Bruchsal erneut mit dem European Energy Award ausgezeichnet


Überreichung durch Umweltministerin Thekla Walker

Umweltministerin Thekla Walker überreicht den European Energy Award stellvertretend an Dr.-Ing. Volker Kienzlen, Geschäftsführer KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH. (Foto: Martin Stollberg)

„Klima- und Umweltschutz sind Herausforderungen, die uns alle angehen und uns langfristig noch mehr fordern werden. Den Kommunen kommt besonders bei der Wärmewende eine zentrale Rolle zu. Wir müssen unsere Einflussmöglichkeiten nutzen, eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2050 zu ermöglichen“, sagt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick im Zusammenhang mit der erneuten Verleihung des European Energy Award (eea) an die Stadt Bruchsal. Auf dem kommunalen Klimakongress in Ulm hat Umweltministerin Thekla Walker jetzt den European Energy Award an 26 Kommunen verliehen, darunter auch die Stadt Bruchsal. Der European Energy Award habe sich in den vergangenen Jahren zu einem Markenzeichen entwickelt, das den Einsatz der kommunalen Ebene für mehr Klimaschutz sichtbar mache. „Über ein Drittel der Städte, Gemeinden und Landkreise, die deutschlandweit am European Energy Award teilnehmen, stammen aus Baden-Württemberg. Dieser Spitzenplatz zeigt das große Engagement der Kommunen im Land, CO2-Emissionen zu reduzieren, erneuerbare Energien auszubauen oder Gebäude effizient zu sanieren“, sagte Umweltministerin Thekla Walker im Rahmen der Preisverleihung.

Die Stadt Bruchsal nimmt seit 2014 am eea teil. 2016 erfolgte die erste Zertifizierung mit 58 Prozent. Die Rezertifizierung 2020 lag bei 66,6 Prozent. Das zeigt, dass Bruchsal in den vergangenen vier Jahren in Sachen Klimaschutz deutlich vorangekommen ist. Dazu haben besonders die Verabschiedung der Bruchsaler Klimaschutzziele, der Energieleitplan und die kommunale Gebäude- und Energieleitlinie beigetragen. Mit diesen wichtigen Grundlagen kön-nen konkrete Maßnahmen zukünftig zielgerichteter umgesetzt werden. 2019 wurde die erste PV-Freiflächenanlage in Bruchsal installiert. In der Bruchsaler Südstadt entsteht aktuell ein Wärmenetz mit 90 Prozent erneuerbaren Energien und einer entsprechenden CO2-Einsparung. In Planung ist der Ausbau des Fernwärmenetzes unter anderem im Bereich Belvedere. Zusammen mit der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe wurde zudem der Bruchsaler Energieleitplan als zentrales Planungselement für Klimaschutzmaßnahmen in allen relevanten Bereichen erarbeitet. Besonderer Fokus liegt auf der zukünftigen Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien. Da über den Energieleitplan die vom Land neu geforderte gesamtkom-munale Wärmeplanung bereits enthalten ist, wurde die Stadt zusammen mit zwei weiteren Städten als Modellkommune für die Entwicklung des „Handlungsleitfadens Kommunale Wärmeplanung“ ausgewählt.

Weiterer Informationen finden Sie auch unter www.bruchsal.de