TRK fordert Ausbau regionaler Schienenprojekte

Aus Tunnelhavarie lernen

„Die Negativerfahrung der Rastatter Tunnelhavarie bietet die Chance, kleinere regionale Engpässe zu beseitigen“, waren sich IHK-Präsident Wolfgang Grenke und Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup auf der 37. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) einig.

Nach Vortrag von Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, forderten sie die Bahn auf, die Schieneninfrastruktur in der TRK zu verbessern. Mit der Elektrifizierung der Ausweichstrecken besonders Richtung Neustadt/Weinstraße, Wörth, Straßburg und der Instandsetzung des Stellwerks in Wörth schaffe man Redundanzen und Ausweichstrecken für Notfälle. „Zwei Dinge hat die Tunnelhavarie deutlich gemacht“, wies Hantel auf die Bedeutung der Rheintalbahn mit 350 Personenzügen und 180 Güterzügen täglich sowie des Projekts Karlsruhe-Basel hin. „Wenn wir mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen wollen, brauchen wir einen Ausbau der Rheintalbahn.“ Nach dem Unfall stelle sich zudem die Frage: „Wie kann man Güterverkehr anders und vor allem europäisch denken?“

Der Autobahnanschluss zum Baden-Airpark als weiteres dringendes Infrastrukturprojekt der TRK war ebenso Thema. Allgemein wurde bedauert, dass die Petition einer Bürgerinitiative derzeit den Start des Planfeststellungsverfahrens hemme. Die TRK will auf eine zügige Durchführung dringen.

Gast der Konferenz war zudem der Vorsitzende des Pflegebündnisses der TRK, Josef Hug, das die drei Bereiche Krankenhaus, Altenpflege und Ambulante Pflege in einem Netzwerk vereint. Neben der Gewinnung, Förderung und Bindung von Pflegefachkräften gehört ebenso die Vernetzung der Partner zu den Zielen des bundesweiten Vorzeigeprojektes, um gemeinsam Projekte auf den Weg zu bringen. „In 15 Jahren gehen 50 Prozent der Pflegekräfte in den Ruhestand“, warnte Hug.