Bruchsal – und somit mitten in der TRK – entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Dragoner Kaserne ein Testgelände, das ein Stadtquartier mit rund 240 Einwohnerinnen und Einwohnern, privaten Eigentums- und Mietwohnungen, vielen Büros, Labors, einer Schule, einer großen grünen Freiflächen und öffentlichen Verkehrsflächen beinhalten wird.

Die efeuCampus Bruchsal GmbH beabsichtigt, im Rahmen des durch das Land Baden-Württemberg geförderten RegioWin-Forschungsprojekts „Innovationszentrum für autonome urbane Güterlogistik“ auf dem Areal des „efeuQuartier“ das Leuchtturmprojekt efeuCampus (eco-friendly experimental urban logistics campus) zu etablieren.Dieses Leuchtturmprojekt soll für den Wirtschaftsstandort Bruchsal ein dauerhafter Impulsgeber für die Entwicklung von Lösungen für Güterlogistik auf der letzten Meile und autonomer Fahrzeugtechnik werden. Im efeuQuartier soll mittelfristig ein Wohnquartier der Zukunft als „bewohnbares Labor“ entstehen, in dem Technologien für energieeffizientes Bauen und Wohnen im Zeichen der Energiewende erprobt und präsentiert werden. In diesem europaweit einmaligen Referenzquartier sollen Güter aller Art mit neuartigen Fahrzeugen emissionsfrei, generationengerecht und fahrerlos bewegt werden. Durch die nachhaltige Reduzierung des motorisierten Lieferverkehrs auf der sog. letzten Meile sollen Energiever-brauch und CO2-Emission reduziert sowie die Lebensqualität im Quartier entscheidend verbessert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite und aktuelle Videos im YouTube-Kanal von efeuCampus.

Im Rahmen der UITP-Karlsruhe Mobility Innovation Partnership der TechnologieRegion Karlsruhe mit dem Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP wurde ein regionales Trainingszentrum für Fortbildungen und Demonstrationen der UITP eingerichtet. Dabei können Teilnehmende zum Beispiel die Systemlösungen zur Verkehrsgestaltung und -optimierung von weltweit führenden Unternehmen wie INIT oder PTV Group kennenlernen oder sich mit den neuesten Entwicklungen im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens und der alternativen Fahrzeugantriebe vertraut machen.

Das erste 3-tägige Training in der UITP Academy TechnologieRegion Karlsruhe zum Thema „Data and Business Intelligence“ fand vom 20. bis 22. November 2019 beim FZI Forschungszentrum Informatik und beim Karlsruher Verkehrsverbund statt.

Dabei lernten 13 internationale Fachkräfte aus den Bereichen Öffentlicher Personenverkehr und Zulieferindustrie wichtige Instrumente zum Erheben und Auswerten komplexer ÖPNV-Daten kennen. Das dreitägige Training bei FZI Forschungszentrum Informatik und Karlsruher Verkehrsverbund KVV behandelte auch die passende Auswahl und Definition strategischer Ziele für das jeweilige Geschäftsmodell – denn eine solide Daten- und Geschäftsanalyse kann Service, Leistung und Rentabilität verbessern. Das vollständige Programm finden Sie hier und auf der Seite der UITP unter www.uitp.org/training

Der Wandel der urbanen Mobilität durch autonome Fahrzeuge

In dieser eintägigen Veranstaltung – organisiert von der UITP (Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen) in Zusammenarbeit mit der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel konnte man erkunden, wie Flotten von gemeinsam genutzten automatisierten Fahrzeugen in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden können, um ein verbessertes städtisches Mobilitätssystem mit besseren Mobilitätsoptionen für alle anzubieten.

Die Konferenz zielte darauf ab, über den aktuellen Stand der neuesten Entwicklungen im Bereich der automatisierten Fahrzeuge (AV) im öffentlichen Verkehr, insbesondere im Straßenverkehr, zu informieren.

Die TechnologieRegion Karlsruhe wurde bei dieser internationalen Veranstaltung durch Dr. Michael Frey vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vertreten. Im Rahmen der Podiumsdiskussion "Sharing international experiences of running AV pilots" berichtete Dr. Frey über das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (https://taf-bw.de/das-testfeld).   

