NEO2017: Systeme urbaner und regionaler Mobilität. Wir suchen intelligente Lösungen für den Wandel der Mobilität.

Immer mehr Menschen leben und arbeiten in Städten und der Verkehr kollabiert, weil Autos mit Verbrennungsmotor für viele immer noch alternativlos sind. Vor allem in den verdichteten urbanen Räumen stellen Luftverschmutzung, hohe Feinstaubwerte und Lärm ein großes Problem dar. Deshalb muss die Zukunft umweltschonenden Lösungen gehören – Lösungen, die Menschen schnell, sicher und bequem ans Ziel kommen lassen: mit Elektrofahrrädern, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Sharing-Angeboten aller Art – und das internetbasiert, intermodal und nutzerspezifisch. Dafür gebraucht werden smarte Lösungen: 1. für die intelligente Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme, 2. für Stadtentwicklung und Verkehrsplanung sowie 3. für Bewusstseinsbildung (Awareness) und individuelles Mobilitätsverhalten.

Diese drei Themenbereiche stehen im Fokus der Ausschreibung zum NEO2017, dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe. Gesucht werden die besten Lösungen für einen intelligenten Wandel der urbanen und regionalen Mobilität. Denn die Mobilität der Zukunft ist multimodal, vernetzt und nachhaltig.

Da gibt es etwa schnelle E-Bikes auf Fahrrad-Schnellstraßen, fahrerlose Shuttles des öffentlichen Personennahverkehrs als Taxi oder Mitfahrservice, fahrerlose Transportsysteme, die Waren und Lebensmittel liefern, und auto-matisiertes oder teilautomatisiertes Fahren im eigenen oder geteilten Auto. Dabei sind alle Fahrzeuge untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur vernetzt, warnen sich gegenseitig vor Unfallrisiken, teilen Informationen über die Verkehrssituation und passen automatisch ihre Geschwindigkeit an. Sie parken selbst ein und stehen bereit, wo und wann sie benötigt werden. Und Nutzer können sich per App berechnen lassen, mit welcher Kombination an Verkehrsmitteln sie am schnellsten und bequemsten von A nach B kommen.


NEO2017: Wir suchen die innovativsten Systeme urbaner und regionaler Mobilität.

Innovative Technologien sind die Basis für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft. Um die besten Lösungen eines wissenschaftlichen Fachgebiets zu finden und zu würdigen, verleiht die TechnologieRegion Karlsruhe jährlich den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis „NEO“.

Gesucht werden in diesem Jahr Innovationen mit einer überzeugenden Leitidee, die auf ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zielen, die eine globale Relevanz erwarten lassen und einem breiten Publikum vermittelbar sind.

Kluge Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft, die einen Bezug zur TechnologieRegion Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Neckar oder zur Trinationalen Metropolregion Oberrhein haben, konnten sich mit ihren Ideen und Produkten bis zum 30. April 2017 bewerben.

NEO2017 - Der Inovationspreis der Technologie Region Karlsruhe

Ich nehme gern an der Preisverleihung NEO2017 am 29. November 2017 bei der MiRO Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG teil.

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Ich bringe weitere Personen mit:

Die Nominierten

Der NEO2017, der dieses Jahr die innovativsten Technologien für den Wandel der Mobilität in der Smart City thematisiert, bewertet und prämiert, wird an eine der fünf im Folgenden dargestellten Einreichungen verliehen:

Carla Cargo

Das Unternehmen Carla Cargo aus Kenzingen im nördlichen Breisgau hat einen leistungsfähigen Fahrradanhänger und Handwagen für große und voluminöse Lasten entwickelt - das Zuladungsgewicht liegt bei 150 Kilogramm, das Beladungsvolumen bei 1,5 Kubikmetern. Der Trailer mit drei Rädern verfügt unter anderem über einen starken Elektromotor und eine Auflaufbremse. Als Anhänger passt er an fast jedes handelsübliche Fahrrad, Pedelec und E-Bike, als motorisierter Handwagen kann er in Fußgängerzonen nützlich sein. Die ersten Serienmodelle wurden 2016 vorgestellt.
www.carlacargo.de

