Mit regionalen europäischen Strategien aus der Krise


Welche regionalen Strategien führen die Wirtschaft aus der Corona-Krise?

Quelle: TechnologieRegion Karlsruhe GmbH

Im Rahmen einer Online-Veranstaltung am 14. September 2020 in Karlsruhe diskutierten neben der baden-württembergischen Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz und der Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, der Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Jochen Ehlgötz sowie Ralph Schlusche (Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar) über regionale europäische Ansätze zur Unterstützung der Wirtschaft und den Beitrag interregionaler Kooperationen, um die Wirtschaft aus der Corona-Krise zu führen

Welche regionalen Strategien führen die Wirtschaft aus der Corona-Krise? Diese Frage stand im Zentrum der Online-Veranstaltung in Karlsruhe. An der Veranstaltung, zu der über 350 Teilnehmende angemeldet waren, waren drüber hinaus auch zahlreiche europäische Regionen aus Belgien, Dänemark, Italien, Niederlande, der Schweiz sowie Slowenien beteiligt.

„Unser klares Ziel ist es, so viele Arbeitsplätze wie möglich im Land zu sichern und unseren bedeutenden Standort über die Krise hinaus zu erhalten. Innovationskraft als eine unserer Stärken ist der Schlüsselfaktor dafür. Wir brauchen daher ein agiles und dynamisches Innovationsgeschehen, das Baden-Württemberg einen raschen wirtschaftlichen Wiederaufbau erleichtert und auch in Zukunft an der Spitze hält“, so Staatssekretärin Schütz anlässlich der Veranstaltung. Klar sei aber: Die Krise könne nur gemeinsam in partnerschaftlicher Zusammenarbeit gemeistert werden. Dazu müsse einerseits mit der Wirtschaft und den Regionen im Land und andererseits in enger Partnerschaft mit Europa agiert werden. „Unser Kernanliegen ist es, dass die EU den Mittelstand, unsere Leitbranchen und Zukunftstechnologien in den Blick nimmt, um so die richtigen Weichen zu stellen“, appellierte Schütz in Richtung Brüssel. „In unserer deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion am Oberrhein haben Wirtschaft und Wissenschaft im Verbund das Potenzial, die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) zu einer der stärksten Innovationsregionen Europas zu machen. Im Rahmen der TMO-Strategie 2030 werden dafür konkrete Vorschläge für Maßnahmen und Projekte genannt, um einerseits die Wirtschaft zu vernetzen und andererseits den grenzüberschreitenden Technologie- und Wissenstransfer voranzubringen – zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unternehmen am Oberrhein können gerade in dieser Krise besonders vom grenzüberschreitenden Austausch neuer Ideen und Erfahrungen aus drei Ländern profitieren“, sagte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.

Geschäftsführer Jochen Ehlgötz betonte die Bedeutung der unmittelbaren Zusammenarbeit über den Rhein hinweg. „In der TechnologieRegion Karlsruhe sind die Partner sowohl in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Département Bas-Rhin institutionell und freundschaftlich eng miteinander verflochten. Durch die bestehenden kurzen Kommunikationsstrukturen ist es gelungen, die Auswirkungen der Grenzschließung und der damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen gemeinsam entgegenzutreten und die Situation für die Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu entspannen.“

Verbandsdirektor Ralph Schlusche warb aus der regionalen Perspektive für ein partnerschaftliches Miteinander und die nötige Unterstützung auf dem Weg aus der Krise. Zwar sei es zu früh, um die konkreten Auswirkungen des Lockdown in der Metropolregion Rhein-Neckar verlässlich zu beziffern. Klar sei aber, dass die Pandemie alle Regionen getroffen habe und Unterstützungsmaßnahmen auf EU-Ebene sich deshalb nicht auf einzelne Regionen oder Sektoren fokussieren dürften. Der in Baden-Württemberg neu aufgelegte innovationsorientierte Wettbewerb RegioWIN 2030 sei ein zukunftsweisender Lichtblick in dieser Zeit.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.baden-wuerttemberg.de