Landkreis Rastatt beim Innovationsindex mit bestem Ergebnis in der Region


Der Landkreis Rastatt belegt beim Innovationsindex des Landes Baden-Württemberg den besten Platz in der Regio

Im Ranking der 44 Kreise kommt der Landkreis Rastatt auf Platz acht, direkt gefolgt vom Stadtkreis Karlsruhe. Auch die Stadt Baden-Baden erreicht mit Rang 21 wie im Vorjahr eine Platzierung in der oberen Hälfte, ebenso der Landkreis Karlsruhe mit Rang 19. Der Ortenaukreis erreicht wiederum Rang 39 und der Landkreis Freudenstadt kommt auf Rang 32. Die ersten drei Plätze belegen der Landkreis Böblingen sowie die Stadtkreise Heidelberg und Stuttgart. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht diesen Innovationsindex alle zwei Jahre.

Für den Landkreis Rastatt zeigt der Trend dabei sowohl bei der Platzierung als auch bei der Punktzahl nach oben: Im Jahr 2018 lag er noch auf Platz 13, jetzt legte er um 0,5 Punkte auf 39,6 Punkte zu. „Das gute Abschneiden innerhalb des Landes ist umso erfreulicher, da das Land Baden-Württemberg seit vielen Jahren mit großem Abstand vor Bayern und Paris/Ile de France an der ersten Stelle im Innovationsranking aller Regionen innerhalb der EU liegt“, erklärt der Leiter des Amtes für Strukturförderung im Landkreis Rastatt, Thorsten Hauck.

Die Innovationsfähigkeit der Kreise wird anhand mehrerer Indikatoren errechnet. Für die Berechnung des Innovationsindex werden private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die Zahl der Patentanmeldungen und von Existenzgründungen in Hochtechnologiebranchen herangezogen. Zudem fließt in den Innovationsindex die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in industriellen Hochtechnologiebranchen sowie in wissensintensiven Dienstleistungen ein. Um die Innovationskraft im Landkreis und der Wirtschaftsregion Mittelbaden weiter zu stärken, sind angesichts der Transformation der Automobilwirtschaft und der Digitalisierung der Wirtschaft Anstrengungen auf mehreren Ebenen notwendig. Im Landkreis Rastatt wird derzeit die digitale Infrastruktur aufgerüstet. Dies betrifft neben dem Glasfaserausbau auch den Ausbau eines schnellen und flächendeckenden Mobilfunknetzes sowie eines LoRaWAN-Netzes. 

Neben dem Ausbau der Infrastruktur zur Förderung der Innovationsfähigkeit ist es ebenso wichtig, den Austausch von Unternehmen untereinander sowie von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu unterstützen. „Mit der Wirtschaftsregion Mittelbaden, die im nächsten Jahr in einen eingetragenen Verein überführt werden soll, steht hier ein hervorragendes Instrument zur Netzwerkbildung zur Verfügung, dem neben rund 60 Unternehmen der Landkreis Rastatt, die Stadt Baden-Baden und alle Städte und Gemeinden im Landkreis angehören“, erklärt Dezernent Mario Mohr. Mit Veranstaltungen, die den Dialog untereinander befördern, wie „Kampf um die Köpfe“ oder dem gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und der Stadt Rastatt veranstalteten „Cluster Regio Point“ sollen Transformations- und Innovationsprozesse durch Wirtschaftsregion und Landkreis unterstützt werden. Für das Jahr 2021 ist die Neuauflage des „Business Forums“ mit der finnischen Partnerstadt Vantaa vorgesehen.

In den ehemaligen Montagehallen von USM in Bühl soll darüber hinaus in den nächsten Jahren ein Innovationszentrum entstehen, das Unternehmen aus der Region, Wissenschaft (unter anderem das KIT in Karlsruhe) und Zivilgesellschaft verknüpft. Das Projekt wird von der Stadt Bühl getragen und von der Wirtschaftsregion Mittelbaden sowie zahlreichen Partnern unterstützt. Der Ausbau eines solchen „Innovations-Hubs“ für Mittelbaden zur Erschließung neuer Innovationsfelder ist eine Maßnahme, die in der regionalen Entwicklungsstrategie der Technologieregion Karlsruhe 2030 vorgesehen ist und mit Unterstützung des Landesförderprogramms RegioWIN umgesetzt werden soll.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Thematische_Karten/32II2001E.pdf