Erfolgreicher interdisziplinärer Austausch zu Alltagsunterstützenden Assistenzsystemen

Über 190 Experten bei Fachkongress in der Messe Karlsruhe

Zum zweiten Mal wurde von der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) der Fachkongress Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL) am 6. Oktober 2016 erfolgreich veranstaltet. Der praxisorientierte Kongress zog 193 Entscheider und Fachkräfte aus der Pflegebranche, aus Pflegestützpunkten und Beratungsstellen, dem medizinischen Fachhandel und Handwerk in das Konferenz Center der Messe Karlsruhe.

„Die positive Resonanz seitens des Fachpublikums, der Partner und der Aussteller zeigt uns, dass das Thema eine jährliche Plattform benötigt. Es war die richtige Entscheidung, den AAL-Fachkongress in den REHAB-freien Jahren als eigenständige Veranstaltung zu etablieren“, betont Britta Wirtz, Geschäftsführerin der KMK und ergänzt: „Und Karlsruhe ist dafür genau der richtige Standort. Hier findet sich das viertgrößte europäische IT Cluster. Hier wird an digitalen Lösungen zu Vernetzung, Integration und Inklusion gearbeitet, auf denen intelligente Assistenzsysteme beruhen. Naheliegend, dass auch hier der interdisziplinäre Austausch erfolgreich stattfindet.“

Kongressprogramm an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis

Der Fachkongress wurde von Geschäftsführern von Pflegediensteinrichtungen, Pflegedienstleitern, Wissenschaftlern, Verantwortlichen aus der öffentlichen Verwaltung, Mitarbeitern von AAL-Beratungsstellen, Pflegestützpunkten, Sanitäts- häusern, Krankenkassen und -häusern aus ganz Deutschland genutzt, um aktuelle Entwicklungen kennen zu lernen und zu diskutieren.

Das Pflegebündnis TechnologieRegion Karlsruhe e. V. war mit einem Stand auf dem Kongress vertreten, um über die regionalen Herausforderungen und Lösungsansätze im Pflegebereich sowie die Ziele des von 32 Partnern getragenen Bündnisses zu informieren.

Wie AAL-Beratung unter freier Trägerschaft und mit wissenschaftlicher Begleitung des Forschungszentrums Informatik (FZI) gelingt, wurde im Vortrag von Wolfgang Betting und René Stephan deutlich. Am Beispiel der Seniorenfachberatung Technologieregion Karlsruhe unter Trägerschaft der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe und des Geriatrischen Zentrums Karlsruhe zeigten die Referenten die Voraussetzungen auf.

"Der AAL-Fachkongress ist genau die richtige Plattform, wenn es darum geht, verschiedene Zielgruppen technischer Assistenzprodukte zu treffen und sich umfassend zum Thema AAL auszutauschen", resümiert Wolfgang Betting, Mitglied des Vorstandes der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe. René Stephan, wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Gebiet AAL beim FZI ergänzt: „Ein interdisziplinärer Dialog wie heute ist für die Weiterentwicklung neuer Technologien erfolgsentscheidend.“ Verena Pfister, Referentin für Altenhilfe bei der BruderhausDiakonie Reutlingen, folgerte nach ihrem Vortrag zum Thema "Einsatz von AAL-Lösungen im Alltag - Erfahrungen und Perspektiven aus der Altenhilfe": "Ein solcher Zusammentreff wie auf dem heutigen AAL-Fachkongress war für uns eine hervorragende Möglichkeit, über die Praktikabilität neuer Technologien und assistiver Technik im Pflegealltag zu diskutieren und unser im Rahmen von Forschungsprojekten gewonnenes Know-how mit wichtigen Experten sowie Multiplikatoren der Branche zu teilen."

Neben den Sponsoren, der AOK Baden-Württemberg und dem Sozialverband VdK, präsentierten sich in der begleitenden Ausstellung insgesamt 23 Anbieter assistiver Produkte und Systeme sowie Dienstleister, Verbände und Institutionen. Schwerpunktmäßig wurden Überwachungs-, Erinnerungs- und Notrufsysteme vorgestellt.

Eine Fortsetzung zum Thema AAL gibt es im Rahmen der kommenden Fachmesse REHAB vom 11. bis 13. Mai 2017 als Sonderschau und auf dem nächsten AAL-Fachkongress am 9. Oktober 2018 in der Messe Karlsruhe.

Weitere Informationen unter: www.aal-karlsruhe.com