NEO2018: Wir suchen die innovativsten und in der Realität erprobten Ideen für Zukunftsquartiere

Wie wohnen, leben, arbeiten und produzieren wir im 21. Jahrhundert gemeinsam? Welche baulichen Voraussetzungen sind notwendig und förderlich? Wie kann ein Zukunftsquartier energieautark oder CO2-frei sein? Welche Vernetzung ist heute sinnvoll, wie hilft sie Bewohnern und Nutzern, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht? Für diese Fragen suchen wir Antworten und diese wollen wir mit dem NEO2018 – dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe auszeichnen.

Im Rahmen der Preisverleihung werden alle nominierten Arbeiten präsentiert und der Preisträger des NEO2018 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe bekannt gegeben. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 6. Dezember 2018 in der Akademiebühne Baden-Baden verliehen.

 

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Die Ausschreibung

Wir suchen die innovativsten und in der Realität erprobten Ideen für Zukunftsquartiere. Innovative Technologien sind die Basis für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft. Um die besten Lösungen eines wissenschaftlichen Fachgebiets zu finden und zu würdigen, verleiht die TechnologieRegion Karlsruhe jährlich den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis „NEO“.

Überzeugende Leitidee

Gesucht werden Innovationen, denen eine überzeugende Leitidee zugrunde liegt. Die Innovation soll einem breiten Publikum vermittelbar sein und einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer aktuell bedeutsamen Fragestellung im Bereich Zukunftsquartiere liefern. Eine reine Grundlagenforschung soll nicht Gegenstand der Bewerbung sein. Kostengünstige Lösungen erfahren bei der Auswahl eine starke Gewichtung.

Marktfähigkeit

Gesucht werden Innovationen, die auf ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zielen. Produkte oder Dienstleistungen, die seit Jahren üblich sind oder bereits angewendet werden und im allgemeinen Bewusstsein keine Neuerung mehr darstellen, sollen nicht Thema der Bewerbung sein.

Globale Relevanz, Internationalität

Gesucht werden Innovationen, die eine globale Relevanz erwarten lassen und eine internationale Dimension entweder in ihrer Entstehung oder in ihrer Anwendung aufweisen. Produkte und Dienstleistungen, die regional begrenzt sind, sollen nicht Gegenstand der Bewerbung sein.

Das Vergabeverfahren

Die Teilnehmer konnten sich bis 18. Juni 2018 bewerben. Von diesen Einreichungen nominiert die Jury im Rahmen der Jurysitzung am 27. September 2018 bis zu fünf Arbeiten.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, Wissenschaftseinrichtungen/Institutionen, Unternehmen und Vereine.

Die Nominierten

Die Nominierten

Der NEO2018, der dieses Jahr die innovativsten und in der Realität erprobten Ideen für Zukunftsquartiere  prämiert, wird an eine der vier Einreichungen verliehen:

Die BES Badische Energie‐Servicegesellschaft mit ihrem Projekt: „Strom Community“  

Die BES, die Dtadtwerke Karlsruhe und das Berliner Softwareunternehmen Lumenaza haben gemeinsam für Quartiere und Areale eine Strom-Community aufgelegt. Damit haben ab 2018 Mieterinnen und Mieter die Möglichkeit, den in ihren Quartieren erzeugten Strom direkt als Mieterstrom zu beziehen. In der Region wird von der BES grüne, lokale Energie für Wohnviertel und gemischte Quartiere erzeugt. Die beiden stellen die dortige Strom- und Wärmeversorgung großteils über lokale KWK- und Photovoltaikanlagen sicher. Das Community-Stromprodukt ermöglicht es der Wohnungswirtschaft, ihren Kunden einen weiteren Baustein eines lebenswerten und zukunftsorientierten Wohn- und Arbeitsumfeldes anbieten zu können.

Ähnlich wie schon bei Übernachtungen in Privatunterkünften vernetzen sich die Akteure untereinander und nutzen gemeinsam eine bestehende Infrastruktur. Dieser Trend erreicht auch die Energieversorgung in Areal- und Quartierlösungen. Erzeuger und Verbraucher schließen sich zu Communities zusammen und verbrauchen den Strom aus Solaranlagen und Kleinkraftwerke innerhalb der Gemeinschaft. Aus Konsumenten und Produzenten werden so Prosumenten.

