Die Belegschaft des Siemens-Werk Karlsruhe spenden an gemeinnützige Organisationen in der Region


Fünf Institutionen aus der TechnologieRegion Karlsruhe teilen sich 15.000 Euro

Die Spenden überreichte Jan Mellies (links), kaufmännischer Werksleiter, im Namen aller Kolleginnen und Kollegen des MF-K an Ulrich Schmitz von der UNESCO-Projektschule Heisenberg-Gymnasium, Regina Bindert vom Kinderhospizdienst Karlsruhe, Katharina Große vom Verein Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe e.V., Gertrud Bitterwolf-Knam und Margareta Höfele vom Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Karlsruhe, und Jasmin Sahin, Geschäftsführerin UNESON guG (1. Reihe v.l.). Vertretend für alle Kolleginnen und Kollegen: Axel Köhler, Christian Schild, Tobias Wenske und Katrin Fuchs vom MF-K (2. Reihe v.l.).

Das Siemens-Werk in Karlsruhe hat sich in den letzten zwei Jahren von Grund auf verändert – bei laufendem Betrieb und innerhalb der bestehenden Werkshallen. Ein Veränderungsprozess, der sich sehen lässt und der ohne die außergewöhnliche Unterstützung und Mitarbeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Als Anerkennung stellte die Werksleitung der Belegschaft 15.000 Euro zur Verfügung. Die Belegschaft sollte selbst entscheiden, wofür das Geld eingesetzt wird. Eine Abstimmung unter den Mitarbeitenden ergab: Die 15.000 Euro sollen für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. In einer zweiten Runde haben die Mitarbeitenden abgestimmt, welche Organisationen die Spende erhalten sollen. Fünf gemeinnützige Institutionen aus der TechnologieRegion Karlsruhe erhalten nun eine Spende: Kinderhospizdienst Karlsruhe, UNESON LERNFREUNDE Schule, Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Karlsruhe, Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe e.V. sowie UNESCO-Partnerschule Heisenberg-Gymnasium. Die Spenden übergab nun Jan Mellies, kaufmännischer Werksleiter, im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Organisationen.

Mit einer Digitalisierungsstrategie reagiert Manufacturing Karlsruhe, wie sich das Siemens-Werk nennt, auf Veränderungen im Markt. Komplexität ist das Stichwort. „Die Ansprüche steigen, die Kunden und damit unsere Entwicklungspartner vom Standort wollen immer kürzere Lieferzeiten und immer individuellere Produktvarianten“, so Mellies. „Folge ist, dass es an jedem zweiten Arbeitstag zu einem neuen Produktanlauf kommt – und mithin die Anforderungen immer komplexer werden. Vor einiger Zeit kamen wir daher zu dem Schluss: ‚Wenn wir uns nicht verändern, werden wir die Komplexität und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland irgendwann nicht mehr beherrschen.“

Die Antwort darauf war ein Masterplan für Manufacturing Karlsruhe, bestehend aus FLEAN, einer Matrixproduktion und Veränderungsprozessen. Das „F“ in FLEAN steht für „Flexibel“. „LEAN“ ist der Oberbegriff für möglichst verschwendungsfreie Prozesse und Tätigkeiten. FLEAN verbindet also beides. Dazu wurden in einer Analyse-Phase alle Prozesse im Werk unter die Lupe genommen. In der darauffolgenden Designphase erarbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Werk eine neue Anordnung der Fertigung. Seit Sommer 2018 wird die neue Matrix-Produktion nun implementiert.

„Matrix-Produktion im Fluss“ heißt die neue Fertigungsstrategie, die auch auf dem Einsatz digitaler Methoden zur Produktionsplanung und -steuerung beruht. „So senken wir die Durchlaufzeit drastisch“, erzählt Mellies. „In unsere Veränderungsprozesse waren und sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest eingebunden. Tatsächlich steht dabei für uns der Mensch im Mittelpunkt – im Veränderungsprozess sowie in der Produktion selbst. Es war mir und der gesamten Werksleitung daher ein persönliches Anliegen, das Engagement und die Begeisterung der Belegschaft, ohne die wir diese Veränderungen nicht hätten umsetzen können, zu würdigen.“ Die Werksleitung stellte der Belegschaft daher 15.000 Euro als Dankeschön zur Verfügung, die entschied, das Geld an gemeinnütze Organisationen zu spenden.

Gesellschaftliches Engagement ist seit der Firmengründung vor über 170 Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Siemens. „Wir verstehen uns überall dort, wo wir geschäftlich aktiv sind, als verantwortlicher Nachbar“, so Mellies. „Diese Verantwortung wird von unseren Mitarbeitenden vorbildlich gelebt.“

„Wir sind sehr dankbar für die großzügige Spende von Siemens“, so Regina Bindert vom Kinderhospizdienst Karlsruhe anlässlich der Spendenübergabe. „Mit der Spende werden wir einer von uns begleiteten Familie die Anschaffung eines behindertengerecht ausgebauten Fahrzeugs ermöglichen“.

Jasmin Sahin, Geschäftsführerin von Kinderhilfswerk UNESON und Leiterin vom Lernfreunde Haus: „Wir sind beeindruckt von dem sozialen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens in Karlsruhe und danken Ihnen herzlich für die Geldspende. Es wird für die Werkstatt im Lernfreunde Haus eingesetzt werden.“

Ebenso freute sich Gertrud Bitterwolf-Knam vom Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Karlsruhe: „Die Spende von Siemens werden wir für unsere Jugendarbeit verwenden und davon im Sommer einen Ausflug für die Kinder und Jugendlichen finanzieren“.

Wir werden das Geld für neue Geräte zur Förderung der Psychomotorik einsetzen, erklärte Katharina Große vom Verein Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe e.V. „Wir haben eine Art Indoor-Hängeseilgarten mit Schienen, an denen kleine Schaukeln, Ringe und Seile befestigt werden können. Hier möchten wir die Auswahl und Geräte erweitern.“

Ulrich Schmitz von der UNESCO-Projektschule Heisenberg-Gymnasium bedankte sich im Namen aller Schülerinnen und Schüler für die Spende. „Das Geld werden wir für die Renovierung eines Mädchenwohnheims in Indien einsetzen. Im Frühjahr 2020 werden 32 Schülerinnen und Schüler unserer Schule praktische Entwicklungshilfe in Mitraniketan leisten und bei der Renovierung helfen.“

Weitere Informationen finden Sie unter press.siemens.com