Endlich wieder per Jet in die Hauptstadt!


Eurowings startet neuerdings zweimal täglich mit einem Airbus A319 von Karlsruhe/Baden-Baden nach Berlin. Diese Flugverbindung ist wichtig für Wirtschaft und Politik

v.l.n.r.: Dr. Guido Glania (IHK), Dr. Frank Mentrup (Stadt Karlsruhe), Oliver Wagner (Eurowings), Manfred Jung (Baden Airpark)

Flugstopp? Kleinmaschine? Vergangenheit! Seit Ende Oktober können Reisende mit einem Airbus A319 vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) nach Berlin fliegen. Aus diesem Anlass stellten Vertreter von Baden-Airpark, der zuständigen Fluggesellschaft Eurowings, sowie der Stadt Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressekonferenz diese wichtige, neue Verbindung vor. Nach der Air-Berlin-Pleite im Jahr 2017 hoben vom Flughafen Karlsruhe/Baden zunächst keine Flieger mehr in Richtung Bundeshauptstadt ab. Ab März 2018 bediente Eurowings die Strecke mit einer kleinen Turboprop-Maschine für 70 Passagiere.

Der seit Beginn des Winterflugplans eingesetzte Kontinental-Jet hebt unter der Woche zweimal täglich, samstags und sonntags je einmal nach Berlin ab und bietet 150 Plätze. „Ich bin froh, dass Eurowings hier eingesprungen ist und ein hochwertiges Fluggerät zur Verfügung stellt – das ist sowohl für die Wirtschaft als auch für die Politik enorm wichtig“, sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup, der die Strecke Karlsruhe-Berlin selbst häufiger zurücklegt. Das Angebot ab Baden-Airpark sei eine echte Bereicherung und bringe die Region nach vorne, so Mentrup.

TechnologieRegion besser erreichbar
„Gute Erreichbarkeit ist das A und O für eine Wirtschaftsregion wie die TechnologieRegion Karlsruhe. Man muss unproblematisch hin- und wieder wegkommen und wünscht sich einen qualitätsvollen Service“, findet der Oberbürgermeister. Im Sommer hatte er – wie viele andere Passagiere auch – unter Flugausfällen zu leiden. Das soll sich ab sofort deutlich bessern, verspricht Oliver Wagner von Eurowings. Der kaufmännische Direktor freut sich als gebürtiger Karlsruher besonders, dass die Strecke Karlsruhe-Berlin endlich wieder mit einem „richtigen Flugzeug“ bedient wird. 

„Es war ein schwieriger Sommer, die Flugindustrie ist mittlerweile von Engpässen getrieben: Wir haben zu wenig Lotsen, Slots, Flugzeuge und Ersatzteile“, erklärt Wagner auf dem Pressegespräch im Haus der IHK Karlsruhe. Um die Verbindungen zuverlässiger zu machen, habe man mehr Reserven eingebaut und Flugpläne entzerrt. „Die Flugrotationen sind jetzt weniger eng, eine Maschine fliegt zum Beispiel nur noch zwischen Köln und Berlin hin und her und nicht noch zwischendurch nach Mallorca.“ Das koste seine Airline zwar Produktivität, doch die Flotte fliege stabiler, sagt der Eurowings-Manager.

Persönlicher Austausch vor Ort 
IHK-Hauptgeschäftsführer Guido Glania unterstreicht ebenfalls die Bedeutung des Luftverkehrs zwischen Karlsruhe und Berlin: „Es ist eine strategische Verbindung! Geschäftsleute und IT-Mitarbeiter, von denen in der TechnologieRegion Karlsruhe immerhin 4 000 arbeiten, müssen persönlich bei dem dabei sein, was sich in der Hauptstadt abspielt.“ Jede Möglichkeit, von hier aus in die Metropole an der Spree zu gelangen, sei deshalb bedeutsam, da sie stärkeren Austausch und intensive Diskussionen vor Ort ermögliche. Deshalb hoffe er, so Glania weiter, die Flugstrecke Karlsruhe-Berlin bleibe nun langfristig bestehen.

Weitere Infos finden Sie auch unter www.baden-airpark.de