"Die DHBW ist für uns einer der besten Partner, um unseren Nachwuchs sehr gut ausbilden zu lassen"


Siemens als Partnerunternehmen der DHBW Karlsruhe macht sich stark für die Weiterbildung mit dem DHBW CAS

Marc Konrad, Sprecher der Siemens-Niederlassung Stuttgart, im Gespräch über die Eckpfeiler der Siemens-Weiterbildung, wie diese sich ergänzen und was noch fehlt. Quelle: Siemens AG

Siemens gehört zu den Riesen unter den Dualen Partnern der DHBW. Der Weltkonzern baut die Weiterbildungsangebote für seine Mitarbeiter*innen konsequent aus. Neben dem Dualen Studium gehören Online-Lehrinhalte heute zu den wichtigen Eckpfeilern – flexible, kurze und lange Formate.

Ein Gespräch mit Marc Konrad, Sprecher der Siemens-Niederlassung Stuttgart, über die Eckpfeiler der Siemens-Weiterbildung, wie diese sich ergänzen und was noch fehlt. Die neuen Zertifikatsprogramme des DHBW CAS zu Themen der digitalen Transformation und zu Future Skills passen genau zum Zeitgeist.

Herr Konrad, als Sie Ihre Sprecher-Funktion 2018 übernahmen, verwiesen Sie auf die Jahrhundert-Herausforderung der digitalen Transformation. Eine Grundvoraussetzung, um diese zu gestalten, sei „die Bereitschaft, sich an die stets verändernden Bedingungen anzupassen“. Wie gelingt das Siemens?

Konrad: Die Grundpfeiler unseres Erfolgs fördern wir unentwegt: hervorragend ausgebildete Mitarbeiter*innen in den aktuellen Technologien! Wir haben fast 500 Auszubildende allein in Baden-Württemberg, darunter mehr als 250 dual Studierende. Die DHBW ist für uns einer der besten Partner, um unseren Nachwuchs sehr gut ausbilden zu lassen. Daneben gestalten wir unsere Weiterbildungsangebote über Technologie- und Bildungsfonds, und als global agierendes Unternehmen investieren wir seit 2018 verstärkt in internationale Programme. Damit vernetzen wir unsere Tech-Talents überall auf der Welt, sei es zu Robotics, Cyber Security oder anderen Innovationsthemen.

Und abseits der großen Programme der Personalentwicklung? Das Thema des lebenslangen Lernens adressiert aus guten Gründen nicht nur die Nachwuchskräfte. 

Konrad: Die wirtschaftlichen Zyklen beschleunigen zusehends. Wir können bei den technischen Entwicklungen nur führend sein, wenn wir uns als Unternehmen auch kontinuierlich weiterentwickeln – und dazu benötigen wir alle Mitarbeiter*innen. Wir haben deshalb das Grundprinzip der „Learning Organisation“ in unserer Kernstrategie verankert und institutionalisiert. Weltweit sind alle Mitarbeiter*innen motiviert, eine bestimmte Mindestzahl an Weiterbildungsstunden pro Jahr wahrzunehmen. Neben Präsenztrainings stellen wir dazu rund 60.000 Online-Learning-Inhalte zur Verfügung.  Ich hätte es noch vor fünf Jahren nicht für möglich gehalten, dass wir das in solch einem Umfang auf diesem qualitativ sehr hohen Niveau umsetzen können.

Das Angebot wird exzellent angenommen, nicht nur vom jungen Kollegium. Beispielsweise spricht als Vertriebsbeauftragte*r nichts dagegen, sich Wissen zu Cyber Security anzueignen. Die Mitarbeiter*innen sind überrascht, was bei uns alles möglich und verfügbar ist – von der 15-Minuten-Online-Session „Was ist ein Ökosystem?“ bis zum mehrtägigen oder auch halbjährigen Programm für digitale Geschäftsmodelle.

Im Bereich der kürzeren Zertifikate hat auch das DHBW CAS sein Angebot weiter ausgebaut. Wie nehmen Sie dieses Potenzial wahr?

Konrad: Ihre Zertifikate sind Schnellboote, die passgenau auf unsere ganz speziellen Bedarfe eingehen. Dafür kenne und schätze ich die DHBW: Sie kommen mit den richtigen Themen und geben unseren Mitarbeiter*innen die Chance, ihr Studium exzellent mit dem Business zu verbinden. Das passt. Und wenn wir Inhalte nachjustieren müssen, haben Sie Ansprechpartner*innen für uns, die genau auf unsere Bedürfnisse eingehen. Hinzu kommen die sehr gute Qualität Ihrer Angebote und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind sehr zufrieden.

Im Gegensatz zu den Master- oder auch Bachelor-Studiengängen ist bei den Zertifikatsprogrammen allerdings noch die Frage, wie gut die Mitarbeiter*innen sie annehmen. Ein Studienabschluss bedeutet für sie oft mehr Wertigkeit als ein Zertifikat. Auch wenn uns als Unternehmen die Zertifikate sehr gut gefallen, müssen wir in der Wahrnehmung unserer Mitarbeiter*innen noch erreichen, dass diese Formate ebenfalls eine Wertigkeit, beispielsweise für ihren Lebenslauf und ihre Karriere, haben. Schließlich ermöglicht ihnen Siemens mit einem Zertifikat des DHBW CAS eine Vertiefung in ein topaktuelles Thema.

Was sind für Siemens die Kernpunkte unserer Certificates und Diplomas of Advanced Studies (CAS und DAS)?

Konrad: Für uns gilt das Motto des lebenslangen Lernens bis zum letzten Arbeitstag. Hier sehe ich ein riesiges Potenzial gerade auch für kürzere Angebote und stark individualisierbare Inhalte. Die Angebote des DHBW CAS bieten diese beiden für uns wichtigen Vorzüge. Wir können die Attraktivität des Angebots zusätzlich extrem steigern, wenn wir es schaffen, die Relation zum Masterweg aufzuzeigen. Es muss allen klar sein, dass sich am DHBW CAS potenziell alles vom einzelnen Weiterbildungsmodul bis zum Zertifikat auf ein späteres Studium anrechnen lässt.

Inhaltlich sehe ich neben den Wissenspaketen in neuen Technologien großen Bedarf bei den Future Skills. Wir werden in den nächsten Jahren aufgrund des Ausscheidens der Babyboomer eine extreme Verjüngung erleben, auch auf Leitungsebene. Hierfür brauchen wir Begleitangebote, Weiterbildungen im Innovationsmanagement, Prozessmanagement, in Führungskompetenzen etc. Auch hierfür sehen wir das DHBW CAS als guten Partner.