Über 1000 Teilnehmer bei erstem EST-Kongress und öffentlichem Vortrag

Daimler-Chef Zetsche: „Das Auto der Zukunft ist emissionsfrei und fahrerlos“


Erfolgreiche Premiere für den Kongress Energy, Science, Technology (EST) 2015, den großen Energiekongress für Wissenschaft und Technologie (20. bis 22 Mai): Drei Tage lang tauschten sich im Karlsruher Kongresszentrum 600 Teilnehmer aus dem Energiebereich über die Themen Erneuerbare Energien, Energie-Effizienz und Systeme, Speicher und Netze aus. Ein Highlight der Veranstaltung: Bei einem öffentlichen Vortrag im vollbesetzten Weinbrenner-Saal sprach Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche vor 800 Zuhörern über das autonome Fahren der Zukunft.

Insgesamt erfährt die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH als Veranstalterin Unterstützung von sechs Partnern: DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, DGM – Deutsche Gesellschaft für Materialkunde, E-MRS – European Materials Research Society, EPS – European Physical Society, EuCheMS – European Association for Chemical and Molecular Science und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Mitveranstalter.

Die Schirmherrschaft für die Konferenz hatte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, übernommen. Der Kongress decke praktisch alle Themen des Energieforschungsprogramms ab, führte Dr. Georg Menzen, Referatsleiter im Referat für Energieforschung des BMWi in Vertretung von Bundesminister Gabriel aus. Dem aktuellen Bundesbericht Energieforschung sei zu entnehmen, dass die Bundesregierung im vergangenen Jahr 819 Millionen Euro für die Erforschung moderner Energietechnologien ausgegeben habe, mehr als eine Verdopplung seit 2006. Weitere Steigerungen seien angekündigt.

 

Der Kongress überzeugt mit über 180 Vorträgen von Spitzenkräften aus Forschung und Wirtschaft

Auf dem Programm standen über 180 Vorträge von Spitzenkräften aus Forschung und Wirtschaft. Die Qualität des Kongresses überzeugte die Teilnehmer: Rund 90 Prozent sind mit ihrem Besuch sehr zufrieden. Das größte Interesse weckte der Themenbereich Systeme, Speicher & Netze (66 % interessierten sich dafür), gefolgt von Erneuerbare Energien (60 %) und Energieeffizienz (37 %).

Neben den Referaten in einzelnen Sessions fokussierten drei große Plenarvorträge das Thema Energie aus unterschiedlichen Perspektiven: Über Innovationen aus dem Bereich der Wirtschaft sprachen Dr. Jean-Francois Minster (Senior Vice President bei TOTAL, Titel: „Technologische Impulsgeber für die Transformation des Energiemixes“) und Bernard Salha (Direktor für Forschung und Entwicklung, EDF): „Ein Schlüssel zur Entwicklung von innovativen Lösungen besteht darin, Wissenschaftler, Start-Ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Versorgungsunternehmen zusammenzubringen. In Deutschland ist EIFER ein Musterbeispiel für eine derartige erfolgreiche Zusammenarbeit. Seit 2001 beweist diese gemeinsame Forschungseinrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der EDF die ausgezeichnete deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Vorbereitung zukünftiger Energiesysteme.”

Einen Blick auf die Möglichkeiten des globalen Klimaschutzes warf Prof. Dr. Thomas Bruckner (Direktor des IIRM, Universität Leipzig, Abteilungsleiter am Fraunhofer MOEZ und koordinierender Leitautor im IPCC): „Wenn die Menschheit ihr selbstgestecktes Ziel – die Veränderung der globalen Mitteltemperatur auf zwei Grad zu begrenzen – einhalten möchte, ist zwar schnelles Handeln nötig; die dafür erforderlichen Technologien sind verfügbar. Erheblicher Forschungsbedarf besteht allerdings im Hinblick auf die Steigerung ihrer Effizienz und in Bezug auf die erforderliche Reduktion der Kosten ihres Einsatzes.“

 

Öffentlicher Vortrag von Daimler-Vorstand Zetsche über die Zukunft des Automobils

Der EST-Kongress – nicht nur eine Veranstaltung für Experten: Anlässlich Karlsruhes 300. Stadtgeburtstag konnten die beiden Veranstalter KMK und KIT den Vorsitzenden des Vorstands der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, für einen öffentlichen Vortrag gewinnen. Unter dem Titel „Neue Energie: Die zweite Erfindung des Automobils“ sprach Zetsche vor 800 Zuhörern im vollbesetzten Weinbrenner-Saal. Hier einige Originalzitate aus seiner Rede: „Hocheffiziente Verbrennungsmotoren werden noch auf lange Sicht einen wesentlichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten. Und sie verdienen das Geld, mit dem wir die alternativen Antriebe entwickeln.“ „Auch wenn ich keinen konkreten Tag X vorhersagen kann, eines kann ich versprechen: Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass das Fahren ohne Emissionen eher früher als später kommt.“ „Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen vier Jahren rund 17 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung der E-Mobilität investiert. 17 Serienmodelle deutscher Automobilhersteller wurden bis Ende 2014 bereits eingeführt. Bis Ende dieses Jahres werden es 29 sein.“ „Ich war zwar nie ein großer Fan von Science Fiction; ich fand Science ohne Fiction schon immer spannender. Und doch finde ich es bemerkenswert: Wenn Hollywood die Zukunft zeigt, dann fast nie ohne Autos, sondern meist mit absolut faszinierenden Autos. Zu Recht: Das Auto der Zukunft wird nicht nur emissionsfrei und bei Bedarf fahrerlos sein, sondern auch absolut faszinierend.“

 

EST 2015 - Kongress mit internationaler Strahlkraft

Rund 32 Prozent der EST-Teilnehmer kamen aus dem Ausland – der größte Anteil davon reiste aus europäischen Nationen an (rund 59 %), gefolgt von Teilnehmern aus Asien (28 %). Insgesamt waren Teilnehmer aus 35 Ländern vertreten. Nach erfolgreichem Auftakt – Veranstalter denken über eine Wiederholung des EST nach Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, Bereichsleiter „Natürliche und gebaute Umwelt“ am KIT resümiert: „Das ganze Spektrum der Energiewelt wurde in einer Breite dargestellt, die für eine Tagung außergewöhnlich ist. Redner und Aussteller beleuchteten das Thema sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus technologischer Sicht. Ein hoher Anteil reiste aus dem Ausland an, darunter viele hochkarätige Wissenschaftler und Spitzenkräfte aus der Wirtschaft – ein Zeichen für die große Strahlkraft und Bedeutung der Veranstaltung. Aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung wollen wir mit unseren Partnern über eine Wiederholung der Veranstaltung sprechen.“

 

Weitere Informationen unter:

www.est-conference.com