regiomove - vernetze Mobilität als Exportschlager?


„Schon bevor die ersten Projektergebnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, gibt es bereits überregional großes Interesse an diesem Produkt“, zeigte sich Verbandsdirektor Gerd Hager erfreut

Die Rede ist vom regionalen Mobilitätsprojekt namens regiomove, das unter der Leitung des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) entsteht. Dessen Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon stand diese Woche (08.07.) den Mitgliedern des Planungsausschusses des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein dazu Rede und Antwort.

Zentraler Bestandteil von regiomove, so Pischon, sei die App, die ab kommenden Herbst in den Internet- Stores der beiden großen Anbieter erhältlich sein soll. Derzeit würde sie noch von sogenannten „friendly user“ auf Herz und Nieren geprüft. Mit dieser App können die Benutzer endlich ihre Fahrten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln planen, buchen und bezahlen, alles aus einer Hand, warb der Geschäftsführer. Voraussetzung dafür ist, dass die bislang daran beteiligten öffentlichen und privaten Mobilitätsanbieter ein Team bilden, den sogenannten Mobilitätspakt. Dieser Pakt steht allen interessierten Anbietern offen, betonte Pischon. Auch autonom fahrende Fahrzeuge seien irgendwann denkbar.

Der Wunsch des Regionalverbandes, die Mobilitätsangebote auch regionsübergreifend mit anderen Verkehrsverbünden zu vernetzen, stößt beim KVV auf offene Ohren. Vorstellbar sei es, zum Beispiel zu den Nachbarverbünden oder gar eine Fahrt in die Bundeshauptstadt über die App buchen zu können. Entsprechende Kooperationsgespräche mit interessierten Regionen laufen bereits – das ist aber noch ein Zukunftsthema.

Was zusätzlich zur App in absehbarer Zeit schon entstehen soll, sind die räumlich sichtbaren Elemente des Projektes, die so genannten regiomove-Ports. An diesen markant gestalteten Mobilitätsstationen soll der Umstieg vom einen auf das andere Verkehrsmittel besonders einfach sein, also von der Stadtbahn auf das Leihfahrrad, das Leihauto oder umgekehrt. Zudem können Zusatzangebote wie Schließfächer oder Reparaturstationen integriert werden. Durch die Kombination aus Port und App werden lokale Angebote zu regional nutzbaren Mobilitätsdiensten. Im Rahmen des von der EU und dem Land Baden-Württemberg geförderten Projektes sollen zunächst ein halbes Dutzend Pilotports entstehen. Aufgrund ihres modularen Aufbaus lassen sich die Ports individuell an die jeweiligen Standorte anpassen und sind dennoch als Symbol für die Neue Mobilität zu erkennen, so Pischon. Die Kommunikationsarbeit des Regionalverbandes spiele hierbei für die Bewusstseinsbildung bei den Kommunen und der Bevölkerung eine wesentliche Rolle. Wie und wo es nach Abschluss des Projektes mit zusätzlichen Ports weiter geht, werde auch eine Frage von weiteren Fördermöglichkeiten sein. Der KVV und der Regionalverband führten dazu bereits Gespräche, unter anderem mit dem Land.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter: www.regiomove.de