MixMoveMatch

Das Unternehmen mit Standorten unter anderem in Norwegen, Deutschland (Karlsruhe) und Portugal hat die Logistik-Software "MixMoveMatch" entwickelt, die Logistikdienstleistungen für Kunden direkt zugänglich macht - von der Beauftragung über die Kontrolle bis zur Abrechnung. Bei jedem Schritt der Lieferkette besteht freie Auswahl des Logistikdienstleisters. Außerdem erreicht "MixMoveMatch" durch die übergreifende Koordination der Logistikdienstleister eine Bündelung der Teilmengen, sodass der Lieferverkehr in der Stadt reduziert wird. Die Software ist seit 2012 im Einsatz. Über die Initiative eco2city strebt Marlo Consultants an, langfristig bis zu 500 Städte einzubinden.
www.mixmovematch.com

Volocopter

Serienfähig, senkrechtstartend und emissionsfrei - so beschreibt die in Bruchsal ansässige Volocopter GmbH ihr Modell 2x. Das Fluggerät für zwei Passagiere mit reinem Elektroantrieb lässt sich von jedermann intuitiv steuern und ist viel leiser als andere senkrecht startende Fluggeräte. Außerdem sind ferngesteuerte und autonome Flüge möglich. Ein spezielles Batterie-Wechselsystem macht den Volocopter 2x in nur wenigen Minuten wieder einsatzbereit. Nächstes Jahr soll er die Musterzulassung als "Multicopter" erhalten, dann beginnt die Serienzulassung für den deutschen Luftsport-Markt. Im Juli 2017 wurde eine Finanzierung über 25 Millionen Euro mit Daimler und weiteren Investoren abgeschlossen. Noch dieses Jahr sollen mit dem Volocopter in Dubai erste Demonstrationen als autonomes Lufttaxi durchgeführt werden.
www.volocopter.com

Bio-Hybrid

Mit der Konzeptstudie für einen Hybrid aus Pedelec und Elektro-PKW hat sich die Schaeffler Technologies AG & Co. KG aus Herzogenaurach um den NEO2017 beworben. Der rund zwei Meter lange und rund 1,5 Meter hohe Bio-Hybrid hat vier Räder, Pedale, Lenkrad, Überdachung und einen unterstützenden Elektroantrieb (bis 25 Kilometer pro Stunde) mit einer Reichweite zwischen 50 und 100 Kilometern. Da der Bio-Hybrid nur 85 Zentimeter breit ist, kann er auf Fahrradwegen fahren. Er verfügt über zwei Sitzplätze hintereinander, die Akkus können an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Der rund 80 Kilogramm schwere Bio-Hybrid ist als Plattform ausgelegt, somit sind auch eine dreirädrige Variante oder eine Cargo-Version realisierbar. Außerdem verfügt das Konzept über eine Smartphone-Integration. Die LuK GmbH & Co. KG in Bühl gehört zur Schaeffler Gruppe.
www.schaeffler.de

pakadoo

Warum Privatpakete nicht an den Arbeitsplatz zustellen, also dorthin, wo sich die meisten Menschen tagsüber ohnehin aufhalten? Das würde die Work-Life-Balance verbessern und die CO2-Emissionen reduzieren. Diese Idee verfolgt die LGI GmbH aus Herrenberg mit ihrem digitalen Service "pakadoo". Als App oder Weblösung erhalten Unternehmen oder Einrichtungen die Software kostenlos zur Verfügung. Privatpakete können gebündelt und zusammen mit den anderen Lieferungen zugestellt werden und den Mitarbeitern wird die Fahrt zum Paketshop erspart. Finanziert wird pakadoo durch eine Gebühr, die die Paketdienstleister entrichten, denn sie sparen durch diese alternative Zustellmöglichkeit viel Geld. Die Software wurde 2014 als Pilotprojekt bei HP in Böblingen eingeführt, mittlerweile bieten in Deutschland über 70 Unternehmen an mehr als 150 Standorten die Möglichkeit pakadoo zu nutzen, unter anderem die Landesbank Baden-Württemberg in Karlsruhe. Bei IBM in Wien wurde pakadoo 2016 eingeführt, ein Rollout in weitere europäische Länder ist geplant.
www.pakadoo.de