Die Testfeldstrecken befinden sich zwischen Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn. Das im Mai 2018 in Betrieb genommene Testfeld umfasst im Unterschied zu anderen Projekten in Deutschland alle Arten von öffentlichen Straßen: Autobahnabschnitte, Landes- und Bundesstraßen, innerstädtische Routen mit Rad-, Fußgänger- und Straßenbahnverkehr ebenso Tempo-30-Zonen, Wohngebiete und Parkhäuser.

Moderatorin:

  • Isabelle Vandoorne, Deputy Head of Unit sustainable and intelligent transport, DG Move, European Commission

Referenten:

  • Dr.-Ing. Michael Frey, Deputy Director, Institute of Vehicle System Technology (FAST) Karlsruhe Institute of Technology, Karlsruhe (Germany)
  • Miriam Chaum, Head of Public Policy, self-driving cars, Uber Technologies (USA)
  • Renske Martijnse-Hartikka, Senior Project Manager, Forum Virium Helsinki, Helsinki (Finland)
  • Jørgen Kjær, Business developer Automated Buses, VY Group, Oslo (Norway)
  • Terje Sundfjord, CEO Brakar, Drammen (Norway)

Weitere Informationen (auf Englisch): www.uitp.org/automated-mobility

Die TechnologieRegion Karlsruhe hat erneut am Weltkongress für öffentlichen Nahverkehr teilgenommen

Weltweit gibt es nur einen einzigen internationalen Verband für Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Er heißt UITP (Union Internationale des Transports Publics) und sitzt in Brüssel. Seine 1.400 Mitgliedsorganisationen aus 96 Ländern bilden sich in gemeinsamen Trainings zu Verkehrsthemen weiter oder tauschen sich auf Konferenzen über die Zukunft der Mobilität aus. Alle zwei Jahre findet an wechselnden Orten der Weltkongress für öffentlichen Nahverkehr statt, der UITP Global Public Transport Summit. Bei der Ausgabe 2017 in Montreal ging es um Urbanisierung, Reduktion von Emissionen und Digitalisierung. Die TechnologieRegion Karlsruhe war dort erstmals mit einem Gemeinschaftsstand, einer Delegation und einer Vortragssession vertreten.

Nachdem dieser Auftritt auf großes Interesse beim internationalen Publikum stieß, nahm die TRK auch am Verkehrsgipfel im Juni 2019 in Stockholm in Kooperation mit der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) teil. Als Partner aus der Region wirkten mit: FZI Forschungszentrum Informatik, Hochschule Karlsruhe, IHK Karlsruhe, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), KVV/VBK/AVG, TTK TransportTechnologie-Consult GmbH, Profilregion Mobilitätssysteme und regiomove. Sie alle präsentierten sich vom 9. bis 12. Juni auf dem Gemeinschaftsstand der TechnologieRegion Karlstuhe unter dem Motto „regiomove: seamless mobility – a regional approach“.

Die Standpartner waren auch Teil des offiziellen Kongress-Begleitprogramms, auf dem sie über Innovationsgeist, Booking-Plattformen, Reiseplaner, Intermodalität, Mobilitätsforschung und autonomes Fahren sprechen.

Darüber hinaus waren Unternehmen aus der Region wie init und PTV mit einem eigenen Stand in Stockholm anwesend, wo E-Mobilität, MaaS, autonomes Fahren und Blockchain Themenschwerpunkte waren. Auch die KMK war als Kooperationspartner der UITP mit einem eigenen Messestand der IT-TRANS, Internationale Fachmesse und Konferenz für intelligente Lösungen im öffentlichen Personenverkehr, vertreten. Die nächste IT-TRANS findet vom 3. bis 5. März 2020 in der Messe Karlsruhe statt.

Weitere Eindrücke und Videos finden Sie auch unter www.swr.de/swraktuell

Auf der Überholspur in die Verkehrswende

Rund 500 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik waren am 14. Mai 2019 der gemeinsamen Einladung von Metropolregion Rhein-Neckar und TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) gefolgt, um bei der 3. Regionalkonferenz Mobilitätswende innovative Mobilitätsprojekte kennenzulernen und Lösungen für die Zukunft der Mobilität zu diskutieren. Auf dem Vorplatz des Pfalzbaus konnten sich Teilnehmer und Bürger zudem über den aktuellen Stand der Technik bei alternativen Antriebstechniken informieren, zum Beispiel an den Info-Ständen der Verkehrsverbünde Karlsruhe (KVV) und Rhein-Neckar (VRN) oder bei einer Probefahrt mit einem Brennstoffzellen-PKW des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer der Regionalkonferenz in vier Fachforen mit insgesamt 20 Vorträgen umfassend über Lösungen aus der Region im ÖPNV (z.B. „On Demand-Verkehr“), Antriebstechnologien (z.B. Wasserstoff), Logistik und Güterverkehr (z.B. „Geräuscharme Nachtlogistik“) sowie Mobilitätskonzepte aus stadtplanerischer Sicht (z.B. „Klimafreundliche Mitarbeitermobilität“) informieren.

