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TechnologieRegion Karlsruhe

NEO2020 Bioökonomie: Das sind unsere Finalisten

Einladung zur Preisverleihung des Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe

Knapper werdende Ressourcen und Nutzflächen bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung, Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt – all dies sind globale Herausforderungen. Eine Umstellung unserer Wirtschaftsweise hin zu einem nachhaltigen, biobasierten Wirtschafts-
system ist notwendig: Diese Chance bietet die Bioökonomie.

Der NEO2020 – Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe zeichnet eine zukunfts-
weisende Entwicklung aus, die mit schlüssiger Leitidee, Marktfähigkeit und globaler Relevanz überzeugt. Für den NEO2020 haben wir Innovationen rund um das Thema Bioökonomie gesucht und viele spannende Bewerbungen aus ganz Deutschland und dem Département Bas-Rhin, dem französischen Gesellschafter der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, erhalten. Unsere Fachjury hat sechs davon ausgewählt, und wir freuen uns, in diesem Sondernewsletter unsere Finalisten zu präsentieren.

Die virtuelle Preisverleihung findet am 24. November 2020, ab 16.50 Uhr, statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Details zum Programm und den Anmeldelink finden Sie unter: www.neo2020.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit den besten Grüßen 
Ihr Jochen Ehlgötz 

Geschäftsführer
TechnologieRegion Karlsruhe GmbH 

Alpha-Protein GmbH: Kreislauforientierte, kosteneffiziente und skalierbare Insektenzucht





Die Alpha-Protein GmbH aus Bruchsal möchte mit kreislauforientierter und kosteneffizienter Zucht von Mehlwürmern nach einem patentierten Verfahren die Abhängigkeit von importiertem Soja- und Fischmehl reduzieren. Nachdem die Insekten mit Nebenprodukten aus der Lebensmittelindustrie gefüttert wurden, werden sie zu Insektenmehl verarbeitet. Dieses kann als Futter für Fische, Rinder, Schweine oder Hühner eingesetzt werden und stellt dank essenzieller Aminosäuren einen vollwertigen Ersatz für Fischmehl dar. So kann der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht reduziert werden.

Weitere Informationen unter: www.alpha-protein.de

carbonauten GmbH: minus CO2 Material





Die carbonauten GmbH aus dem baden-württembergischen Giengen hat einen Biokohlenstoff aus Resten der Forst- und Landwirtschaft sowie der Holz- und Lebensmittelindustrie entwickelt. Das organische Material kann den CO2-Gehalt in der Luft senken, weil es Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre zieht und speichert – genau wie frisch gepflanzte Bäume. Kombiniert man den Biokohlenstoff mit Zusätzen, kann er erdölbasierte Kunststoffe und Baustoffe ersetzen. Anwendungsbeispiele finden sich im Leichtbau, bei der Dämmung oder Filtration. Auch Einwegprodukte wie Kaffeekapseln, Geschirr oder Urnen sind daraus herstellbar.

Weitere Informationen unter: www.carbonauten.com

 

DHBW Karlsruhe: PLAFCO – biobasiertes und nachhaltiges Material





Die DHBW Karlsruhe stellt mit PLAFCO ein Ersatzmaterial für Plastik-Verpackungen und -Produkte her: Dafür wird Papier durch Anlösen von Zellulose zu einem biobasierten Komposit umgewandelt. Bei der Herstellung werden keine schädlichen Chemikalien verwendet und durch den Prozess entsteht ein Material, das dichter, steifer und belastbarer ist als mehrlagige Kartonagen. Das Material kann als Verpackung in der Lebensmittelindustrie dienen und eignet sich auch als Substitution für plastikbasierte Einmalprodukte wie Besteck, Trinkhalme und Teller aus Plastik, die ab dem kommenden Jahr EU-weit verboten sind.

Weitere Informationen unter: www.plafco.fi

Landpack GmbH: Stroh statt Styropor





Die Landpack GmbH aus dem bayerischen Puchheim tritt mit der ersten ökologischen Alternative zu Styropor an. Ihr Produkt besteht aus Stroh, das ohne Zusatz-, Kleb- oder Kunststoffe geformt wird. Es besitzt dieselben Isolierungs- und Stoßdämpfungsmerkmale wie Styropor, verbraucht aber nur zwei Prozent von dessen Primärenergie bei der Herstellung und kann im Biomüll entsorgt werden. Beim Versand von gekühlten Lebensmitteln oder Medikamenten könnte der Stoff zum Game Changer werden, da er eine Antwort auf das globale Plastikmüll-Problem und die Luftverschmutzung liefert und den Landwirten einen zusätzlichen Verdienst am Getreide beschert.

Weitere Informationen unter: www.landpack.de

Nertus – insect farming: Mehlwürmer als alternative Proteinquelle





Nertus – insect farming aus Karlsruhe möchte Mehlwürmer als alternative Proteinquelle etablieren, da Insekten in der Aufzucht deutlich weniger Ressourcen benötigen als die herkömmliche Viehzucht und darüber hinaus hochwertiges tierisches Eiweiß liefern. Das Unternehmen besitzt langjähriges Know-how in der Mehlkäfer-Zucht und hat eine Technologie für Ei-Ernte und -Separation entwickelt. So können Mehlkäfer-Eier an Insekten-Farmer weltweit versendet werden, die damit vor Ort Futter- und Nahrungsmittel produzieren. Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen Wertschöpfungsnetzwerks, um Eiweiß lokal zu erzeugen.

Weitere Informationen unter: www.nertus.eu

 

Technische Universität Dresden: AidBoards





Die Technische Universität Dresden entwickelt mit ihren AidBoards Einwegmöbel aus Wellpappe für humanitäre Hilfseinsätze. Feldbetten, OP-Tische und weitere Möbel werden als leichte Bausätze für den einmaligen Transport und Aufbau sowie einfaches Recycling konzipiert. Bisher wird bei der Ausstattung von Evakuierungsräumen, Not-Unterkünften oder provisorischen Krankenhäusern auf Billigprodukte aus Fernost zurückgegriffen. Sie weisen aber nicht nur wegen ihrer Metall- und Kunststoff-Bestandteile, sondern auch wegen der notwendigen Logistik über Europa eine negative Ökobilanz auf. Der Einweglösung aus günstigem Papp-Mobiliar wird von Interessenten großes Potenzial bescheinigt.

Weitere Informationen unter: www.tu-dresden.de

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