Drei regionale Unternehmen erhalten den Außenwirtschaftspreis GLOBAL2019


Beim Festakt in Anwesenheit des japanischen Botschafters freuten sich Blanco, Wibu-Systems und Wickert Maschinenbau über die Auszeichnung der TechnologieRegion Karlsruhe

Copyright jodo-foto/IHK Karlsruhe

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Die Blanco-Gruppe aus Oberderdingen, Wibu-Systems aus Karlsruhe und Wickert Maschinenbau aus Landau sind mit dem Außenwirtschaftspreis der Technologieregion Karlsruhe, Global 2019, ausgezeichnet worden. „Internationale Wettbewerbsfähigkeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Region“, sagte Wolfgang Grenke, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe bei der Preisverleihung am Mittwochabend.

„Viele Firmen in unserer Region sind deshalb global so erfolgreich, weil es ihnen gelingt, unterschiedliche Kulturen für sich einzunehmen und damit Märkte in vielen Gegenden der Welt zu erschließen.“ Den drei ausgezeichneten Unternehmen gelinge dies beispielhaft, so Grenke. Sie seien Vorbilder für andere. Die Blanco-Gruppe zählt zu den führenden Herstellern hochwertiger Spülen und Küchenarmaturen. Produziert wird überwiegend an den Standorten in Sulzfeld und Sinsheim sowie in Toronto und Istanbul. Das europäische Logistikzentrum befindet sich in Bruchsal. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Blanco-Gruppe rund 65 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Frank Gfrörer, Vorsitzender der Geschäftsführung, nahm die Auszeichnung bei einem Empfang der IHK entgegen.

Ehrengast war der japanische Botschafter Takeshi Yagi.

Japan sei der zweitgrößte Küchenmöbelmarkt der Welt, sagte Blanco-Chef Gfrörer. „Aber er ist für Nicht-Japaner schwierig zu bearbeiten.“ Wibu-Systems hat sein Engagement in Japan gerade erst verstärkt. Das 1989 gegründete Karlsruher Unternehmen entwickelt und vertreibt Lösungen zur gesicherten Lizenzierung von Computersoftware. In diesem Nischenmarkt ist Wibu-Systems einer der weltweit führenden Anbieter. „Das Auslandsgeschäft ist für uns seit vielen Jahren sehr wichtig“, sagte Firmengründer und Vorstand Oliver Winzenried. Als jüngste Tochtergesellschaft wurde 2018 eine japanische gegründet.

Der dritte Preisempfänger, Wickert Maschinenbau, ist auf hydraulische Pressen für die Industrie spezialisiert. Die Maschinen werden im pfälzischen Landau hergestellt und gehen etwa zur Hälfte an Kunden im Ausland. Gesellschafterin Stephanie Wickert sagte: „Ich bin stolz darauf, in der vierten Generation unseres Familienunternehmens diesen Preis entgegennehmen zu dürfen.“

Ehrengast Yagi betonte in seiner Ansprache, die Beziehungen zwischen Japan und Deutschland seien gegenwärtig „so gut wie noch nie.“ Dabei sei die wirtschaftliche Zusammenarbeit am wichtigsten. „Ich hoffe, dass sich zwischen Japan, Baden-Württemberg und der Region Karlsruhe weitere Kooperationen in der Spitzentechnologie ergeben“, sagte der Botschafter. 

(Quelle: BNN)