Hier finden Sie weitere  Informationen und das vollständige Programm.

Die nächste Regionalkonferenz Mobilitätswende findet am 16. Juni 2020 im Kongresshaus in Baden-Baden statt. Das Programm wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Partnerschaft mit Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP bestätigt die TechnologieRegion Karlsruhe als innovationsstarke Mobilitätsregion

Die TRK gewinnt international als zukunftsweisende Mobilitätsregion weiter an Profil: Hiesige Mobilitätsakteure erweitern ihre intensive Zusammenarbeit mit dem Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP durch Unterzeichnung des Kooperationsvertrags „UITP-Karlsruhe Mobility Innovation Partnership“.


Der Weltverband UITP schließt zum ersten Mal in dieser Form einen Kooperationsvertrag mit einer Region ab, er ist ein Alleinstellungsmerkmal der TechnologieRegion Karlsruhe. Untermauert wird die Partnerschaft mit einem UITP-Verbindungsbüro in Karlsruhe, das ebenso ein Novum darstellt wie das regionale UITP-Trainingszentrum, in dem Fortbildungen und Demonstrationen, etwa zum Autonomen Fahren, stattfinden werden.

Das Verbindungsbüro wird durch gebündelte Kräfte regionaler Mobilitätsexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen getragen. Die Gründungspartner sind neben der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH: INIT, PTV GROUP, Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) mit Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) und Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Leistungszentrum Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA), FZI Forschungszentrum Informatik, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe mobil.trk.de entwickelt sich in seiner dritten Ausbaustufe nach Frankreich weiter und enthält ab sofort auch Verkehrsdaten der nord-elsässischen Städte Haguenau, Saverne und Wissembourg sowie des Département Bas-Rhin.

Freie Parkhaus-Stellplätze in Echtzeit, eine neu gestaltete und vergrößerte Karte, Baustellen, Verkehrswebcams und Informationen zu den Rheinfähren Rhinau/Kappel, Seltz/Plittersdorf und Drusenheim/Greffern sind auf der Website mobil.trk.de abrufbar. Ein neues Auswahl-Menü listet für den gesamten PAMINA-Raum 430 E-Ladesäulen, 300 Carsharing- und 41 Radverleih-Stationen auf. 25 000 Bus- und Tram-Haltestellen aus den Verkehrsverbünden Alsace, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Pforzheim und Offenburg erscheinen mit Abfahrtsmonitor. Das ausgebaute Portal, das auch in Französisch und Englisch verfügbar ist, erreicht zwei Millionen Menschen in 12 Städten. Deutschlandweit gehört mobil.trk.de mit 300 000 Seitenaufrufen pro Tag zu den führenden Online-Angeboten für Mobilitätsplanung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Karlsruhe beamt sich in die Zukunft der Mobilität – mitsamt der Region. regiomove ist ein bis 2020 laufendes Pilotprojekt. Das Ziel: Das bestehende Verkehrsangebot Karlsruhes mit dem des Umlandes und damit die ganze Region Mittlerer Oberrhein zu vernetzen. Egal ob Bahn, Bus, Leihfahrrad oder Carsharing. Egal ob ländlich oder urban. Sie alle werden in ein Netz integiert, das den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zum Mobilitätsverbund transformiert. Alles über regiomove und warum es sich für Kommunen und Mobilitätsanbieter lohnt, Teil dieses einzigartigen Projekts zu werden – das erfahren Sie hier.

Die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) kooperieren seit vielen Jahren eng und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen und Chancen von Regionen vor dem Hintergrund des technologischen und gesellschaftlichen Wandels.

Mit der Regionalkonferenz Mobilitätswende wurde ein Veranstaltungsformat etabliert, das jährlich wechselnd in der MRN und der TRK stattfindet.

