Zukunft Schienengüterverkehr

Regionalverband setzt auf Dialogforum

Die neuesten Entwicklungen zum geplanten Aus- und Neubau der Schienengüterverkehrswege waren Gegenstand der Sitzung des Planungsausschusses des Regionalverbands am 5. Oktober. Anlass dafür waren ein Gespräch des Verbandsvorsitzenden Christoph Schnaudigel im Stuttgarter Verkehrsministerium und eine Bürgerinformationsveranstaltung in Darmstadt zum Schienenaus- und -neubau zwischen Frankfurt am Main und Mannheim.

In Stuttgart habe man für eine breite Einbindung der regionalen Akteure und Kommunen in einem transparenten Verfahren plädiert, so Sebastian Wilske, der beide Termine begleitete. Der stellvertretende Verbandsdirektor sprach von einem wichtigen Signal seitens des Landes, ein solches partizipatives Verfahren zu unterstützen. Blaupause könnte das für den nördlich angrenzenden Abschnitt zwischen Frankfurt und Mannheim vorgesehene „Dialogforum“ sein, welches am vergangenen Freitag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und zum Jahresende seine Arbeit aufnehmen soll „Diesen Weg möchten wir uns genau anschauen, uns einbringen und von den Erfahrungen profitieren“, kommentierte Verbandsdirektor Gerd Hager. Ein Projektbeirat nach dem südbadischen Muster wäre notwendig, wenn sich aus der fachlichen Arbeit politischer Entscheidungsbedarf ergebe, so Hager auf Nachfrage aus dem Gremium.

Als nächsten wichtigen Schritt nannte Wilske die sogenannte „Knotenstudie Mannheim“, in der Varianten für den nördlichen und südlichen Zulauf zur Quadratestadt sondiert werden sollen. „Das ist für die Planungen in unserer Region im wahrsten Sinn des Wortes eine zentrale Weichenstellung“, kommentierte Hager. Allerdings könne der Beginn der Vorplanungen für den Abschnitt zwischen Waghäusel und Karlsruhe noch einige Jahre dauern. Bis dahin solle der Dialog mit der Bahn innerhalb der bereits etablierten Arbeitsgruppe Schienengüterverkehr fortgeführt werden.

Weitere Informationen unter: www.region-karlsruhe.de