Wenn Studierende wie Unternehmer handeln


Die Lehrveranstaltung „Start-up-Semester“ der Hochschule Karlsruhe etabliert mit realen unternehmerischen Problemstellungen eine Gründungskultur

Quelle: G-Lab

Das Smartphone zu benutzen, um die reale Welt zu rekonstruieren und sie mit digitalen Inhalten zu erweitern – das klingt für viele noch nach Science-Fiction Filmen und entfernter Zukunft. Doch seit August 2019 kann die Mapstar App weltweit im AppStore und im PlayStore heruntergeladen werden. Sie ermöglicht es, Fotos, Texte und Animojis an realen Orten zu speichern. Doch damit ist die Produktvision von Mapstar noch lange nicht erreicht.

Als Start-up ist es wichtig, direktes Feedback der Zielgruppe zu erhalten, welche Anwendungsgebiete interessant sind, welche Hürden aktuell noch bestehen, welche Features zwingend nötig sind, damit die App genutzt wird und noch vieles mehr. Die HsKA-Studierenden haben sich dieser Challenge gestellt und im Rahmen des Start-up-Semesters eine Zielgruppenanalyse am Campus und online durchgeführt.

Fünf Benefits des Start-up-Semester für Start-ups

  1. Nähe und Austausch zu den Zielkunden sowie direkter Austausch und Ideen Nach einer kurzen Vorstellung von Mapstar, haben Anke und Corinna sofort tatkräftig losgelegt und Ideen entwickelt, in welcher Form sie Feedback und Anregungen zur bestehenden Mapstar App von den Studierenden gewinnen können. Letztendlich haben wir uns entschieden sowohl einen Online Fragebogen als auch direkte Befragungen am Campus zu nutzen. Ein riesiger Vorteil für uns als Start-up war, dass wir durch Anke und Corinna Zugang zu internen Plattformen erhalten haben, auf denen die Onlineumfrage geteilt werden konnte.

  2. Feedback, welches direkt in die Weiterentwicklung des Produktes fließt Bei der Entwicklung eines neuen Produktes muss man viele Annahmen treffen, welche Features den Kunden den größten Benefit bieten werden, für welche Zwecke das Produkt genutzt wird und wie es intuitiv und einfach zu bedienen ist. In unserem Fall nutzen wir eine komplett neue Technologie und Herangehensweise, um digitale Informationen an realen Orten zu hinterlegen. Für uns ist es daher sehr wichtig, stets zu überprüfen, ob unsere Annahmen richtig waren und von der Zielgruppe geteilt werden. Durch die Befragung der Studierenden konnten wir sehr wertvolles Feedback sammeln, welche Features bereits gut integriert sind, wofür unser Produkt am ehesten genutzt werden würde und haben die Bestätigung erhalten, dass eine gute Usercommunity das A und O sein wird.

  3. Abwechslungsreiche Projekte für Studis = potenzielle Mitarbeiter/innen für Euch Als wir uns das erste Mal mit Anke und Corinna getroffen haben, habe ich die beiden gefragt, weshalb sie sich für das Start-up-Semester entschieden haben. Die Antwort kam sofort und synchron – „weil wir an interessanten Projekten arbeiten möchten und sehen wollen wie ein Start-up arbeitet“. Hier besteht meiner Meinung nach der größte Benefit des Start-up-Semester Programms. Die Ergebnisse der Arbeit sind extrem wertvoll für uns als Start-up und wir konnten den beiden einen Einblick in die tägliche Arbeit bei Mapstar geben. Hieraus hat sich bspw. im Fall von Corinna eine weitere Zusammenarbeit entwickelt, da sie im Anschluss ihre Abschlussarbeit bei uns schreiben wird.

  4. Präsenz und Werbung für unsere App an der Hochschule Wie bereits im ersten Punkt beschrieben, ist es für uns extrem wichtig, den Zugang und den direkten Austausch mit unseren Zielkunden zu suchen, um unser Produkt bestmöglich entwickeln zu können. Weiterhin hat das Start-up Semester uns jedoch auch geholfen, vielen Studierenden am Campus das erste Mal von Mapstar zu berichten. Wie bereits beschrieben, ist der Aufbau einer Usercommunity für eine App sehr wichtig. Auch hier hat das Start-up Semester uns also weitergeholfen.

  5. Netzwerk! Klingt sehr banal und ist dennoch ein super Benefit. Durch den Austausch mit Patrick (G-Lab) und die super Betreuung im Start-up-Semester durch Christian (G-Lab) hat sich unser Netzwerk an der Hochschule erweitert und wir haben von weiteren interessanten Möglichkeiten erfahren. Durch gute Kontakte fällt es uns ebenfalls einfacher an der Hochschule auf offene Stellen oder Abschlussarbeiten bei Mapstar aufmerksam zu machen.

  6. Spaß Spaß kommt als schöner Nebeneffekt des Start-up-Semester. Im Team mit Patrick, Christian, Anke, Corinna und Madeline, welche gerade ihre Bachelorarbeit bei uns schreibt, hatten wir eine Menge toller Ideen, einen super Austausch und haben viel gelacht. Ich bin mir sicher, jeder konnte vieles lernen und ich kann das Start-up-Semester daher nur jedem, egal ob Studierende oder Start-ups, weiterempfehlen.

Weiter Informationen finden Sie unter: g-lab.one