Was bedeutet Mobilitätswende konkret? Wie können Kommunen und Unternehmen profitieren? Diese Fragen diskutierten über 380 Teilnehmer bei der 2. Regionalkonferenz Mobilitätswende unter dem Titel „Herausforderungen und Chancen der Mobilitätswende für Kommunen und Unternehmen“ am 14. Juni 2018 in Bruchsal.

In der ganztägigen Konferenz wurden mit Best-Practice-Beispielen detaillierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen gegeben, intelligente Lösungen erörtert und der Austausch von Akteuren aus dem Mobilitätsbereich gefördert.

Begrüßen durften wir unter anderem Mohamed Mezghani, Generalsekretär des internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen UITP mit Sitz in Brüssel. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die nächste Regionalkonferenz Mobilitätswende findet am 14. Mai 2019 im Pfalzbau in Ludwigshafen statt.

Zum Programm

Die TechnologieRegion Karlsruhe ist Trendsetter in Sachen zukunftsorientierter Mobilität. Ihre Kompetenzen haben zwölf Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand vom 6. bis 8. März auf der IT-TRANS, Internationale Konferenz und Fachmesse für intelligente Lösungen im öffentlichen Personenverkehr, demonstriert. An einem Gemeinschaftsstand haben sie ÖPV-Experten und Vordenker aus aller Welt über aktuelle Projekte und neueste Produkte aus der TRK informiert und sich als Profilregion für innovative Mobilitätslösungen positioniert.

Auf der Gemeinschaftsfläche der TRK haben sich folgende Partner präsentiert:

  • Albtal-Verkehrs-Gesellschaft
  • FZI Forschungszentrum Informatik
  • Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
  • ITK Engineering GmbH
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Verkehrswesen
  • Metropolregion Rhein-Neckar
  • Mobilitätsportal TechnologieRegion Karlsruhe
  • Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe
  • TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK)
  • Verkehrsbetriebe Karlsruhe
  • Volocopter GmbH

Weitere Informationen zum Programm und den Partnern finden Sie in diesem Flyer.

Weitere Informationen zur IT-TRANS, der international führenden Veranstaltung für digitale Lösungen im öffentlichen Personenverkehr unter www.it-trans.org.

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird sich im Verlauf der kommenden Jahre von einem klassischen Verkehrsverbund hin zu einem Mobilitätsverbund weiterentwickeln.

Im Rahmen von regiomove sollen bestehende Mobilitätsangebote im KVV-Gebiet sowie im Gebiet der TechnologieRegion Karlsruhe künftig miteinander vernetzt werden. Neben den Bus- und Bahnverbindungen, die jährlich von Millionen Fahrgästen genutzt werden, sollen in den kommenden Jahren unter anderem Carsharing- und Leihfahrradanbieter in das System integriert werden. Es wird angestrebt mehrere Mobilitätsanbieter auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen und so den gestiegenen Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen. Zur Stärkung der Mobilität in der Region sollen in den kommenden Jahren die unterschiedlichen Mobilitätsangebote an Knotenpunkten – sogenannten „Ports“ – ausgebaut werden. An diesen „Ports“, die an ausgewählten Standorten der Region platziert werden, können Fahrgäste in Zukunft unkompliziert zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen und wechseln.

Die Umsetzung des Projekts regiomove ist im Dezember 2017 gestartet und umfasst ein Gesamtvolumen von rund 6,6 Millionen Euro. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird regiomove mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

 

Das Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) wächst. Mit an Bord sind seit Ende 2017  auch die Städte Germersheim, Wörth und Bruchsal. Mit deren Datenbestand wird das deutschlandweit einzigartige Serviceangebot einer Region jetzt noch umfangreicher und leistungsfähiger. Die Online-Plattform wird nun von neun Städten in vier Landkreisen bestückt und erreicht damit fast zwei Millionen Menschen. Eine wesentliche Neuerung ist zudem die komplette Integration sämtlicher ÖPNV-Verbindungen (Schiene und Bus) mit allen dazugehörigen Haltestellen im TRK-Gebiet.

Die Online-Plattform hat sich mit der zweiten Ausbaustufe zum echten multimodalen Informations- und Auskunftssystem für die Region entwickelt. Gleiches gilt für die App KA-Mobil, welche die gleichen Basisdaten hat.