Lumenaza stellt in dem Projekt die Software-Plattform bereit, auf der sich die Akteure vernetzen. Gemeinsam mit Stadtwerke Karlsuhe und Lumenaza entwickelt die BES  für die Endkunden individualisierte Angebote, die der zunehmenden Digitalisierung und Individualisierung Rechnung tragen.
www.badische-energie.de


Die VBK – Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH mit ihrem Projekt: „Mobilitätsfördernde Zukunftsquartiere durch integrierte ÖPNV‐EVA‐Shuttle-Busse"

In einem mobilitätsfördernden Zukunftsquartier wird die Bündelungsfunktion des bewährten ÖPNV mit der Bündelungsfunktion vernetzter und autonom fahrender Elektro-Mini-Omnibusse kombiniert. Dadurch entsteht im Stadtquartier ein neuartiges ÖPNV-Mobilitätskonzept, indem die erste und letzte Meile zur Attraktivitätssteigerung des gesamten ÖPNV per App bedarfsgerecht erschlossen wird. Die Mobilitätskette im ÖPNV wird durch autonom fahrende Elektro-Mini-Omnibusse zwischen der Haustür und dem ersten Mobilitätsknotenpunkt (zum Beispiel der Straßenbahnhaltestelle) im Sinne eines ÖPNV-Zubringersystems vollendet. Das Stadtquartier wird dadurch barrierefrei.


Der Badische Landesverein für Innere Mission mit ihrem Projekt: "Miteinander leben in der Südweststadt“

Das Quartiersprojekt Südweststadt fördert das "Miteinander" in der Karlsruher Südweststadt. Ein dichtes Netzwerk der Nachbarschaft, ein tragfähiges Beziehungs- und Unterstützungsnetz zwischen Jung und Alt, entsteht. Das Quartiersprojekt bietet aktuell mit fast 30 ehrenamtlich getragenen Nachbarschaftsgruppen, partizipativen Plattformen wie Quartiersgesprächen und -abenden, fest angestellten Quartiersmitarbeiterinnen ("Kümmerer-Funktion") und kostenfrei nutzbaren, zentral gelegenen Räumlichkeiten (Bürgerzentrum Südweststadt und Mitmach-Laden Südwest) den Rahmen für Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und bürgerschaftliches Engagement. So sieht urbanes "Miteinander" für alle Generationen im 21. Jahrhundert aus!
www.badischer-landesverein.de


Das KIT in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Energie Südwest AG mit ihrem Projekt: „Landau Microgrid Projekt (LAMP)“

LAMP ist ein Pilot- und Forschungsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Energie Südwest AG. 20 Haushalten wird eine lokale Handelsplattform für Strom zur Verfügung gestellt. Auf dieser kann der lokal erzeugte, grüne Strom untereinander gehandelt werden. Jeder Teilnehmer erhält über eine App Zugang zu seinen Stromverbrauchs- und -erzeugungsdaten. Diese werden über projekteigene Smart Meter erfasst. Über die App können die Haushalte ihre Preisvorstellungen für lokal erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen angeben. Der Handel auf der lokalen Handelsplattform läuft über automatische Agenten ab. Untersucht werden die sich ergebenden Marktpreise für lokal erzeugten Strom aus erneuerbaren Energiequellen, den Marktmechanismus und die Akzeptanz der Teilnehmer für lokale Energiemärkte. Der zuerst zentral implementierte Markt wird im Laufe des Projekts auf eine eigenentwickelte Blockchain als tragendes Informationssystem übertragen. Mit diesem Ansatz werden die wichtigen Aspekte eines lokalen Energiemarkts durch eine Blockchain abgebildet, sofern diese informationstechnische Umstellung ökonomisch, informationstechnisch und kostentechnisch sinnvoll ist.
https://im.iism.kit.edu

 

Die Jury

Der Innovationspreis bietet objektive Rahmenbedingungen: Eine hochkarätige Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nominiert bis zu fünf Arbeiten aus den Einsendungen.

Jurymitglieder:

  • Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger
    Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
  • Brigitte Dorwarth-Walter
    Handwerkskammer Karlsruhe
  • Dr. Jens Fahrenberg
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Dr. Guido Glania
    Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
  • Heinz Hanen
    evohaus GmbH
  • Dr. Andreas Koch
    EIfER Europäisches Institut für Energieforschung
  • Cornelia Reimoser
    Fraunhofer-Gesellschaft

 

Die Preisverleihung

Im Rahmen der Preisverleihung werden alle nominierten Arbeiten präsentiert und der Preisträger des NEO2018 – Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe bekannt gegeben. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 6. Dezember 2018 in der Akademiebühne Baden-Baden verliehen.

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