Karlsruhe hat den Deutschen Fahrradpreis bekommen


Auszeichnung in der Kategorie Infrastruktur für die Fahrradstation Süd am Hauptbahnhof

Karlsruher Fahrradstation Süd (Bildrechte: MKazakov, Abdruck honorarfrei - für nichtkommerzielle Nutzung)

Karlsruher Fahrradstation Süd mit Deutschem Fahrradpreis 2020 ausgezeichnet (Bildrechte: MKasakov, Abdruck honorarfrei - für nicht kommerzielle Nutzung)

Gut ausgelastet ist die Fahrradstation Süd (Foto: Stadt Karlsruhe)

Die Parkgarage vor dem Umbau (© Fächer GmbH)

Karlsruhe hat den "Deutschen Fahrradpreis" in der Kategorie „Infrastruktur“ gewonnen. Bei der Preisübergabe (27. Februar 2020) im Rahmen des Rad-Kongresses in Essen nahm Klaus Lehmann, Geschäftsführer der Karlsruher Fächer GmbH, zusammen mit Saskia Nurie, Projektleiterin, den Preis für die „Karlsruher Fahrradstation Süd“ von Karola Lambeck, Radverkehrsbeauftragte im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), entgegen.

Die Idee, aus einer Tiefgarage für Autos ein attraktives Servicehaus für Fahrräder zu machen, überzeugte die Jury ob ihres Modellcharakters. „Es ist uns gelungen, innerhalb von nur zehn Monaten Planungs- und Bauzeit aus 38 Autoparkplätzen Raum für 680 Fahrräder zu schaffen“, ist Lehmann stolz auf sein Team. „Das gestalterische Konzept erzeugt in Verbindung mit der Beleuchtung und prägnanten Farbgebung eine stets freundliche Wahrnehmung des Raums. Beim Betreten erinnert nichts mehr daran, dass hier einmal das etwas in die Jahre gekommenes Parkhaus P3 für Autos untergebracht war. Zusammen mit der Fahrradstation Nord bieten wir nun über 1.100 sichere und geschützte Fahrradparkplätze am Hauptbahnhof.“

„Einmal mehr zeigt die Auszeichnung, dass wir in Karlsruhe auf der richtigen Spur radeln“, freut sich denn auch Bürgermeister Daniel Fluhrer über den neuerlichen Erfolg bei einem bundesweiten Radwettbewerb. „Damit uns dies auch zukünftig gelingt, erstellen wir derzeit einen neuen Aktionsplan für den Fuß- und Radverkehr.“

Deutscher Fahrradpreis will Radverkehr in Deutschland fördern

„Der Deutsche Fahrradpreis“ ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Insgesamt wurden drei Preise in den Kategorien Infrastruktur, Service und Kommunikation, vergeben. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 3.000 Euro dotiert. Insgesamt 110 Bewerber konkurrierten um die Auszeichnungen.

Seit 2007 parken Radfahrende ihr Fahrrad im Norden des Hauptbahnhofs auf 440 Stellplätzen im Osttunnel mit direktem Zugang zu den Bahngleisen. Als Serviceangebote gibt es Schließfächer zu mieten und eine Pumpmöglichkeit.

Im April 2018 eröffnete im ehemaligen Parkhaus P3 die Karlsruher Fahrradstation Süd. Gründe hierfür waren der steigende Bedarf an Fahrradabstellmöglichkeiten sowie großflächige Umstrukturierungen des Areals rund um den Hauptbahnhof Süd.

Die Karlsruher Fächer GmbH hat als Betreiberin der umliegenden Parkgaragen sowie der Fahrradstation im Norden den Umbau zusammen mit dem Architekturbüro TAFKAL GmbH innerhalb von nur zehn Monaten Planungs- und Bauzeit realisiert. In der neuen Fahrradstation konnten 680 Fahrradstellplätze geschaffen werden, darunter auch Stellplätze für Sonderfahrräder sowie Servicebereiche mit Werkzeug, Schließfächern, ein Nebenraum zum Umkleiden und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Die Einfahrt befindet sich am südlichen Bahnhofplatz westlich des Bahnhofzugangs. Der Ausgang führt direkt zur Fußgängerpassage im Hauptbahnhof.

Das gestalterische Konzept des Architekturbüros TAFKAL beinhaltet eine prägnante Farbgebung, welche die Fläche in fünf Farbzonen unterteilt. Die Grafik aus Linien und Kreisen erinnert gestalterisch an die bekannten ÖPNV-Netzpläne und wurde auch als das offizielle Logo für die Fahrradstationen übernommen. Ein besonderes Beleuchtungskonzept erzeugt mittels durchgängig hell ausgeleuchteter Räume in Verbindung mit der kräftigen Farbgebung eine stets freundliche Wahrnehmung des Raums.

Die Tageskarte für die Fahrradstationen liegt bei einem Euro, Monats- und Jahreskarten sind für 8,50 Euro beziehungsweise 75 Euro zu erwerben. Das Semesterticket kostet 35 Euro.

Weitere Informationen finden Sie unter www.der-deutsche-fahrradpreis.de und unter presse.karlsruhe.de