Weitere Informationen finden Sie hier und direkt unter mobilitaet.trk.de

Auch über europäische Grenzen hinaus ist die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) Trendsetter in Sachen zukunftsorientierter Mobilität. Ihre Kompetenzen in diesem Bereich präsentierte sie vom 15. bis 17. Mai 2017 auf dem Global Public Transport Summit des Internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen (UITP) im kanadischen Montreal vor Mobilitätsexperten aus aller Welt. Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) koordinierte die Delegation von Experten aus Forschung und Wirtschaft. Zu diesen zählten Vertreter der PTV Group, INIT, der Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK), der TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK), des FZI Forschungszentrums Informatik, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK). Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand ist dabei der Schlüssel für den Erfolg der Mobilitätsregion. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Ein speziell für den Transport Summit konzipierter Imagefilm ("Karlsruhe moves the world") zeigt wichtige Akteure der Mobilitätsregion Karlsruhe im Kurzportrait.
Zum Video

Die Regionalkonferenz Mobilitätswende, die am 11. Mai erstmals in Hockenheim stattfand, ist ein gutes Beispiel für diese enge Zusammenarbeit gerade auf regionaler Ebene. Seit vielen Jahren kooperieren die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) bereits, um Lösungen vor dem Hintergrund des technologischen und gesellschaftlichen Wandels zu erörtern. Mit der Regionalkonferenz Mobilitätswenden möchten sie mit einem neuen Veranstaltungsformat insbesondere den Austausch von Akteuren aus dem Mobilitätsbereich fördern. Fachforen, Podiumsdiskussionen und Key Notes von Experten und politischen Entscheidungsträgern bieten detaillierte Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Thema Mobilität. Weitere Informationen finden Sie hier.

Erste Regionalkonferenz Mobilitätswende in Hockenheim zeigt Perspektiven auf

Der Verkehr wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. So rechnet das Bundesverkehrsministerium beim Güterverkehr bis 2030 mit einem Plus von 38 Prozent. Den Zuwachs im Personenverkehr beziffern die Experten mit 13 Prozent. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind Ballungsräume wie die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) und die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN). „E-Mobilität, autonomes Fahren oder neue Formen der Güterlogistik werden diesen Trend zwar nicht umkehren. Gleichwohl können uns neue Technologien dabei helfen, Mobilität flexibler, komfortabler, sicherer, ökologischer und ökonomischer zu gestalten“, sagte Bernd Kappenstein, Leiter des Fachbereichs „Energie und Umwelt“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, am 11. Mai 2017 zum Auftakt der ersten „Regionalkonferenz Mobilitätswende“ in Hockenheim.

Der Vorstandsvorsitzende der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, begrüßte den regionalen Schulterschluss: „Die Bereitstellung bedarfsgerechter, leistungsfähiger und nachhaltiger Mobilitätsangebote zählt zu den zentralen Aufgaben der kommunal- und regionalpolitischen Entscheidungsträger. Klar ist aber auch, dass zukunftsweisende Mobilitätskonzepte und Mobilitätssysteme nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand entwickelt werden können. Hierzu leistet die Regionalkonferenz einen wertvollen Beitrag.“

Autonomes Fahren und flexible Mobilität im Fokus

Rund 250 Teilnehmer waren der gemeinsamen Einladung von TRK und MRN gefolgt, um innovative Mobilitäts-Projekte kennenzulernen und Lösungen für die Zukunft der Mobilität zu diskutieren. Auf dem Vorplatz der Stadthalle konnten sich Teilnehmer und Bürger zudem über den aktuellen Stand der Technik beim autonomen Fahren informieren, zum Beispiel am Info-Stand des Karlsruher Forschungszentrums Informatik oder bei einer Tour mit dem fahrerlosen Elektro-Kleinbus „EZ10“, bereitgestellt durch den Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Das 21. Jahrhundert sei nicht nur durch einen wachsenden Mobilitätsbedarf gekennzeichnet, sondern vor allem durch eine Vielfalt der Mobilitätsformen, betonte Stefan Dallinger, Vorsitzender des Verbandes Region Rhein-Neckar und Landrat des Rhein-Neckar-Kreises: „Menschen und Unternehmen werden künftig flexibel und kurzfristig darüber entscheiden, welcher Verkehrsträger am besten passt. Umso wichtiger ist es, Mobilität ganzheitlich zu denken und Plattformen für den Austausch zu bieten. Ich freue mich sehr über die große Resonanz auf die gemeinsame Initiative von Metropolregion Rhein-Neckar und TechnologieRegion Karlsruhe.“

