regiomove unter den TOP 3 beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis


Bei der Preisverleihung am 21.11. in Düsseldorf zeichnete die Jury das Mobilitätsprojekt beim Sonderpreis für Digitalisierung (Kategorie Forschung) aus

Über die Top3-Platzierung von regiomove beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis freuen sich (v.l.n.r.) Olaf Strotkötter (Karlsruher Verkehrsverbund), Maren Mayer de Groot (Regionalverband Mittlerer Oberrhein) und regiomove-Projektleiter Dr. Frank Pagel (links), die die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte regiomove-Projektteam entgegennahmen. (Foto: KVV)

Projektleiter Dr. Frank Pagel vom Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) nahm die Auszeichnung stellvertretend für das ganze regiomove-Team entgegen. „Wir sind sehr stolz, dass wir es bis ins Finale der besten drei Projekte geschafft haben. Es freut uns natürlich auch, wenn regiomove dadurch bundesweit noch mehr Bekanntheit und Akzeptanz erfährt“, sagt Pagel. Mit Blick auf den Siegerbeitrag aus Leipzig, wo die örtlichen Verkehrsbetriebe mit „Leipzig 2.0“ ebenfalls eine digitale Vernetzungsplattform für Mobilitätsangebote aufbauen, fühlt sich der regiomove-Projektleiter in der Arbeit seines Teams bestätigt. „Das Voting der Jury zeigt, dass der von uns eingeschlagene Weg in die richtige Richtung zeigt und dass die Zukunft einer nachhaltigeren Mobilität in der digitalen Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger liegt“, so Pagel.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement. In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wurden zum elften Mal Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung prämiert. Im Mittelpunkt der Preisverleihung standen die Akteure und Projekte, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen.

Was hat regiomove mit Nachhaltigkeit zu tun?
In der Jurybegründung hieß es, „regiomove verfolgt einen regionalen Ansatz und kombiniert digitale und physische Vernetzung, um eine effiziente und klimafreundliche Form der Mobilität voranzubringen“. regiomove setzt dabei auf die großen weltweiten Entwicklungstrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die gleichnamige App wird ab Frühjahr 2020 Alternativen zum rein privat genutzten PKW aufzeigen. Nach Erhebungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg war der Verkehr auch im Jahr 2017 der größte CO2- Verursacher, darunter mit weit über die Hälfte (57%) der Personenverkehr.

Wie funktioniert regiomove?
Ziel ist es, mit Hilfe einer App möglichst einfach und umweltfreundlich von A nach B zu kommen. Dazu können unterschiedliche Verkehrsmittel genutzt werden, also Stadtbahn, Stadtmobil oder Leihfahrrad. Routenplanung, Buchung und Bezahlung soll dann alles über die neue App erfolgen. Unterstützend dazu sind in der Region Mobilitätsstationen geplant, sogenannte regiomove Ports. Dort wird der Wechsel vom einen zum anderen Fahrzeug einfacher, weitere Services sind angedacht. Die Gestaltung der Ports wurde über einen Designwettbewerb entschieden.

Wie ist der Entwicklungsstand von regiomove?
Der Karlsruher Verkehrsverbund ist bereits im Dialog mit den sieben ausgewählten Pilotgemeinden über die lokale Ausgestaltung der Ports. Die regiomove-App soll im März 2020, pünktlich zur internationalen Messe für intelligente IT-Lösungen im öffentlichen Personenverkehr in Karlsruhe (IT-TRANS), als Demoversion funktionieren.

Wer steht hinter dem Projekt regiomove?
Als ein Leuchtturmprojekt der TechnologieRegion Karlsruhe wird regiomove von Seiten des Landes Baden- Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 4,9 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Gemeinsam mit den Partnern Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, FZI Forschungszentrum Informatik, raumobil GmbH, PTV Group, INIT GmbH, Stadtmobil CarSharing GmbH & Co. KG, Regionalverband Mittlerer Oberrhein, Landkreis Rastatt und der Stadt Karlsruhe wird die Zukunft der Mobilität in der gesamten Region neu gestaltet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.regiomove.de und www.nachhaltigkeitspreis.de