Die Ausschreibung

Wir suchen die innovativsten Systeme urbaner und regionaler Mobilität. Innovative Technologien sind die Basis für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft. Um die besten Lösungen eines wissenschaftlichen Fachgebiets zu finden und zu würdigen, verleiht die TechnologieRegion Karlsruhe jährlich den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis „NEO“.

Überzeugende Leitidee

Gesucht werden Innovationen, denen eine überzeugende Leitidee zugrunde liegt. Die Innovation soll einem breiten Publikum vermittelbar sein und einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer aktuell bedeutsamen Fragestellung im Bereich Mobilitätssysteme liefern. Eine reine Grundlagenforschung soll nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Marktfähigkeit

Gesucht werden Innovationen, die auf ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zielen. Produkte oder Dienstleistungen, die seit Jahren üblich sind oder bereits angewendet werden und im allgemeinen Bewusstsein keine Neuerung mehr darstellen, sollen nicht Thema der Bewerbung sein.

Globale Relevanz, Internationalität

Gesucht werden Innovationen, die eine globale Relevanz erwarten lassen und eine internationale Dimension entweder in ihrer Entstehung oder in ihrer Anwendung aufweisen. Produkte und Dienstleistungen, die regional begrenzt sind, sollen nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Das Vergabeverfahren

Die Ausschreibung erfolgt zweistufig. Die Teilnehmer konnten sich bis 30. April 2017 über eine vorgegebene Kurzbewerbung bewerben. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury werden für zehn Bewerbungen weiterführende Ausarbeitungen angefordert. Von diesen Einreichungen, die bis 18. Juni 2017 zu übermitteln sind, nominiert die Jury bis zu fünf Arbeiten.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, Wissenschaftseinrichtungen/Institutionen, Unternehmen und Vereine, die einen Bezug zur TRK, zur Metropolregion Rhein-Neckar oder zur Trinationalen Metropolregion Oberrhein haben, z. B. Studium oder Sitz des Unternehmens.

Die Jury

Der Innovationspreis bietet objektive Rahmenbedingungen: Eine hochkarätige Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wählt die zehn besten Einsendungen aus.

Jurymitglieder:

  • Prof. Dr. Michael Decker
    Bereichsleiter, Bereich II - Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft,
    Karlsruher Institut für Technologie
  • Dr.-Ing. Ronny Feuer
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Frank Gauterin
    Institutsleiter, Institut für Fahrzeugsystemtechnik, Karlsruher Institut für Technologie
  • Dr. Thorsten Gluth
    Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
  • Wolfgang Grenke
    Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
  • David Hermanns
    Geschäftsführer des CyberForums e. V.
  • Dr. Patrick Hoyer
    Fraunhofer-Gesellschaft, München
  • Bernd Kappenstein
    Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
  • Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner
    Amtsleiterin, Stadtplanungsamt, Stadt Karlsruhe
  • Dr. Alexander Pischon
    Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes
  • Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel
    Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe
  • Andreas Sorge
    Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen
  • Prof. Dr.-Ing. Markus Stöckner
    Prorektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
  • Vertreter des Ministeriums
    für Verkehr Baden-Württemberg

Die Preisverleihung

Im Rahmen der Preisverleihung werden alle nominierten Arbeiten präsentiert und der Preisträger des NEO2017 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe bekannt gegeben. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 29. November 2017 bei der Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG in Karlsruhe verliehen.

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NEO2017 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe wird unterstützt von: