Erdgas Südwest baut größte schwimmende Photovoltaik-Anlage Deutschlands


Neues Flächenpotential für die regionale Energiewende

Quelle: Erdgas Südwest

Erneut ist der EnBW-Konzern – in diesem Fall über seine Tochtergesellschaft Erdgas Südwest (ESW) – ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, beim Ausbau der Erneuerbaren Energien auch neue Wege zu gehen. Das breite Spektrum reicht dabei vom Null-Cent-Angebot für den Offshore-Windpark He Dreiht über Pläne zum Bau der größten PV-Anlage Deutschlands ohne Subventionen bis hin zu Versuchen mit Höhenwind-Anlagen. Mit dem Bau einer schwimmenden PV-Anlage kommt nun ein weiteres innovatives Projekt hinzu.

Auf dem Baggersee Maiwald in der Gemeinde Renchen bei Achern baut die EnBW-Tochter Erdgas Südwest (ESW) derzeit die größte schwimmende Photovoltaik-Anlage in Deutschland. Damit erschließt das Unternehmen ein neues Flächenpotential der regionalen Energiewende

Auf der 43 Hektar großen Seefläche installiert Erdgas Südwest 2.304 PV-Module mit einer elektrischen Leistung von 750 kWpeak auf einer schwimmenden Unterkonstruktion. Im Rahmen der technischen Realisierung ist auch die ESW Tochtergesellschaft AutenSys sowie der Dienstleistungsbereich der Netze BW als Teil des Projektteams mit im Boot.

Die Anlage bedeckt nur zwei Prozent der Seefläche und liefert doch künftig pro Jahr 800.000 kWh regenerativen Strom für den Kieswerksbetreiber Armin Ossola. Zwei Drittel des regenerativen Stroms werden direkt vor Ort wieder verbraucht. Zusätzlich spart der Umstieg auf den selbst produzierten grünen Strom rund 560.000 Kilogramm schädliches CO2 pro Jahr ein.

Die Anlage soll für Erdgas Südwest nicht die letzte gewesen sein. Im Fokus stehen weitere in Betrieb befindliche Baggerseen entlang der Rheinschiene. „Im Gegensatz zu Freiflächenanlagen konkurrieren die Anlagen auf einem Baggersee mit keiner anderen Nutzung. Außerdem passen Produktion und Verbrauch des Stroms zeitlich perfekt zusammen“, erklärt Boris Heller, Projektleiter bei Erdgas Südwest. Durch die Kühlung des Wassers sei im Vergleich zu Freiflächen- oder Dachanlagen sogar ein Mehrertrag von rund zehn Prozent zu erwarten.

In den letzten Jahrzehnten sind entlang der Rheinschiene viele Baggerseen entstanden, da der Bedarf an Baustoffen wie Sand und Kies enorm gestiegen ist und nach wie vor wächst. Dieses Flächenpotential gilt es für die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien zu nutzen und somit die regionale Energiewende weiter voran zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.erdgas-suedwest.de