„Grüner“ Strom aus der Region für Dreiviertel der Haushalte


Großteil stammt aus Iffezheim

75 Prozent des Strombedarfs der Privathaushalte in der Region werden aus erneuerbaren Energien gedeckt. Dies erfuhr der Planungsausschuss des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein in seiner Sitzung am 15. Februar. Die Verwaltung hatte ihren jährlichen Bericht vorgelegt, aus dem die regionale Verteilung der Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien hervorgeht. „Mit diesem Bericht wollen wir die Öffentlichkeit informieren, die Städte und Gemeinden motivieren und jedem Einzelnen zeigen, dass er seinen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Die Ergebnisse werden außerdem in den Dialog mit den regionalen Energieagenturen einfließen, um die Energiewende weiter gemeinsam auszugestalten“, erläutert Verbandsdirektor Gerd Hager. Laut Bericht wurden in der Region Mittlerer Oberrhein aus Erneuerbaren Energiequellen insgesamt 752 Gigawattstunden elektrische Energie erzeugt, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) förderfähig war. Allein damit können rechnerisch bereits rund 215.000 Haushalte versorgt werden. Hinzu kommt der Strom aus den vier Bestandsturbinen des Rheinkraftwerks Iffezheim, der für weitere 132.000 Einheiten reichen würde.

Die bedeutendste Quelle für die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region ist die Wasserkraft mit fast 68 Prozent. Mit knapp einem Viertel ist die Solarenergie beteiligt, und sieben Prozent stammen aus der energetischen Verwertung von Biomasse. Weitere Anteile liefern Windenergie sowie Energie aus  Deponie-, Klär- und Grubengas.

In einem regionalen Ranking stellt der Bericht unter an- derem die Spitzenreiter in installierter Leistung je Einwohner dar. Bei der Wasserkraft hat sich die Verteilung in der Region im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Dank der Turbinen des Rheinkraftwerks liegt Iffezheim mit 8.129 Watt pro Einwohner (W/EW) mit großem Abstand vor Weisenbach (1.598 W/EW) und Forbach mit 1.429 W/EW. Unter Einbeziehung der Bestandsturbinen des Kraftwerks entfallen  in  Iffezheim mehr als 31.260 Watt auf einen Einwohner. Auch bei der Photovoltaik liegt Iffezheim mit 1.786 Watt Nennleistung unter der Annahme  der Standard-Testbedingungen (umgangssprachlich Watt Peak (Wp)) je Einwohner an erster Stelle vor Muggensturm mit 1.453 Wp/EW, gefolgt von Philippsburg (1.156 Wp/EW). Mit dem Vergleichsjahr identisch sind die Top 3 in der Biomasse. Spitzenreiter bleibt Rheinmünster mit 930 Watt pro Einwohner. Lichtenau wird mit 364 (W/EW) Zweiter, gefolgt von Iffezheim mit 152 (W/EW).

„Der regionale Energiemix entspricht den Begabungen der Region. Wir setzen auf Wasser und Sonne, die es in unserem Raum reichlich gibt“, so Verbandsdirektor Gerd Hager. „Der Mittlere Oberrhein leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.region-karlsruhe.de