Neue Mobilitätsformen, die Digitalisierung und die intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsträger eröffneten enorme Möglichkeiten, betonte Norbert Barthle, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Anspruch des Bundes sei es, eine Trendwende hin zu mehr klimafreundlicher Mobilität einzuleiten – angefangen beim Ausbau von Radschnellwegen über die Förderung von Ladeinfrastruktur für Elektro-Autos bis hin zum autonomen Fahren. Voraussetzung für viele Mobilitätsformen der Zukunft sei der Ausbau der Breitbandinfrastruktur. „Die Verarbeitung und Nutzung der Datenströme benötigt leistungsfähige und robuste digitale Infrastrukturen. Und zwar überall und flächendeckend“, so Barthle. Deshalb investiere der Bund vier Milliarden Euro in die Anbindung von bisher unterversorgten Landkreisen und Kommunen. Der öffentliche Personennahverkehr könne auch im digitalen Zeitalter das Rückgrat des nachhaltigen Stadt- und Regionalverkehrs bilden, allerdings müssten verschiedene Mobilitätsdienstleistungen dazu besser vernetzt und zum Beispiel über Mobilitäts-Apps verfügbar gemacht werden.

Mobilität 4.0: Noch ein weiter Weg

„Sind wir bereit für die Mobilität von morgen?“ lautete die zentrale Frage der anschließenden Diskussionsrunde, moderiert von Gerhard Augstein (SWR). Das Fazit: Der Weg hin zu einer klimafreundlichen und vernetzten Mobilität ist noch weit. Bis dahin wird es ein Nebeneinander vieler verschiedener Antriebssysteme geben. „Technisch ist vieles bereits möglich. Doch in allererster Linie braucht es einen Mentalitätswandel bei den Menschen“, so Prof. Dr. Christoph Walter (PTV Planung Transport Verkehr AG). Eine Stellschraube könne in diesem Zusammenhang eine dynamische Maut sein, so Hilmar von Lojewski (Deutscher Städtetag), der zugleich die Automobilhersteller in der Pflicht sah, endlich die geforderten Grenzwerte zu erfüllen und dem Thema Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

„Die innerstädtischen Wirtschafts- und Lieferverkehre werden rasant zunehmen“, prognostizierte Artin Adjemian (IHK Rhein-Neckar). Auch für diese Verkehre benötige man eine leistungsfähige Infrastruktur sowie innovative Mobilitätslösungen, insbesondere in den Städten.

„Strategien neu ausrichten“

Autonom fahrende Autos seien eine großartige Erfindung, befand Dr. Daniel Hobohm (Siemens AG). Sie könnten unter anderem für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Gleichwohl müssten auch negative Entwicklungen mitgedacht werden: „Viele Menschen könnten von Bussen und Bahnen auf das autonome Auto wechseln, mit potenziell mehr Stau und geringerer Auslastung des ÖPNV“. Diese Gefahr sahen auch Volkhard Malik (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) und Dr. Alexander Pischon (Karlsruher Verkehrsverbund). „Das Mobilitätsverhalten wird sich ändern. Deshalb müssen alle, die heute im Mobilitätsmarkt aktiv sind, ihre Strategien neu ausrichten“, so Malik. Verkehrsverbünde würden bereits verstärkt in Zusatzangebote wie Car-Sharing oder Fahrradvermietsysteme investieren. „Die Ansprüche an Flexibilität, Schnelligkeit und Komfort steigen. Entscheidend wird sein, den Menschen einen einfachen und transparenten Zugang zu Mobilitätsdienstleistungen zu ermöglichen. Und dies zu einem fairen Preis“, unterstrich Pischon. Die Zukunft der Mobilität werde durch eine größere Vielfalt von Verkehrsmitteln und -konzepten geprägt sein, bestätigte Dr. Thomas Meyer (Karlsruher Institut für Technologie). Diese Vielfalt könne bei intelligenter Gestaltung und Nutzung erhebliche Potenziale freisetzen. „Die Komplexität des Systems erfordert aber ein systematisches Verständnis in Tiefe und Breite, wie es nur im Verbund von Spezialisten zu erreichen ist“, warb Meyer für ein koordiniertes, gemeinsames Vorgehen bei der Herausforderung „Mobilitätswende“.